Traumeel für Hunde

Hunde lieben es zu spielen, herumzutollen und Sport zu treiben. Dabei kann es zu kleineren oder größeren Verletzungen kommen, wie zum Beispiel Zerrungen und Verstauchungen. Neben den klassischen Medikamenten können alternativ auch homöopathische Mittel angewendet werden, wie Traumeel® ad us. vet.

Was ist Traumeel®?

Traumeel® ist ein registriertes homöopathisches Arzneimittel, deshalb wird eine therapeutische Indikation nicht angegeben. Es wird von der Firma Heel in Baden-Baden hergestellt, einer der führenden Herstellerfirmen von homöopathischen Mitteln.

Traumeel® ist ein Kombinationspräparat und besteht aus Extrakten 14 bekannter Heilpflanzen in verschiedenen Potenzierungen. Die wirksamen Bestandteile sind:

Achillea millefolium (Gemeine Schafgarbe),
Aconitum napellus (Eisenhut),
Arnica montana (Bergwohlverleih),
Atropa belladonna (Tollkirsche),
Bellis perennis (Gänseblümchen),
Chamomilla recutita (echte Kamille),
Calendula officinalis (Ringelblume),
Echinacea angustifolia (schmalblättriger Sonnenhut),
Echinacea purpurea(Purpur-Sonnenhut),
Hamamelis virginiana (herbstblühende Zaubernuss),
Hepar sulfuris (Kalkschwefelleber),
Hypericum perforatum (Johanniskraut),
Mercurius s. Hahnemanni (Quecksilber nach Hahnemann),
Symphytum officinale (Beinwell).

Die verschiedenen Wirkstoffe versprechen u.a. Linderung bei Schmerzen, bei akuten und chronischen Erkrankungen, sowie auch bei entzündlichen und degenerativen Prozessen.

Welche Anwendungsgebiete gibt es?

Erfahrungsgemäß wirkt Traumeel® bei stumpfen Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates, wie Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen. Aber auch bei Blut- und Gelenkergüssen, postoperativen Weichteilschwellungen, Knochenbrüche, Schleimbeutel-Entzündungen und Sehnenscheiden-Entzündungen kann Traumeel® verabreicht werden. Des Weiteren wird es auch angewandt bei Abnutzungserscheinungen (Arthrose) an Knochen und Gelenken.

Wie wirkt Traumeel®?

Wie genau das Wirkungsprinzip von Traumeel® ist, konnte bis jetzt nicht geklärt werden. Anhand von Studien wurde gezeigt, dass Traumeel® einen entzündungsmindernden Einfluss hat, indem es die Zytokine (entzündungsfördernde Moleküle) in den Immunzellen hemmt. Außerdem soll Traumeel® die Schmerzübermittlung verhindern.

Eisenhut, Arnika, Johanniskraut und Kamille sorgen für die Schmerzlinderung. Für die entzündungshemmende Wirkung sind verantwortlich der Sonnenhut, der Purpursonnenhut und eine Mischung aus Austernschalenkalk und Schwefelblume. Eine positive Wirkung auf die Wundheilung und Knochenhautbildung haben Ringelblume, Arnika, Purpursonnenhut und Beinwell. Einen positiven Effekt auf die Muskelspannung, die Blutzirkulation und die Blutstillung haben Arnika, Eisenhut, Gänseblümchen, Hamamelis, Schafgarbe und Tollkirsche. Es kann schon beunruhigend sein, wenn man liest, dass Traumeel® die Tollkirsche und Quecksilber enthält, die als giftig gelten. Diese Inhaltsstoffe werden jedoch so stark verdünnt eingesetzt, dass sie auf den Körper nicht giftig wirken.

Gibt es Nebenwirkungen und wann darf Traumeel® nicht verabreicht werden?

Generell ist Traumeel® gut verträglich. Bei einer homöopathischen Behandlung kann es zu einer Erstverschlimmerung der Beschwerden kommen, d.h. die vorhandenen Beschwerden werden kurzfristig verstärkt. Sollte keine Besserung eintreten ist es immer ratsam einen Tierarzt oder Apotheker aufzusuchen. Bei bekannten Allergien bzw. Überempfindlichkeit gegen Achillea millefolium (Schafgarbe), Matricaria recutita (Kamille), Calendula officinalis (Ringelblume), Bellis perennis (Gänseblümchen), Echinacea (Sonnenhut), Arnica montana (Bergwohlverleih) oder andere Korbblütler darf das Präparat nicht angewendet werden. Bei chronischen Erkrankungen sollte Traumeel® nur unterstützend eingesetzt werden. Auch sollte das Präparat nicht verabreicht werden bei fortschreitenden Systemerkrankungen oder zum Beispiel entzündlichen Erkrankungen des Bindegewebes (Kollagenosen). Sollten Nebenwirkungen beobachtet werden, ist das Präparat sofort abzusetzen und ein Tierarzt aufzusuchen.

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Viele Menschen glauben, dass pflanzliche Mittel völlig unbedenklich sind und es treten keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf. Weil es sich ja um natürliche Inhaltsstoffe handelt. In der Tat können homöopathische Arzneimittel eine sanfte Alternative sein zu den Medikamenten der klassischen Schulmedizin. Jedoch können manche Heilpflanzen die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen und es kann zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Im Zweifelsfall sollte das mit dem behandelnden Tierarzt abgeklärt werden.

Welche Darreichungsformen gibt es?

Es gibt Traumeel® als Gel, Tabletten und Injektionslösungen. Das Gel kann mehrmals täglich (bis zu drei- bis viermal) auf die betroffenen Flächen aufgetragen werden. Die Tabletten können direkt in das Futter gegeben werden. Als allgemeine Richtlinie wird folgende Dosierung empfohlen:

  • Großer Hund: 3mal täglich 3 Tabletten
  • Mittlerer Hund: 3mal täglich 2 Tabletten
  • Kleiner Hund: 3mal täglich 1 Tablette

Injektionen sollten jedoch nur von Tierärzten vorgenommen werden.  Grundsätzlich sollte die Behandlung mit Traumeel® ad us. vet. nicht länger als notwendig bzw. bis zur vollständigen Gesundung des Tieres verabreicht werden.


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Quellen:

Foto: Maja Dumat/pixelio.de  

http://www.tiermedizinportal.de/medikamente/traumeel-ad-us-vet/425542

https://www.heel.de/de/traumeel%C2%AE-t-ad-us-vet-tabletten.html

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