Wie setzt man einen Hund auf Diät?

Ruthilde

Mitglied
Hallo!

Wenn alles klappt übernehmen wir bald einen sehr übergewichtigen Hund und ich frage mich jetzt wie man das Abnehmen bei Hunden möglichst schonend macht!

So viel Bewegung wie schon geht - das ist klar, so wenig Leckerlis wir möglich, nie was vom Tisch geben.

Aber wie mach ich das mit dem Futter? Ein Hund hungert ja nicht aus eigener Entscheidung und ich möchte, dass es ihr bei uns auch gefällt!

Sollte ein stark übergewichtiger Hund schnell abnehmen oder ist es besser das langsam zu machen?

Wie berechne ich die Futtermenge?

Und wie ist das am Esstisch? Es duftet dann und den Kindern fällt ja auch immer wieder was runter ... sollte ein Hund mit im Raum sein dürfen (weil er ja zur Familie gehört) oder sollte man ihn bei den Essenszeichen aussperren?
Die Hündin meiner Oma war immer unter dem Tisch, hat einem ihren Kopf in den Schoß gelegt und so süß gebettelt o_O und wenn was runtergefallen ist war das schon in ihrem Maul bevor es den Boden überhaupt berühren konnte!

Ich freu mich schon auf eure Tipps!
 

Qoldlady

♡Lovepo!nts♡
Herzlich willkommen, Ruthilde!

Wir hatten selbst mal einen sehr übergewichtigen Hund übernommen. Ich habe einfach die Futterration, die dieser Hund normalerweise bekommen hätte als nicht übergewichtig um ein Viertel rdeuziert. Auch Leckerli waren machbar...wurde allerdings von der Futtermenge abgezogen, deshalb bieten sich kalorienarme Leckerli, wie z.B. getrocknete Lunge an.

Wenn eure Kinder gern mal was vom Tischbfallen lassen, würde ich den Hund während des Essens nicht in den Raum lassen. So kannst du auch kontrollieren, dass er nichts zusätzlich aufnimmt. Dem Hund wird das auch nichts ausmachen...sobald eine solche Regel durchgesetzt ist, wird das für den Hund Alltag.

Und natürlivh viel Bewegung...wie du selbst schon schreibst.

Mit dieser Methode hatten wir unsere kleine Maus innerhalb eines Dreiviertel Jahres vom doppelten auf Normalgewicht runter...und dann bekam sie auch die Ration auf normales Maß erhöht.
 

Qoldlady

♡Lovepo!nts♡
Nich was vergessen:

Von Light-Futter halte ich absolut gar nichts! Sehen manche anders, aber diese Futtersorten sind nichts anderes, als Light-Produkte bei Menschen...sie gaukeln etwas vor, was sie nicht halten können und den einzigen Vorteil, den sie haben, ist, dass sie den Herstellern satte Gewinne einbringen, weil sie entsprechend teurer sind, als "normale" Futtersorten. Also lieber von der Menge runter, als Lightprodukte füttern, die den Hund meist gar nicht satt machen.

Außerdem kann man zur besseren Sättigung auch einfach mal etwas Gemüse als Leckerli zwischendurch zum Knabbern geben, wie Möhre oder Gurke uvm. Das würde ich dann nichtmal von der Futtermenge abziehen, weil die Kalorien kaum ins Gewicht fallen.
 

Ruthilde

Mitglied
Ja, das mit dem Lightfutter leuchtet mir ein. Bei uns Menschen halte ich auch nur sehr wenig von Lightprodukten.

Aber fühlt sich der Hund dann nicht den ganzen Tag hungrig, wenn er plötzlich so viel weniger Futter bekommt? Könnte man z. B. einen Teil des Futters durch Schwarzbrot-Krümel oder was anderes ballaststoffreiches ersetzen?
 

Scanny

Alter Hase
Hallo,

auch ich würde auf Light-Produkte verzichten.
Und ich würde ein hochwertiges Futter kaufen.
Damit der Hund trotz reduzierter Menge alles wichtige bekommt und vor allem auch Energie hat - für die Bewegung.

Gerade für den Anfang des Hundeeinzuges, wo man ja doch noch oft mit "Leckerlie" belohnen möchte oder Situationen "schönfüttert".
Fidne ich bietet sich Trockenfutter an.
Wir haben zu Beginn gemischt - Morgens, als frühstück quasi, ein gutes Nassfutter (hälfte der Tagesration), und den Rest des tages über immer mal zwischendurch Trockenfutter anstelle von Leckerlies. das hat sehr gut geklappt bei uns - auch wenn oft gesagt wird, dass man beide Futtersorten nicht zusammen füttern sollte.
Bei uns gab es keine Probleme.

Nach ca. 2 Jahren sind wir auf Barf umgestiegen
Finde ich für uns sehr geeignet - aber ich bin froh dass wir am Anfang das Trockenfutter anstelle Leckerlies benutzt haben - das hat gerade am Anfang viel geholfen.

Wichtig ist auch, dass man mit der Bewegung langsam anfängt.
Jeh nachdem wie viel der Hund auch schafft.
Lieber 6 mal kleinere Runden am Tag,
anstatt täglich einen 3h Marsch zu verlangen.

Und zu Beginn auch nicht gleich Joggen oder Fahrrad fahren oder den Hund mit Bällchen spielen "zu Tode" hetzen.
Ich verlange von nem 150kg Menschen auch nicht gleich dass er 30 Minuten joggen geht.

Zum Menschenessen am Tisch mit Hund:
da gibt es kein Patentrezept - da muss jedes "Mensch-Hund-Team" den Weg finden, der für einen selber am besten ist.
Lass den Hund erstmal ankommen und gucke wie er reagiert wenn ihr am Tisch esst.

Vielleicht hat er shcon von beginn an ne super Selbstbeherrschung und bleibt ganz entspannt in eurer nähe liegen.
Vielleicht würde er am liebsten selber mit rauf springen und ihr müsst hier noch "Hausregeln" erklären.

Wichtig ist immer dass du dich in den Hund hineinversetzt, schaue wie es ihm mit deiner Behandlung geht. Aber behalte auch deine Wünsche/Hausregeln im Kopf.
Der beste "Mittelweg" ist es, eure Forderungen so zu stellen, dass der Hund eine Chance hat dieser nachzukommen. Bzw. diese nach berücksichtigung seiner Fähigkeiten zu erlernen.

Wenn er selber total hungrig ist (weil er erst zum Mittag was bekommt ihr aber frühstück essen wollt) wäre es sehr unfair von ihm zu erwarten, dass er still im Raum liegt udn nicht mal betteln kommt oder so.

Wenn der hund panische Angst hat in den ersten Wochen alleine zu bleiben, wäre es unfair ihn von familienmomenten auszuschließen udn ihn in einen Raum zu sperren.

Ich persönlich möchte meinen Hund bei "Familienmomenten" (wo die Mahlzeit definitiv dazu gehört) dabei haben.
Ich würde es so machen bei einem neuen Hund:
- Ihm einen Platz in der Nähe des Tisches einrichten (bei uns ist das hinter meinem Stuhl) - einen ruhigen Platz wo nicht ständig jemand lang läuft, wo er nicht ständig abgelenkt ist - am besten in einer Ecke oder so)
- mir eine schale Trockenfutter schnappen und mit auf den Tisch stellen
- Alle setzen sich an den tisch, man fängt ganz normal an zu essen
- einer (in meinem Falle ich ;) ) kümmert sich darum, dass der hund auf seinem Platz bleibt.
Also: immer wnen er betteln kommt, nehm ich mir ein Futterstück aus der schale, gehe damit zum HundePlatz (die Familienmitglieder ignorieren den hund) - wenn der hund mich ignoriert, zeige ich ihm auchd as futterstück und locke ihn
- Ist der hund am Platz, halte ich das stück in der faust und warte bis er sich hinlegt oder setzt - hat er das getan, öffne ich die hand udn er bekommt das stück.

Das muss man am Anfang vermutlich sehr oft machen bis er lernt, dass es auf dem Platz was gibt und am Tisch nicht.
Auf dem Platz sein lohnt sich, betteln lohnt sich nicht.

Vielleicht ist der hund auch von seiner frustrationstoleranz her gar nicht so weit, das er das schafft - weiß ich nicht - dann muss was anderes her.
Das kann man aber erst dann entscheiden udn überlegen was passt, wenn der hund im Haus ist ^^
wie gesagt, so würde ich es mit einem neuen Hund anfänglich machen und dann gucken, wie er drauf reagiert.
Arek hate s so in 2 tagen gelernt.
Wenn wir fertig sind mit Essen udn er die ganze Zeit über auf dem Platz geblieben ist (was ja mittlerweile routine ist) bekommt er immer noch was cooles vom Tisch - als Belohnung quasi fürs Nicht-betteln (die letzte Wurstscheibe oder er darf den Joghurtbecher ausleckern oder so)

Aber, umso ruhiger und entspannter und gelassener ihr euch verhaltet, desto ruhiger wird auch der Hund - und umso einfacher fällt es ihm, bei "Verlockungen" ruhig zu bleiben.

Bei meinen Eltern bettelt Arek auch ganz oft am Tisch - setzt sich hin und guckt.
Meine Mutter findet das "furchtbar" udnd enkt immer der hund verhungert.
Sie spricht dann die ganze Zeit in so ner hohen stimme, rewnnt los um was aus dem Kühlschrank zu holen für ihn, wundert sichd ass er weiter bettelt, streichelt ihn um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen usw. ^^
Dass arek da nicht ruhig liegen bleibt ist klar :p

Von Füllstoffen weiß ich nichts.
Aebr es gibt viele Hunde die auf großen rohen Möhren gerne rumkauen - ähnlich wie Kauknochen.

Von den getrockneten Rinterhautknochen würde ich übrigens komplett absehen,
ich denke auch Knabberspass wie Ochsenziemer und Schweineohren sind für die Figur nicht sooo der Hit - da bin ich aber nicht sicher ...
Dann eher zum Kauen n schön großes geweihstück (Hirschgeweih oder Elch) - so Kauwurzeln gibt es ja auch, sind mir aber zu klein.
ich habe die Erfahrung gemacht dass lieber und öfter gekaut wird, wenn das stück richtig schön groß ist, dann kann Hund das auch shcön festhalten.

Anstelle von Kaubeshcäftigung kann man auch "Schleckbeschäftigung" anbieten.
Ich mach im Sommer immer Hudneeis selber - (geht natürlich auch im Winter) und arek liebt es.
Da kann man die Zutaten ja auch variieren.
Als Basis nehme ich Laktosefreien Joghurt oder Magerquark (kann man ja auf den Fettgehalt achten).
Und mit 1-2 rohen Einern vermixt. dann verrührt man vershc. Sachen rein, was Hund so mag.
Bei usn gibt es Schinkenwürfel, Käsestücke, Leberwurst ...
Vielleicht geht ja bei euch kleingeschnittenes Gemüse, oder Apfel oder Banane.

Das wird dann auf kleine Dosen/Becher/Schälchen verteilt und eingefroren.
Wichtig ist ne große Öffnung dass der Hund gut mit der Zunge reinkommt. Der Kong eignet sich hierfür auch ganz hervorragend.
mengentechnisch kann man die Fautregel "Eine Kugel Eis für einen ca. 30KG schweren hund am Tag" anwenden (wobei ich beim übergewichtiugen Hudn nicht jeden Tag Hundeeis geben würde denke ich) - da Arek nur 10 Kg hat, mache ich sehr kleine Eisportionen ;)
Und ich muss das Eis IM behälter geben - sonst hat Arek dass in 3 Hapsen weg - udn ich glaube das ist nicht so super für den Magen - außerdem soll er ja schlecken udn sich beschäftigen + "langsam abkühlen im Sommer"

Eis ausschlecken mit dem mesnchen zusammen kann auch, gerade für den Anfang, eine Vertrauensbildende, Bindungsförderne Maßnahme.
vor allem wenn man nicht so viel Futter geben darf wegen Übergewicht.
Wenn du Eis aus dem Eisfach nimmst, dich damit auf den Boden setzt und das Gefäß fest hältst.
Dabei ganz ruhig sitzen bleibst, nicht die schüssel wegziehen, Hund streicheln oder sonst was (Achtung, mein kleiner Hund produziert beim Schlecken ne riesen Sauerei^^)
Der hund kann dann aus deiner Hand schleckern und lernt,
du gibst ihm was leckeres, es ist schön in deiner Nähe zu essen, du hast das Futter in der Hand und machst es ihm nicht streitig, du "teilst" mit ihm.
"Liebe geht durch den Magen" ;)

(Aber Bindung wird natürlich nicht nur mit Futter aufgebaut!)
 
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Qoldlady

♡Lovepo!nts♡
Wichtig ist auch, dass man mit der Bewegung langsam anfängt.
Jeh nachdem wie viel der Hund auch schafft.
Lieber 6 mal kleinere Runden am Tag,
anstatt täglich einen 3h Marsch zu verlangen.

Dem kann ich nur zustimmen!


Lass den Hund erstmal ankommen und gucke wie er reagiert wenn ihr am Tisch esst.
Vielleicht hat er shcon von beginn an ne super Selbstbeherrschung und bleibt ganz entspannt in eurer nähe liegen.

Ich bezweifle, dass ein stark übergewichtiger Hund irgendwelche Anzeichen von "Selbstbeherrschung zeigt in Verbindung mit Futter. Außerdem ist es für einen Hund immer das Beste, wenn Regeln, die aufgestellt werden sollen, VON ANFANG AN gelten und nicht erst eine "Lightvariante" eingeführt wird.



Wenn er selber total hungrig ist (weil er erst zum Mittag was bekommt ihr aber frühstück essen wollt) wäre es sehr unfair von ihm zu erwarten, dass er still im Raum liegt udn nicht mal betteln kommt oder so.

Nein, das ist nicht unfair aus Sicht des Hundes. Hunde untereinander würden ein Betteln auch nicht zulassen aus Fairness! Im Gegenteil, da herrschen klare Regeln, wie weit sich ein anderer Hund nähern darf. Ein Hund hat kein Menschendenken...für den gibt es nicht fair oder unfair! Aber klare Abgrenzungen zu beachten, wenn sie durchgesetzt werden, liegt in seiner Natur. Es ist keine Qual für einen Hund, klare (auch räumliche) Grenzen zu beachten.

Außerdem meinte ich auch nicht, man soll einen Hund während der Mahlzeiten in ein anderes Zimmer "sperren", es reicht, wenn man durchsetzt, dass er z.B. an die Schwelle zum Esszimmer/Küche nicht überschreitet!


Ich würde es so machen bei einem neuen Hund:
- Ihm einen Platz in der Nähe des Tisches einrichten (bei uns ist das hinter meinem Stuhl) - einen ruhigen Platz wo nicht ständig jemand lang läuft, wo er nicht ständig abgelenkt ist - am besten in einer Ecke oder so)
- mir eine schale Trockenfutter schnappen und mit auf den Tisch stellen
- Alle setzen sich an den tisch, man fängt ganz normal an zu essen
- einer (in meinem Falle ich ;) ) kümmert sich darum, dass der hund auf seinem Platz bleibt.
Also: immer wnen er betteln kommt, nehm ich mir ein Futterstück aus der schale, gehe damit zum HundePlatz (die Familienmitglieder ignorieren den hund) - wenn der hund mich ignoriert, zeige ich ihm auchd as futterstück und locke ihn
- Ist der hund am Platz, halte ich das stück in der faust und warte bis er sich hinlegt oder setzt - hat er das getan, öffne ich die hand udn er bekommt das stück.
Einen solchen Schwachsinn hab ich lange nicht gelesen. Genau so zieht man sich einen Bettler heran!



Aber fühlt sich der Hund dann nicht den ganzen Tag hungrig, wenn er plötzlich so viel weniger Futter bekommt? Könnte man z. B. einen Teil des Futters durch Schwarzbrot-Krümel oder was anderes ballaststoffreiches ersetzen?
Abnehmen, ganz ihne hungern wird wohl nicht möglich sein. Ist bei Menschen nicht anders. Allerdings mit 3/4 Normalbedarf hält sich der Hunger in Grenzen...vor allem wenn man Gemüse zum Knabbern anbietet.

Auf keinen Fall solltest du Schwarzbrotkrümel geben, gerade Brot enthält viele Kalorien...abgesehrn davon auch Getreide, das für einen Hund nicht besonders gut ist. Man kann ihn nicht mit uns Menschen vergleichen, was drn Bedarf von "Balaststoffen" angeht. Ein Hund ist ein Fleischfresser = ganz andere Bedürfnisse als wir Menschen als Alles(fr)esser.
 

Scanny

Alter Hase
Ich bezweifle, dass ein stark übergewichtiger Hund irgendwelche Anzeichen von "Selbstbeherrschung zeigt in Verbindung mit Futter. Außerdem ist es für einen Hund immer das Beste, wenn Regeln, die aufgestellt werden sollen, VON ANFANG AN gelten und nicht erst eine "Lightvariante" eingeführt wird.
Ich denke schon dass ein stark Übergewichtiger Hund Selbsbeherrschung haben kann..
Frustrationstolleranz hat nix mit dem Gewicht zu tun.
Mein Hund kann fett werden wenn ich ihm zu viel und das falsche Futter gebe und er sich nicht genug bewegt. Trotztdem kann er über Selbsbeherrschung verfügen.
Mein Hund kam z.B. mit Untergewicht zu mir - und hatte vom 1. Tag an ne Bomben-Selbstbeherrschung - obwohl er sehr verfressen ist (alles frisst und für Futter fast alles tun würde)

Und ja, Die Hausregeln sollten von Anfang an gelten, da gehe ich mit. Habe auch nichts anderes behauptet.
Aber jetzt schon genau festzulegen WAS man macht, obwohl man den Hund und seine Selbstbeherrschung nicht mal kennt, ist Schubladendenken.
Dahe rmeinte ich, erstmal gucken wie er sich am Tisch benimmt und DANN schauen wie man damit umgeht.
Sich vorher Gednaken zu machen und Ideen zurecht zu legen ist natürlich sinnvoll.
Aber es gibt versch. Wege um die Hausregeln durchzusetzen - und jeder Hund kommt mit den unterschiedlichen Wegen unterschiedlich gut zurecht.

Nein, das ist nicht unfair aus Sicht des Hundes. Hunde untereinander würden ein Betteln auch nicht zulassen aus Fairness! Im Gegenteil, da herrschen klare Regeln, wie weit sich ein anderer Hund nähern darf. Ein Hund hat kein Menschendenken...für den gibt es nicht fair oder unfair! Aber klare Abgrenzungen zu beachten, wenn sie durchgesetzt werden, liegt in seiner Natur. Es ist keine Qual für einen Hund, klare (auch räumliche) Grenzen zu beachten.
Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Oder du bist von meiner "Wattebasuch-Dutzi-Dutzi-Hundeeinstellung" etwas genervt und hast meine Aussage fehinterpretiert.
Ich denke auch dass der Hund weder fair noch unfair in diesem Zusammenhang kennt.
Aber es ist unfair wenn ICH erwarte dass er vom 1. Tag an Still sitzten bleiben lernt bei großer Verlockung/Ablenkung, wenn seine eigenen Bedürfnisse im Keller sind.
Wenn ich eine Erwartungshaltung habe und der Hund diese nicht erfüllt, werde ich grantig - das liegt in der Natur des Menschen.

Nicht selten denkt man dann "Blödes Vieh! Das muss der Können! Der muss mich ernst nehmen! Ich hab das Sagen! der will mich doch provoztieren!" ... usw.

Und das ist, aus meiner Sicht unfair:
vom Hund etwas zu verlangen obwohl ich, als "Rudelführer" nicht die Bedingungen dafür geschaffen habe.

Außerdem meinte ich auch nicht, man soll einen Hund während der Mahlzeiten in ein anderes Zimmer "sperren", es reicht, wenn man durchsetzt, dass er z.B. an die Schwelle zum Esszimmer/Küche nicht überschreitet!
Einen solchen Schwachsinn hab ich lange nicht gelesen. Genau so zieht man sich einen Bettler heran!
Ob er nun im anderen Raum bleiben soll oder ruhig auf einem Platz in der Nähe, ist doch egal.
Du erreichst es mit den selben Wegen und es hat den selben Effekt - der Hund bettelt nicht am Tisch.
Ich habe EINE Möglichkeit beschrieben, wie ich dem Hund verständlich machen kann, was ich von ihm will.
Ob ich ihn belohne wenn er im Nebenzimmer bleibt oder wenn er auf dem Platz in Tischnähe, liegt ist doch wumpe.

Natürlich geht es auch anders, körperliches Bedrängen z.B. - ihn jedes mal zurück drängen mit "dominanter Körpersprache" meinerseits.
Oder ich ziehe ihn jedes mal am Halsband/Geschirr zurück an den Ort, wo er hin soll.
Man könnte ihn auch dort festbinden wo er bleiben soll - unterscheidet sich aber auch nicht vom "einsperren".
Kann man so machen - ist nicht meine Art mit einem neu angekommenen Hund umzugehen.

- Meine Leckerlie-Methode,
- das körperliche zurück drängen des Hundes
(wie es vielleicht Hunde untereinander machen - allerdings bin ich kein Hund, das weiß ich und auch mein Hund - er weiß das ich ein Mensch bin - auch wenn ich mich noch so anstrenge, ich kann nicht so kommunizieren wie es ein Hund tun würde - also bleibe ich bei menschlicher Kommunikation, das ist "echt" - souverän und verlässlich)
- das zurück ziehen an Halsband/Geschirr/Hausleine

Alles hat den selben Aufwand (ich muss jedes mal wieder aufstehen) - und alles hat den selben Effekt (der Hund bleibt irgendwann liegen wo er ligen bleiben soll).

ICH habe die Leckerlie-Methode vorgeschlagen weil ich überzeugt davon bin, dass Hunde durch positive Bestärkung schneller lernen.
Ein Hund braucht Regeln, vom 1. Tag an, JA.
Es ist meine Aufgabe ihm Sicherheit und Struktur zu geben - das schaffe ich nur durch Regeln, Konsequenz/Kontinuität - aber
dem Hund ist es egal wie ich die Regeln aufbaue/verständlich mache.

Und das es "Schwachsinn" ist, ist einfach falsch.
Arek hat nach der 3. oder 4. Mahlzeit bei uns ohne aufzustehen auf seinem Platz gelegen und ist nicht betteln gekommen.
Ich habe durch diese Methode keinen bettelnden Hund.
Sondern einen der schnell und fair begriffen hat, dass er beim Essen am Tisch auf den Platz geht.
 
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Qoldlady

♡Lovepo!nts♡
auch wenn ich mich noch so anstrenge, ich kann nicht so kommunizieren wie es ein Hund tun würde - also bleibe ich bei menschlicher Kommunikation, das ist "echt" - souverän und verlässlich)
Tja...da sind wir beide dann wohl sehr unterschiedlicher Auffassung. Hundesprache ist sehr viel deuticher als menschliche Kommunikation...genau deshalb - weil Menschen bei ihrer menschlichen Kommunikation bleiben - funktioniert oft wenig in der Interaktion mit Hunden.

Abgesehen davon scheinst du den Eindruck zu haben, ich würde mit meinen Hunden ziemlich "dominant" umgehen. Das Gegenteil ist der Fall, kann ich dir versichern. Aber wenn ich ein Verhalten wünsche/nicht wünsche, sage ich nicht einmal "Hü" ein anderes Mal "Hot", sondern ich setze es mit viel GEDULD und Konsequenz von Anfang an durch.

Und die von dir angesprochene positive Bestärkung muss nicht aus Leckerli bestehen - ist auch bei einem übergewichtigen Hund nicht gerade die beste Wahl. Kann man oft auch mit Lieblingsspielzeug oder einfach nur mit Lob erreichen (und da spreche ich durchaus aus Erfahrung!).

Ich will mich aber nicht mit dir streiten...wir kommen sicher nicht auf einen Nenner...und dem TE ist damit auch nicht geholfen. Also sei's drum...jedem seine Meinung.
 

Scanny

Alter Hase
Ja, mit unterschiedlichen Auffassungen kann ich auch gut leben.
Kommt auch immer auf die eigene Erfahrung und Lebensumwelt an, zu nwelchen Schlüssen man selber kommt.
Ich habe z.B. häufig Erfahrungen in die andere Richtugn gemacht. Dass es zu Missverständnissen wenn der Mensch meint, er würde Kommunizieren wie ein Hund (was er aber völlig falsch nachmacht/interpretiert - und ein Hund ihn daher gar nicht verstehen KANN)
Weiß aber auch dass es genau anders herum laufen kann - Extreme gitb es auf allen Seiten.

Ich weiß nicht wie du mit deinen Hunden umgehst und maße mir auch nicht an das zu beurteilen.
Aber die Aussage "Das ist Schwachsinn!" ließ mich schon annehmen dass es für dich nur "schwarz-weiß" in der Hundeerziehung gibt.
Entweder "Wattebausch-Leckerlie-Schleuder" oder "Dominanzgedöhns-Und Big-Boss-Unterwerfungstheorie"
Vermutlich irre ich mich da.
Aber nur wiel ich positive Bestärkung und Futterbelohnung mache, heißt das nicht dass ich inkonsequent bin.

Und klar kann man auch anders positiv bestärken, es muss udn sollte auch gar nicht immer Leckelrie sein.
Aber man sollte schon gucken WAS für den Hund in der betreffenden Situation eine angemessene Belohnung ist.
Und man kann am 1. oder 2. tag nicht wissen, was jetzt genau die Vorlieben des Hundes sind - udn Futter/Leckerle geht einfach bei den meisten.
(Für meinen Hund ist weder Lob, noch streicheln, noch Spiezeug (draußen) eine Belohnung. - es kommt ahlt immer auf das Individuum an)

Zumahl es sinnvoll ist mit dem zu belohnen, was der Hund gerade begehrt - in schwierigen Situationen.
Wenn er nach Essen giert, ist es die tollste Belohnung für erwünschtes verhalten, mit essen zu belohnen.
Wenn er zum Hundekumpel rennen will, ist es die tollste Belohnung ihm die Erlaubnis dafür zu geben NACHDEM er gewünschtes Verhalten gezeigt hat.

Dass Leckerle für nen Übergewichtigen Hund nicht sinnvoll ist, schrieb ich bereits im ersten Post.
Daher ja auch Trockenfutter von der Tagesration anstelle von Leckerlie benutzen ... WENN man sich für diesen Weg entscheidet.
 

Ruthilde

Mitglied
Okay, jetzt bin ich vollends verwirrt! Vielleicht ist das je nach Hund auch unterschiedlich?

An sich zählt für mich auch das Essen als Familienmoment und es würde mir irgendwie weh tun den Hund dann da auszuschließen. Andererseits freut sich ein Hund dann vielleicht auch mal den Rest der Wohnung in Ruhe für sich allein zu haben? Vermutlich ist es besser wir stecken die Grenzen am Anfang lieber etwas enger.
Aber dass man die Regeln festelegen sollte, bevor der Hund in die Familie kommt, das hab ich mir auch schon gedacht! Seh ich immer bei meinen Kindern, wenn man einmal was durchgehen lässt kriegts man später dafür den dreifachen Ärger. :mad:

Das mit dem Gemüse zum knabbern find ich gut und das Joghurteis ist eine lustige Idee!

Danke Ute für den Link, habs schon durchgelesen :)

Leider sieht es gerade so aus, als ob der Hund auf seiner Pflegestelle übernommen wird. Aber mal schauen.
Es ist ja auch so gut, darüber Bescheid zu wissen und sich Gedanken gemacht zu haben. Früher oder später wird es einem Hund zu gute kommen! :)
 

Scanny

Alter Hase
Er kommt von einer Pflegestelle?
Dann frag doch mal nach wie es dort mit der Essensituation gehandhabt wird und wie die frustrationstolleranz allgemein so bei dem Hund ist?
Wenn er doch abgegeben wird.

Ich glaube kaum dass der Hund sich freut den Rest der Bude alleine für sich zu haben während ihr esst ;)
Als Rudeltier will er normalerweise dabei sein (Ausnahmen bestimmen die Regel).
Ob man dem Hund dann aber den "Willen" dabei zu sein erfüllen kann, muss man dann in der individuellen Situation sehen.

Es sei denn es ist soe viel Stress und Hektik und laut bei euch am tisch, dass der Hund sich zurückziehen möchte.
Davon gehe ich jetzt aber mal nicht aus. udn wenn es allgemein sehr laut und hektisch zugeht bei euch
sollte der Hund eh nen ruhigen Rückzugsort bekommen den er aufsuchen kann wenn es ihm zuviel wird.
Auf den er aber auch mal geshcickt werden kann wenn er "aufdreht". Einen Platz auf dem er runterfahren kann wenn er es will und wenn er es soll.
 

Isabel

Foren-Guru
@Scanny: Schau mal, was Ruthilde in ihrem Post geschrieben hat, das hast Du offenbar im Eifer um Erziehungsfragen übersehen:

Leider sieht es gerade so aus, als ob der Hund auf seiner Pflegestelle übernommen wird. Aber mal schauen.
Es ist ja auch so gut, darüber Bescheid zu wissen und sich Gedanken gemacht zu haben. Früher oder später wird es einem Hund zu gute kommen! :)
@ Ruthilde, ja, das glaube ich, daß Du ein wenig verwirrt bist, da das Thema Diät von den Erziehungsfragen überlagert wurde.
Qoldlady hat das schon sehr gut dargestellt, das Futter reduzieren und wenn ein Hund es mag, auch mal Gemüse oder Obst zum knabbern geben. Nicht jeder Hund muß mit Leckerchen belohnt werden, einige stehen auch auf Spielzeuge, Lob und Streicheleinheiten, das macht nämlich nicht dick und ist bei der Gewichtsabnahme nicht hinderlich. Wenn es dann schon bei einem übergewichtigen Hund Leckerchen sein müssen (für die, die so absolut nicht auf Spielzeuge etc. stehen) empfiehlt sich getrocknete Lunge, die ist kalorienarm!

@ Scanny: Wie wir alle wissen, muß ein Hund in seiner neuen Familie erst ankommen und zeigt erst nach +/- 3 Wochen (abhängig vom Hund) seinen eigentlichen Charakter. Vieles wird also am Anfang nicht erkennbar sein.

Qoldlady hat sich in ihrem Post # 7 die Mühe gemacht, die Ungereimtheiten aus Deinem Post # 5 aufzuführen und hat diese sehr gut begründet. Sie gehört ganz sicher nicht der Dominanzliga an.

Das mit der Frustrationstoleranz beim Fressen meinst Du sicherlich nicht ganz ernst, oder? Wenn ein Hund warten kann, sich also nicht gleich auf das Futter stürzt oder sogar Leckerchen auf der Nase balanciert und erst frißt, wenn es ihm erlaubt ist, so ist das reine Konditionierung und hat mit Frustrationstoleranz reichlich wenig zu tun.

Unterschiedliche Auffassungen in der Erziehung wird es immer geben und zwischen schwarz und weiß gibt es noch viele Nuancen.

Ich bitte darum, hier nur Tips zur Diät zu geben und für eventuell notwendige Diskussionen um Erziehung einen Thread zu diesem Thema aufzumachen.
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Also, als mein Benny bei mir einzog, wog er satte 30 Kilogramm. Benny ist ein Border Collie/Collie-Mix, der so um die 19 bis 21 Kilogramm wiegen sollte. Inzwischen wiegt Benny 21,5 Kilogramm. Da ich meine Hunde barfe, habe ich den Knochen- und Fleischanteil etwas reduziert und dafür ordentlich Lunge gegeben. Lunge hat nur einen geringen Nährwert, aber der Hund wird trotzdem satt. Vielleicht ist das eine Alternative für Dich, Ruthilde, wenn Du dann mal irgendwann eine Fellnase hast. Aber vielleicht klappt es ja doch noch mit der übergewichtigen Fellnase.

Scanny, polarisieren hilft nicht, ebensowenig Deine langen posts mit wenig hilfreichem Inhalt. Und was Isabel gerade über Qoldlady geschrieben hat, findet meine uneingeschränkte Zustimmung.
 

Zorro90

Moderator
Teammitglied
Ruthilde,

als bei uns Alkina einzog, wog sie knapp 23 kg. Sie bekommt aber immer ihr normales Futter. Durch die leicht erhöhte Bewegung liegt das Gewicht nun bei 20,2 kg. Lecker müssen beide ( Diesel und Alkina ) erarbeiten oder es gibt nichts.

P.S. beim Bären hat uns Lightfutter geholfen, aber wenn er in die Küche ging und nur den Herd sah, hatte er ein Kilo mehr auf den Rippen
 

stingray

Neues Mitglied
Ich geben Hill's Metabolic. Es hilft tatsächlich. Mein Hund hat 44Kg gewogen und jetzt, nach zwei Monaten, wiegt er nur noch 38. Wir müssen runter auf 35 ( Golden, weiblich, 9 Jahre)
 

hallo_hund

Aktives Mitglied
Unsere haben sich auch schon lange dran gewöhnt, dass sie beim Essen nicht im Raum sein dürfen.
Wurde von Anfang an gut angenommen.

Am schwierigsten war es für mich, dass bei Freunden und Familie durchzusetzen, dass der Hund nichts am Tisch bekommt!
Die mussten eher erzogen werden, deshalb die Hunde raus

damit es zu keinem blöden Menschenstreit kommt.
 

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