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Stadthundprobleme

borderholly

Neues Mitglied
Hallo liebe Forummitglieder und Hundebesitzer,
ich bin ganz neu hier im Forum und der Grund für meinen Beitritt ist hauptsächlich, dass ich mit meinem Border Collie in die Stadt ziehen musste und sie sich hier zum "Problemhund" entwickelt hat.
Problemhund klingt immer so fies, aber ich weiß mittlerweile nicht mehr weiter.
Im Haus klappt alles super. Sie bellt nicht, schläft viel und wenn ich mit ihr Tricks übe ist sie neugierig und mit wachem Köpfchen dabei.
Kaum verlassen wir das Haus fängt das Drama allerdings an. Bevor wir in die Stadt gezogen sind, ist sie viel ohne Leine gelaufen, was hier nicht mehr möglich ist, da sie leider Fahrrädern und Joggern hinterherläuft. Mit anderen Hunden kommt sie auch ganz gut zurecht- da ist sie manchmal eine kleine Zicke und mag nicht jeden, aber das würde ich nicht als problematisch bezeichnen, da sie weder aggressiv wird noch vollkommen unbändig wird. Problem ist eher, dass sie mit eingeklemmten Schwanz starr gerade aus zieht und nicht mehr auf meine Kommandos (bis auf Sitz) hört. Sie nimmt keine Leckerchens an und ich weiß nicht wie ich sie sonst locken kann bei Fuß zu laufen oder andere Kommandos auszuführen. Mit ihr Schimpfen will ich nicht, da sie ja schon sehr verunsichert in der Stadt unterwegs ist. Hat da jemand Tipps, wie ich meinen Hund aus diesem fast schon apathischen Ziehen herausbekomme? So dass sie mich überhaupt mal beachtet und nicht nur stumpf gerade aus zieht?
Ich würde mich wirklich über eure Hilfe/Anregungen/Kritik freuen und weitere Fragen beantworten!
Liebe Grüße- eure Borderholly
 

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Isabel

Foren-Guru
Hallo und willkommen im Forum, Borderholly, auch wenn Dich in erster Linie ein Problem zu uns bringt.

Also, erst einmal ist sicherlich jeder Hund auf dem Land besser aufgehoben, weil Freilauf einfach leichter möglich ist.

Daß Deine Hündin nicht jeden Hund sympathisch findet, ist völlig normal. Meine mögen auch nicht alle anderen Hunde.

Wie lange wohnt Ihr denn schon in der Stadt und wie alt ist Deine Hündin? Lief sie denn auf dem Land auch locker an der Leine und das ohne Probleme. Jogger und Fahrräder gibt es auch auf dem Land, wenn auch nicht so viele, wie in der großen, bösen Stadt.

Schimpfen würde auch nichts helfen, das würde genau, wie Du schon schreibst, die Sache nur noch verschlimmern.

Ich würde das an lockerer Leine laufen noch einmal völlig neu aufbauen. Schau mal hier:

Beitrag # 6

http://www.hundeseite.de/hundeforum/t/anregungen-in-sachen-hunde-erziehung.4258/

Ich würde erst einmal das Leinenproblem angehen und danach die Sache mit den Joggern und den Fahrrädern.
Dabei würde ich jedes Mal, wenn sie versucht, da hinterherzujagen, das Abbruchsignal benutzen (Ihr habt doch eines)? Wenn das klappt, gleich belohnen.
 

Scanny

Alter Hase
Hallo,

was genau denkst du denn ist die ursache des veränderten verhaltens?

Wenn sie Fahrräder und Jogger jagt, könnte das ja für zu wenig Auslastung sprechen (ein Hund - gerade ein Border - der nix zu tun hat, sucht sich selber Aufgaben)
Kannst du deiner Hündin trotz Stadt denn Leinenfreiheit möglich machen?
ich meine - ich wohne auch in der Stadt - und hier lasse ich meinen Hudn auch nicht ohne Leine rumlaufen - aber in 10 Farhrradmituten / Autominuten haben wir 3 Parks udn 1 wald entfernt - täglicher freilauf ohne Leine ist dennoch möglich - trotz Stadtleben.

dazu wähle ich in der Stadt - wo mein hudn nicht ohne Leine laufen kann - gut überachaubare Wege mit relativ viel Grünfläche - dann kommt die Flexileine an den Hund und er kann trotzdem noch in einem ihm angenehmen Radius schnüffeln und "Zeitung lesen" - zumidnest das hilft auch gegen Langeweile. (in der Innenstadt würde ich das nicht machen - kommt halt immer drauf an wo genau man denn wohnt)
(ich empfehle dir (derzeit) keine Flexileine! - wollte nur deutlich machen dass Stadtleben keine Langeweile und "Bei-Fuss-Knast" bedeuten muss)

Bei keinem unserer Spaziergänge und Pipirunden - auch wenn sie noch so kurz sind - muss mein Hund p permanent im beifuss laufen. Wäre langweilig für ihn, nervig für mich - eigentlich darf er immer schnuffeln - ich gehe ja für ihn raus, nicht für mich - da soll er ja auf seine Kosten kommen. Ins beifuss muss er nur wenn wir direkt Passanten begegnen.

Vielleicht interpretiere ich es auch falsch was du schreibst.
aber wenn es ein "Auslastungspüroblem" ist - und der Hund vorher einfach mehr Abwechslung hatte - dann soltle mehr Aktivität wieder für einen entspannten Hund sorgen.
und mit einem entspannten Hund kann man auch wieder trainieren - bzw wenn der Hudn entspannt/zufrieden ist, kann man auch wieder erwarten dass die Kommandos funktionieren.

Im zweiten Absatz liest es sich, als sei deine Hündin sehr unsicher/ägnstlich mit den neuen eidnrücken in der Stadt.
Das könnte ich gut verstehen - gerade bei deiner hoch sensiblen Rasse. Dass er dann nicht höhren kann ist klar - und Jogger und Räder sind vielleicht noch mal das "i-Tüpfelchen" an Stressauslöser dass der Hund dann reagieren muss - mit "Terror an der Leine". - wenn ich das jetzt richtig deute.

In dem Fall würde ich versuchen:
- jeden Tag zum Gassi die selbe, kurze Runde gehen
- 1 mal am Tag den großen Spaziergang außerhalb (wieder auf dem land/Wald) zu machen (sorgt für Entspannung und Auslastung)
- mich mit der Hündin in die Stadt setzen und beobachten - einfach da sitzen udn gemeisnam die eindrücke verarbeiten - vielleicht wird si dann ruhiger - vielleicht lernst sie dann die dinge besser einschätzen wenn sie sie beobachten kann. wenn sie ruhiger wird merkst dud as auch, dass sie wieder Leckerchen nimmt.
vielleicht hilft ihr dabei eine Kuscheldecke von zuhause.

ich würde mich jetzt nicht gleich in die Fußgängerzone setzen - ist sicher noch zu viel.
aber vielleicht erstmal an einen Fleck (Mauer , Bank, Bushaltestelle, ...) wo es nicht so ganz belebt ist.

Ansonsten könnte bei dem Thema auch "konditionierte Entspannung" helfen - da kannst du dich vielleicht mal einlesen.
Gut trainiert und aufgebaut, wird ein aufgeregter Hund auf ein signal hin deutlich entspannter (nicht im Sinne von "er erfüllt ein kommando" - sondern der Körper fährt sichlich runter - so dass man zum Hund wieder einen zugang bekommen kann)


Ein letzter Tip:
Für den fall, dass dein Hund am halsband Gsssi geht udn so stark zieht wie du beschreibst,
empfehle ich ein geschirr.
Durch starken zug am halsband wird Luft abgeschnürt - Reflexartig versucht der Hund dem Druck/Luftabschnürendem Reiz zu entkommen indem er nach vorne zieht.
Ein teufelskreis quasi - Und luftabschnüren sorgt oben drei für noch mehr Stress beim Hund.
Leinenführigkeit am halsband kann man dann trainierne, wenn der Hund dazu in der Lage ist (ansprechbar ist und nicht durch jeden kleinen Reiz in der Stadt verunscihert wird).
Er könnte also jetzt ans geschirr udn wenn ihr euch an das Stadtleben soweit gewöhnt habt dass deine Hündin wieder erfolgreich "lernen" kann, wird Leinenführigkeit am halsband nochmal aufgebaut.
vor allem macht man sich durch ein geschirr die Erfolge am halsband nicht kaputt.
Ein Hudn kann sehr genau unterscheiden ob er - am geschirr - ziehen darf, oder - am Halsband - eben nicht.
 

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