Der Mops: Ein charmanter Lebenskünstler mit kaiserlichen Wurzeln
Der Mops
Kurzinfos & Steckbrief
Der Mops ist ein kleiner Hund mit einer riesigen Persönlichkeit. Sein Motto lautet „Multum in parvo“ (viel Hund in wenig Raum). Er ist der Inbegriff des Gesellschaftshundes: extrem menschenbezogen, humorvoll und ein treuer Begleiter in allen Lebenslagen.
- Herkunftsland: China (Patronat: Großbritannien)
- FCI-Standard: Gruppe 9.11 (Kleine doggenartige Hunde) / Nr. 253
- Größe: bis 35 cm
- Gewicht: Ideal 6,3 kg bis 8,1 kg (häufig schwerer)
- Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre
- Besonderheit: Charakteristische Ringelrute und tiefschwarze Maske
Geschichte: Vom kaiserlichen Palast auf das europäische Parkett
Die Geschichte des Mopses reicht über 2.000 Jahre zurück. Ursprünglich stammt er aus dem Kaiserreich China, wo er als privilegierter Schoßhund der Herrscher lebte. Sein Besitz war zeitweise sogar dem Adel vorbehalten. Im 16. Jahrhundert gelangte der Mops über die Handelswege der Niederländischen Ostindien-Kompanie nach Europa.
Besonders im Hause Oranien erlangte er Kultstatus, nachdem ein Mops namens „Pompey“ den Prinzen von Oranien angeblich vor einem Attentat gewarnt hatte. In der Biedermeierzeit wurde der Mops zum Symbol für bürgerliche Gemütlichkeit, bevor er Ende des 19. Jahrhunderts etwas aus der Mode kam. Heute erlebt er eine Renaissance als einer der beliebtesten Stadthunde weltweit, wobei verantwortungsbewusste Züchter heute verstärkt auf die Rückkehr zu einer gesünderen Anatomie (längerer Fang) achten.
Erscheinungsbild: Kompakt, quadratisch und markant
Ein Mops ist unverkennbar. Sein Körperbau ist „gedrungen“, was bedeutet, dass er kurz, quadratisch und sehr muskulös wirkt. Alles an ihm sollte fest und kompakt sein, niemals dünn oder hager.
Fell, Farben und Maske:
- Fellstruktur: Das Haar ist kurz, glatt, weich und glänzend. Es liegt flach an und sollte sich niemals hart oder drahtig anfühlen.
- Farben:
- Beige: Die häufigste Farbe (von Weißgelb bis Gelbbraun).
- Silbergrau: Eine seltene, edel wirkende Nuance.
- Schwarz: Tiefschwarz glänzend.
- Abzeichen: Das Gesicht ist geprägt durch eine tiefschwarze Maske, Stirnflecke (der „Diamant“) und Muttermale an den Backen. Diese Kontraste sollten so klar wie möglich abgegrenzt sein.
- Rute: Die Rute ist hoch angesetzt und so eng wie möglich über die Hüfte geringelt (eine doppelte Ringelung ist besonders erwünscht).
Wesen: Der Philosoph unter den Hunden

Der Mops ist ein echter Menschenfreund. Sein Charakter ist geprägt von Fröhlichkeit, Anhänglichkeit und einer bemerkenswerten sozialen Intelligenz. Er besitzt keinen nennenswerten Jagdtrieb und zeigt sich gegenüber Artgenossen und anderen Haustieren in der Regel äußerst friedfertig.
Loriots berühmtes Zitat „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“ beschreibt die tiefe Bindung, die diese Hunde zu ihren Besitzern aufbauen. Sie sind sehr lernwillig, haben aber auch einen eigenen Kopf. Ein Mops wird nicht sklavisch gehorchen, sondern eher durch Charme und Witz versuchen, seinen Willen durchzusetzen. Er ist der perfekte Begleiter für Menschen, die einen unkomplizierten, aber charakterstarken Partner suchen.
Haltung: Gemütlich, aber nicht faul
Der Mops ist der ideale Stadthund. Er benötigt keine stundenlangen Joggingrunden, schätzt aber ausgiebige, ruhige Spaziergänge, bei denen er in Ruhe schnüffeln kann. Aufgrund seiner Anatomie ist er für intensiven Hundesport (wie schnelles Agility) weniger geeignet.
Wichtige Haltungsaspekte:
- Gewichtsmanagement: Möpse sind leidenschaftliche Esser. Da sie zu Übergewicht neigen, welches Herz und Gelenke massiv belastet, ist eine strikte Ernährungskontrolle lebenswichtig.
- Hitzeempfindlichkeit: Aufgrund der kurzen Nase (Brachycephalie) können Möpse ihre Körpertemperatur bei Hitze schlecht regulieren. Im Sommer gehören sie in den Schatten und sollten nicht körperlich angestrengt werden.
- Sozialkontakt: Ein Mops leidet, wenn er isoliert wird. Er braucht den engen Kontakt zu seinen Menschen und ist am glücklichsten, wenn er überall dabei sein darf.
Gesundheit: Die Herausforderungen der Kurznasigkeit
Trotz seines fröhlichen Wesens ist der Mops eine Rasse, die mit vielen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Viele dieser Probleme resultieren aus der extremen Zucht auf ein flaches Gesicht und einen kompakten Körper.
Typische Erkrankungen im Überblick:
- Atemwege (BAS): Ein zu langes Gaumensegel und zu enge Nasenlöcher führen oft zu Kurzatmigkeit und Schnarchen. In vielen Fällen ist eine Operation notwendig, um dem Hund ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.
- Augenprobleme: Die großen, leicht hervorstehenden Augen sind verletzungsanfällig und neigen zu Tränenfluss. Die Pflege der Gesichtsfalten ist wichtig, um Entzündungen vorzubeugen.
- Bewegungsapparat: HD (Hüftgelenksdysplasie), Patellaluxation und Bandscheibenvorfälle kommen aufgrund der Wirbelsäulendeformationen häufig vor.
- PDE (Pug Dog Encephalitis): Eine rassespezifische, tödlich verlaufende Gehirnentzündung, auf die seriöse Züchter mittels Gentest prüfen.
- Haut: In den tiefen Falten können sich Bakterien oder Pilze (Demodikose) ansiedeln, wenn sie nicht sauber und trocken gehalten werden.
Pflege: Mehr als nur Bürsten
Obwohl das kurze Fell wenig Aufwand beim Bürsten erfordert (Vorsicht: Möpse haaren erstaunlich viel!), ist die allgemeine Pflege anspruchsvoll:
- Gesichtspflege: Die Hautfalten über der Nase müssen täglich kontrolliert und bei Bedarf mit einem weichen Tuch gereinigt werden.
- Augen und Ohren: Regelmäßige Kontrollen auf Rötungen oder Ausfluss sind Pflicht.
- Krallen: Da sich Möpse oft nicht so stark bewegen, nutzen sich die Krallen weniger ab und müssen regelmäßig geschnitten werden.
Häufige Fragen (FAQ) zum Mops
Ist ein Mops für Allergiker geeignet?
Nein. Möpse verlieren trotz kurzem Haar sehr viele Haare und besitzen Schuppen, die Allergien auslösen können.
Was ist ein „Retromops“?
Dabei handelt es sich um Bestrebungen, durch Rückkreuzungen (z. B. mit Terriern oder dem Beagle) dem Mops wieder eine längere Schnauze und einen sportlicheren Körper zu verleihen, um die Atemprobleme zu minimieren.
Bellt ein Mops viel?
In der Regel nicht. Er ist eher ein ruhiger Zeitgenosse, der nur anschlägt, wenn es wirklich nötig ist.
Kann ein Mops allein bleiben?
Nur ungern. Er ist extrem fixiert auf seine Menschen. Länger als 4-5 Stunden sollte er nicht allein sein.
Bildergalerie: Der Mops
Charakterköpfe in Schwarz und Beige:










Ich habe seit nunmehr 1,5 Jahren meinen Mops und es ist das beste was mir je passiert ist. Er ist sehr fit, dieses qualzucht Totschlagargument ist bei einer guten (VDH) Zucht Blödsinn. Mein Mops hat überhaupt keine Probleme. Alle Rassehunde haben spezifische Probleme, der Dackel oder golden retriver zb mit der Hüfte. Also wenn ihr 1.500+ Euro ausgebt, denn soviel kostet ein gesunder Mops von einem anerkannten Züchter solltet ihr unbesorgt sein können. Allerdings sind möpse Gesellschaftshunde und sie täglich länger alleine zu lassen empfinde ich als Quälerei. Sie möchten eigentlich immer in Gesellschaft sein. Da sie alle Menschen mögen kann das auch ein hundesitter oder Nachbar sein, aber 10 h alleine in der Wohnung? Das sollte kein Hund… Ab und zu mal ist ok aber eben täglich nicht. Bei kurznasigen Hunden ist es sehr wichtig darauf zu achten dass sie schlank sind und ausgewogen ernährt werden, möpse sind in der Regel nie satt, ein dicker Mops hat definitiv Probleme mit der Atmung. LG an alle Mopsfans da draußen
Ich habe einen Mops und er ist do was von Cute 😀 und unser ist schlank und sportlich…es gibt ein Lied in Youtube gegen die „QualZucht“ von Möpsen,dass Lied gefällt mir. Schauts euch mal an: Planet Mops-Rettet die Möpse
Na da bin ich aber froh,dass ich genau den richtigen Hund neben mir liegen habe 😉
Da ich mit meiner Aurora täglich ca 3 Std draußen bin ,wir liebend gern Zerrspiele Tricks und kurze Joggingeinlagen dabei haben,sie auch den Wurmberg ohne schnaufen mit hoch läuft,möchte ich das Klischee vom „faulen Mops“ nicht ganz teilen.Es reicht nicht, mit Mops einmal um „den Pudding“ zu laufen!
Hello!
Ich habe zwei wunderbare Mopsdamen, Mama und Tochter, muss mich anschliessen, meine Mädels könnten 7 Stunden am Tag rumgasen und hyperaktiv sein….echte Duracellmopels! Zum Glück, können sie aber auch mal mit mir gemeinsam faul sein.
Wenn das länger anhält, spür ich das beim nächsten gassi gehen an der Leine/den Leinen und an dem Gehorsam… 😉 Ich liebe meine beiden Duracells.
Atemprobleme haben beide so gut wie gar nicht, ausser es is seehr heiss, dann gehen wir schwimmen und es geht wieder ganz gut, da sie beide sehr gern im Wasser sind und recht schlank sind. Ja, es gibt schlanke Möpse. 😉 Liebe Grüße aus Wien
Zum Glück wird auch bei den Moppels drauf geschaut, dass sie
Eigentlich eine sympathische Rasse aber ich finde einfach schade das die Rasse verzüchtet wird :/ .. man sollte wirklich einkreuzungen vornehmen um die Rasse zu korrigieren gerade was die Schädelform angeht.
hallo, ich habe meinen mops seit fast zwei jahren am anfang war ich gegen sie rasse weil ich finde das es eine art qualzucht ist wenn man hunden die nase „wegzüchtet“ aber seitem ich meinen mops habe hatte er keine probleme mit dem atmen und mittlerweile lieb ich diese rasse .meiner ist zwar etwas dickköpfig und schnarcht sehr laut aber das macht er mit seiner verspieltheit und klugheit wieder weg.ich würde ihn für kein geld der welt weggeben
Wie lange kann man einen Mops alleine Lasses !
Ich bin noch Schülerin und wünsche mir schon sehr lange einen Mops:) jedoch verbringe ich viel Zeit in der Schule und meine beiden Elternteile arbeiten.Wir sind zwar 4 Personen im Haus doch ich habe trotzdem angst das ich ihm nicht genügend Zeit zuwenden kann und da ich ihn auch selber bezahlen möchte will ich auch das er sich am meisten an mich bindet .Vielleicht könntet ihr ja eure Erfahrungen mit mir teilen.
LG Prof
Hallo,
Ich wünsche mir schon sehr lang einen Mops, mein Problem ist nur das ich im Schichtsystem arbeite und allein lebe. Das ist auch der Grund, warum ich mir bis jetzt keinen angeschafft habe. Befürchte sehr stark das meine Arbeit nicht mit einem Mops vereinbar ist. Meine längste Schicht dauert 9,5 Std. und ich kann zwischendurch nicht einfach mal nach ihm schauen.
Jetzt wäre ich sehr glücklich wenn ihr mir eure Erfahrungen und Meinungen mitteilen könntet.
VLG 🙂
Hallo Andi,
du bist sehr verantwortungsvoll!Ein Mops ist nun mal ein sogenannter Begleithund und möchte am liebsten den ganzen Tag bei seinem Menschen sein.Ich mußte selbst 40 Jahre!!!! auf meinen Hund warten,habe jetzt das Glück,nur halbtags zu arbeiten und mein Mann Hat seine Tischlerei auf unserem Hof.Da ist Möpschen nie lang allein (ein paar Stunden hat sie auch ganz gern mal Ruhe)
Also wir haben seit 7 Jahren einen Mops. Da er aus einer guten Züchtung kommt, hat er so gut wie nie Probleme mit dem Atmen. Ich würde immer nach einem Züchter schauen, der darauf Wert legt.
Unser Mops ist sehr kinderlieb, gemütlich, aber geht auch gerne rennen. Ich kann den Mops jedem empfehlen!
Lg 🙂
Zu den Nasen und eventuellen Atemproblemen gibts eine einfache Lösung: Man geht zu einem Züchter für Nasenmöpse. Diese Möpse haben eine etwas längere Nase, dadurch schnaufen sie zwar noch eine Menge, haben aber nie Atemprobleme. Technisch gesehen hat das ein Mops ohne Nase nur auch extrem selten – immerhin kann er im Zweifelsfall auch einfach durchs Mäulchen atmen.
Faustregel für einen Nasenmops: Die Nase sollte etwas länger sein als die Falte direkt darüber.
Ich hätte auch gerne einen Mops, aber habe gehört das die oft Atemprobleme bekommen 🙁 ?
ich möchte mir ja gerne einen mops zulegen doch ich habe große angst das er dann atemprobleme oder dergleichen hat…:'((
Habe eine süße Möpsin,die nun 4einhalb Monate ist und ich kann mir keinen Tag mehr ohne sie vorstellen!Sie ist lustig,bringt mich zum lachen,ist auch eine Schuhklauerin,ist auch klug und lieb,eine echte Bereicherung in meinem Leben!Möchte sie nicht mehr missen!
Wir haben 2 Möpse.Sehr lustige Gesellen,ständige Schuhklauer schleppt alles rum was gerade da liegt.Ein Leben ohne Möpse geht aber es ist sinnlos.Ich möcht sie nie mehr missen.