Märchen der Hundehaltung

„Der hat noch Welpenschutz, dem tut keiner was…“
Einen Welpenschutz gibt es nicht. Daran sollte man immer denken, wenn man mit seinem Welpen auf fremde Hunde trifft, denn sollte der fremde Hund doch mal zu schnappen, kann es sein das er bei Hundebegegnungen demnächst unsicher ist oder Angst hat.
Nur in einem „Hunderudel“ genießen die Welpen weitestgehend Narrenfreiheit.

„Wenn er in die Wohnung macht, muss man ihn nur mit der Nase in seine Exkremente drücken und schimpfen, dann lernt er das“
Das ist Unsinn! Der Hund lernt daraus sicher nicht, dass er nicht in die Wohnung machen darf! Er versteht gar nicht warum man das jetzt mit ihm macht. Es verunsichert ihn wohl eher.

„Eine Hündin muss einmal in ihrem Leben Welpen bekommen haben“
Leider ist dieses Märchen immer noch verbreitet! Warum sollte eine Hündin einmal Welpen bekommen haben? Es hat weder gesundheitliche- noch psychische Folgen, wenn eine Hündin keine Welpen bekommt. Im Gegenteil eine Trächtigkeit und die Aufzucht der Welpen bedeuten auch Stress.

„Von Käse wird der Geruchsinn eines Hundes schlechter“
Das ist natürlich Quatsch, Käse hat keinerlei Einfluss auf den Geruchsinn! Wie sollte der auch den Geruchsinn verderben?

„Um einen Hund zu zeigen wer der Boss ist, muss man ihn auf den Rücken drehen/werfen (Alpharolle)“
Falsch! Diese „Methode“ sollte endlich der Vergangenheit angehören. Eine Unterwerfung kann man genauso wenig erzwingen wie Aufmerksamkeit. Das zerstört wohl eher das Vertrauen beim Hund. Ein souveräner „Rudelführer“ hat es nicht nötig sich ständig behaupten zu müssen oder gar Handgreiflich zu werden.

„Hundepsychologien/ Hundetrainer wissen immer genau was sie tun“
Dies Begriffe nicht geschützt, demnach kann sich jeder Hundetrainer nennen. Vorsicht ist geboten, man sollte sehr genau auf die Kompetenz eines Trainers achten.

Kastration hilft gegen Fehlverhalten“
Falsch, es können sich nur Verhaltensweisen verändern, die mit dem Sexualhormonen in Verbindung stehen oder von ihnen Ausgelöst werden.

„1 Hundejahr entspricht 7 Menschenjahren“
Falsch! 1. das Alter kommt auch auf die Größe des Hundes an. Kleine Hunde werden in der Regel älter als große Hunde. Gilt ein großer Hund schon ab ca. 7 Jahren alt, ist es bei Kleinen Hunden erst ab ca. 10 Jahren so. 2. eine Hündin kann ab einem Alter von 6 Monaten läufig werden und natürlich auch trächtig werden, das währen nach dieser Aussage weit unter 7 Menschenjahren.

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