Wie lange trägt eine Hündin?

Eine Schwangerschaft, auch Trächtigkeit genannt, ist für eine Hündin ein große Umstellung, da sich ihr Bauchumfang in dieser Zeit schnell und beträchtlich verändert. Die Schwangerschaft dauert bei einer Hündin ca. 63 Tage, wenn es nicht durch irgendwelche Umstände zu Problemen oder Umständen von außerhalb kommt. 63 Tage, beginnenden mit dem Tag des Deckens bis zur Geburt der Welpen sind keine lange Zeit und diese sollte man für sich, aber auch die Hündin nutzen.

Am besten sorgt man in dieser Zeit für einen ausgeglichenen und stressfreien Tagesablauf. Große Unternehmungen und Aufregungen sollte man der Hündin zu Liebe vermeiden, damit die Welpen  keinen Schaden nehmen und sich wunderbar entwickeln können. Auch im Bezug auf das Futter sollte man darauf achten, dass eine ausgewogene Ernährung stattfindet.

Vermehrter Schlafbedarf ist normal

Wenn die Hündin nun einen vermehrten Schlafbedarf oder mehr Ruhe verlangt, so ist das völlig normal. Ab der sechsten Schwangerschaftswoche kann man schon die einzelnen Fruchtblasen, in welchen die Welpen liegen, ertasten. Die Hündin hat keine Gebärmutter, sondern sogenannte Gebärmutterhörner, in diesen liegen die Föten der einzelnen Welpen und werden durch die Fruchtkammer versorgt. Manchmal kann man auch erkennen, dass die Welpen sich im Bauch bewegen. Dies kann man am besten beobachten, wenn die Hündin sich zum Ruhen oder Schlafen auf die Seite gelegt hat.

Vorsorgetermin beim Tierarzt

Wenn die Hündin das erste mal trägt, ist es sicherlich ratsam, sie einem vertrauten Tierarzt  vorzustellen um sicher zu gehen, dass alles naturgemäß verläuft. Das gibt dem Hundehalter Sicherheit und überträgt sich somit auch auf die Hündin. Am besten bespricht man mit dem Tierarzt gründlich, welche Vorsorgetermine, Ernährung, Wurmkur und Untersuchungen nötig sind, damit die Hündin in der Schwangerschaft keine Komplikationen erleidet. Manche Tierärzte empfehlen eine Imfpung gegen das Welpensterben. Diese wird am Anfang der Trächtigkeit und zum Ende der Schwangerschaft verabreicht.

Stress und Aufregung vermeiden

Kleine Spaziergänge über den Tag verteilt sind empfehlenswert und hier sollte man sich einfach nach dem Willen der Hündin richtigen. Sie weiß meistens instinktiv, was am besten für sie ist. So eine Schwangerschaft ist nicht nur für die Hündin ein aufregendes Ereignis, sondern auch für die Familie und Freunde. Jeder sollte allerdings verstehen, dass es für die Hündin nur Stress bedeutet, wenn ständig Besuch auftaucht und ihr die Ruhe nicht gegönnt wird.

Die ein oder andere Hündin kann hier schonmal ungehalten reagieren und den Besuch in seine Schranken weisen. Viele dulden auch nur die nächsten Angehörigen in ihrer Nähe und das ist auch völlig normal. Hier unterscheiden sich die Tiere voneinander, was dem einen nicht recht ist, kann dem anderen überhaupt nichts ausmachen. Jeder Hundebesitzer, der sein Tier gut kennt, wird ihm seinen Schutz, den er benötigt bieten.

Der große Tag ist da

Ab dem 60. Tag könnte es bereits sein, dass die Hündin unruhiger wird. Vielleicht läuft sie unruhig hin und her, hechelt vielleicht mehr und man spürt einfach, dass sie sich anders verhält als sonst. Das ist völlig normal und man sollte einfach ganz ruhig in ihrer Nähe bleiben. Wenn die Hündin in einer Wurfkiste ihre Welpen zur Welt bringen soll, so sollte man früh genug damit beginnen, sie daran zu gewöhnen. Ist die Hündin daran nicht gewöhnt, kann es sein, dass sie sich einen eigenen, vielleicht auch etwas ungewöhnlichen Geburtsplatz aussucht.

Irgendwann wird die Hündin zur Ruhe kommen und man kann eine wellenartige Bewegung am Bauch sehen, vielleicht verliert sie auch etwas Urin. Das kann ein Zeichen dafür sein, das der erste Welpe geboren wird. Im Normalfall schafft eine gesunde und kräftige Hündin die Geburt ohne Hilfe. Man kann einfach dabei bleiben und diesen besonderen Anlass miterleben und stolz auf seine Fellnase sein.

 

 

 

Foto: Helmut J. Salzer/pixelio.de

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