Neue Strategie von DM?

carla

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

mir ist beim Einkaufen im DM aufgefallen, dass in der Tierfutter Abteilung anscheinend neue, schicke Hunde- und Katzenfutter Sorten aus dem Boden gesprossen sind (im übertragenen Sinne). Allen ist gemein, dass sie besonders "Bio" aussehen, gesund und naturverbunden. Sie überschlagen sich fast mit ihrem gesunden Aussehen.
Habt ihr die auch schon gesehen? Ist das ein neuer Marketing Trick von dm, dass man nun dafür sorgt, dass selbst das Hundefutter möglichst Bio aussieht?
Ich sehe mittlerweile eh viele Menschen bei dm Grundnahrungsmittel kaufen. Eine schlichte Drogerie ist das meiner Ansicht nach schon längst nicht mehr.

Ich frage mich nun, wenn das eine Strategie von dm ist - meint ihr, dass das Futter dann was taugt oder doch nur Mist drin ist? Auf den ersten Blick sahen die Inhaltstoffe eigentlich ganz oke aus. Aber der Preis kann ja nun auch wirklich mit Tierladen mithalten...
Kauft ihr die? Schon ausprobiert?
 

Isabel

Foren-Guru
Keine Ahnung, wir kaufen nicht bei DM und schon gar kein Tierfutter.

Wir füttern frisch und kümmern uns sehr darum, woher das Fleisch kommt. Das Gemüse kommt aus unserem Garten. Gutes Tierfutter kann nicht billig sein, das ist schlicht unmöglich.

Die Gesetzeslage (EU) erlaubt leider noch erhebliche Spielräume bei der Deklaration der Inhaltsstoffe, so daß der Verbraucher - wo auch immer er das Futter kauft - sich sehr bemühen muß, herauszufinden, was wirklich alles im Futter ist.

Wer gutes Hundefutter haben möchte kocht entweder selbst oder füttert frisch und kauft dafür nur allerbeste Zutaten.

Qualität hat ihren Preis, gut und billig ist nicht.

Ansonsten ist mir ziemlich Wurst, welche Politik DM betreibt und ob die Breite des Angebotes das eines Drogeriemarktes sprengt.
 

Scanny

Alter Hase
Naja, von einem "neuen" Marketingtrick kann ja nun wirklich nicht die Rede sein ^^

Alles was es zu kaufen gibt, ist vom Design her so durchdacht, dass es den Käufer beeinflussen soll.
Meine Schwägerin kauft für ihre 2 Jährige Tochter auch "Bärchenstreich" anstatt die stink normale Leberwurscht. Es zieht.
Und es zieht bei Jedem - Jeder ist durch Werbung und Design beeinflussbar. Der Eine mehr, der andere weniger. Aber beeinflussen lässt sich wirklich jeder.

Möchte ich ein Duschbad für mich, shaue ich nach Preis, Optik und auch n bisschen nach den "Naturkosmetikreihen" - möchte ich eins verschenken achte ich auf schicke, hochwertige Verpackung.
Da kaufe ich das Duschbad,wo mir das Design sagt "Ich bin hochwertig, nimm mich, nimm mich!".
wer guckt denn heute bei jedem Produkt auf Inhaltsstoffe und vergleicht die mit den 30 anderen Alternativen im Regal ;)

Und es ist auch seid Jahren ein Trend, dass der Verkäufer auf "Bio" und gesund und Natur achtet.
Die selben Leckerlies, kannst du einmal in in eine bunte Plastiktüte stecken mit nem netten Hund drauf. Oder in eine braune "Öko-Papier-Tüte". Verschlossen mit nem Binfaden.
Der Trend geht wirklich zu "weniger ist mehr".
Ich nehme mich da nicht aus - ich kaufe auch lieber Hundekekse aus der Bio-Verpackung, anstatt die in der bunten und quitschigen Verpackung von Vitakraft.

Aus dem selben Trend "Hauptsache Gesund und naturverbunden" haben sich auch so viele Hundefuttermarken entwickelt.
Wolfsblut, Wolf of Wilderness usw. Sie verfolgen ganz konsequent das "Naturverbundene" Image - und das mit sehr sehr großem Erfolg.
Inhalte und Produktionsverfahren sind die selben wie bei vielen anderen Hundefuttersorten.
Aber weil ein Wolf drauf ist, weil die internetseite "Wildness" suggeriert und auch der Name toll klingt, wirds gekauft.


Nur weil ein Produkt mit einer Strategie vermarktet wird, heißt das nicht dass es nichts taugt.
Gleichzeitig heißt das aber auch, wenn es möglichst gesund aussieht, heißt das nicht automatisch dass es möglichst gesund ist.
Wie gesagt, so ziemlich ALLE Produkte werden mit einer Stragtegie auf den Markt gebracht.
Es gibt ganze Studiengänge die sich nur mit "Produktgestaltung" beschäftigen. Und menschliche Psychologie (Kaufverhalten) spielt dabei eine große Rolle ...

Wie gesagt, beeinflussbar sind wir alle.
Doch bei wichtigen Dingen (Wie Hauptfutter des Hundes) sollte man sich schon Gedanken machen und genauer hinschauen udn über die "Marketing-strategien" hinausschauen können.
Wolfsblut ist kein schlechtes Hundefutter - aber mMn ungerechtfertigt teuer.

Die Marken von dm kenne ich nicht - denke aber dass ein Discounter kein gutes Hunefutter im Sortiment hat. Daher würde ich da auch kein Hundefutter kaufen.
 

Isabel

Foren-Guru
Gehen wir doch mal mit Logik an die Sache:

Wie hoch ist der Wasseranteil im Frischfleisch und wie viel kostet durchschnittlich ein Kilo davon?

Fleisch enthält im Durchschnitt etwa 70% WASSER.

Wie viel müßte dann ein kg Trockenfutter kosten, das einen wirklich hohen Fleischanteil hat?

Wir haben für die kleine Cora, die 3 1/2 Monate alt ist, frisches Rindfleisch gekauft, das Kilo zu 7 € (Schmorfleisch beim Fleischer, nicht aus dem Supermarkt), weil wir uns nicht getraut haben, dem Welpen das von Alma im Winter sauer verdiente Lammfleisch wegen des hohen Fettanteils zu geben. So, dann kann man mal rechnen, wie viel 1 kg Trockenfleisch kosten müßte. Auch wenn man dann bei Trockenfutter nur von einem Fleischanteil zwischen 30 und 50% ausgeht, kommt man - einfacher Dreisatz - auf einen sehr hohen Preis für gutes Trockenfutter.

Ich stelle hier mal einen gut recherchierten Blogartikel dazu ein, den ich sehr interessant finde. Das Hundefutter von DM ist sowieso keine Diskussion wert.

http://ultrablog1.de/fleischanteil-im-hundefutter-umrechnung-fleisch-zur-trockenmasse/
 

carla

Aktives Mitglied
Neu ist an der Strategie weiß Gott nichts. Die Verkaufs-Strategien für Hundefutter ist immer noch zu 100% an die Käufer, uns Menschen, gerichtet. WIR sollen denken, dass es besonders gesund ist. Nicht unsere Hunde. Denen ist auch egal, ob ein Hund auf der Verpackung besonders fröhlich aussieht oder besonders wölfisch, naturverbunden.
Ich habe die "neue" Reihe von dm auch gesehen; ist mir aber auch zu teuer, alles einzeln zu kaufen. Ich bestelle lieber weiter in größeren Mengen. Nur wenn es mal eng wird, würde ich notfalls darauf zurückgreifen.

@Isabel: Danke für den Link mit der Erklärung. Das ist ja ein ziemliches Gerechne (trotz Dreisatz), aber ein super guter Tipp, wenn man zB bei dm steht und sich bewusst werden will über die Inhaltsstoffe.
Scheiden sich eh die Geister über die richtige Ernährung. Ich habe auch eine Zeit lang mal BARF ausprobiert, aber ich hatte den Eindruck, dass das hier nicht so sehr geschmeckt hat, also bin ich wieder davon weg. Das ist mir eh das Wichtigste, dass es dem Hund schmeckt.

Ob ein Futter gut oder schlecht ist, kann man diskutieren. Die einen vertrauen nur Barfern, die anderen dem TA und wieder andere Stiftung Warentest.
"Stiftung Warentest hält an der Aussage fest, dass Trockenfutter das beste Futter wäre, die Nassfutter- und Barf-Liga hält verständlicher Weise dagegen." (Quelle: https://www.heyhund.com/hundefutter-test/)
Ich muss gestehen, so lange mein Hund nicht krank wird von dem Futter, habe ich kein Problem mit Dosen. Ich esse ja auch Tiefkühlpizza.
 

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