Also ich habe Jenna ja quasi nach Buch (es gibt einige erstaunlich gute Werke zum Thema Hundeerziehung), aus Erfahrung mit früheren Hunden und sonst nach Bauchgefühl erzogen. Ich will jetzt echt nicht angeben, aber ich behaupte, sie hört sehr gut.
Ich habe es immer so gehalten, dass es für sie nicht durchschaubar ist, was passiert, wenn ich sie zu mir rufe. Insofern bin ich da voll bei Heike: Dein Hund muss die Erfahrung machen, dass aller meistens was tolles passiert, wenn Du ihn rufst (Spiel, Leckkeri, was Interessantes zeigen, Kuscheln). Viele Menschen, die ihre Hunde draußen von der Leine lassen (und davon gibt es ja Gott-sei-Dank einige) machen den Fehler, dass sie den Hund immer nur dann zu sich rufen, wenn sie Gefahr widdern (anderer Hund, Jogger, Katze, etc. etc. Der Hund verinnerlicht dann ganz schnell: Immer wenn ich gerufen werde, ist die Party vorbei und ich komme an die Leine.
Das darf natürlich nicht passieren. Versuche einfach, Deinen Hund immer wieder zu Dir zu rufen und ihm etwas Nettes angedeihen zu lassen. Nachdem Du das gemacht hast (und ihn am besten zusätzlich über trieben lobst), schickst Du ihn einfach wieder weg (am besten ein festes Kommando, bei dem der Hund weiß: okay - ich kann jetzt wieder machen was ich will, bei uns heißt das Kommando "geh!"). Der Hund verinnerlicht also, dass es gar nicht schlimm ist, abgerufen zu werden. Ganz im Gegenteil - es passiert ja jedes Mal was Tolles. Wenn das gut klappt, dann kannst Du ihm auch zu Dir rufen, um ihn anschließend anzuleinen. Irgendwann - wenn es Deiner Fellnase sozusagen in Fleisch und Blut über gegangen ist - reicht es auch, wenn Du ihn meistens nur lobst.
Als Grundregel hat Heike aber völlig recht. Der Hund muss wissen: Egal wie lecker es hier gerade riecht oder wie sehr ich dem Jogger hinterher rennen möchte: Mein Frauchen ist IMMER interessanter als alles andere.
Viel Erfolg beim Üben
