Ein Hund soll einziehen..aber welcher?

HonigHumml

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

Wir hoffen ein bißchen auf die Erfahrungswerte einer größeren Community- irgendwann sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr ;-)

Nach 5 Jahren "Abstinenz" soll in der zweiten Jahreshälfte wieder ein Welpe in unsere Familie ziehen. Aber was für einer?

Zu uns und unserer Lebenssituation:
Mein Mann ist mit verschiedenen Hunden im Haushalt aufgewachsen. Ich hatte selbst schon 2 eigene Hunde (Foxterrier/Weimaraner- Mischling, Border Collie/Australian Cattle Dog- Mischling), beide vom Welpenalter bis zum Schluß und entsprechend erfahren.

Mittlerweile leben 2 Kinder mit bei uns im Haushalt (6 Jahre und knapp 1 Jahr).

Wir leben mit mehreren Generationen, dem Hund meiner Schwiegereltern (Golden Retriever) und unseren Pferden auf einem großen Hof (nicht eingezäunt!). Da mein Mann und sein Vater gemeinsam eine Firma betreiben (landwirtschaftlich), haben wir auch regelmäßig fremde Leute bei uns auf dem Hof. Ein Hund, der besonders bewacht und einen ausgeprägten Schutztrieb hat, ist für uns ungeeignet. Ich arbeite nach meiner Elternzeit wieder maximal 5 Stunden am Tag, länger wäre der Hund bei uns nie allein. Wenn mein Mann zu Hause ist, nimmt er den Hund mit nach draußen.

In erster Linie wird er ein Familienhund, wenn er mich später am Pferd begleiten kann, wäre das umso schöner. Wir wünschen uns einen mittelgroßen-großen Hund (ab ca 40 cm). Einen Golden Retriever habe ich für mich persönlich ausgeschlossen...ich kann für diese Rasse irgendwie nicht die nötige Zuneigung aufbringen.:uuups blau:

Habt ihr Vorschläge und Erfahrungen?
 

Domingo

Mitglied
Schade, dass du dich nicht ausführlich im Vorstellungsbereich des Forums vorgestellt hast.
Denn dann hätte man dich viel besser beraten können.

Kommt ja auch darauf an, wie du die Zeit mit dem Hund verbringen möchtest (evtl. sportlich, nur als Hofhund, oder als Familienhund etc.) und wie viel Zeit du für einen Hund überhaupt aufbringen möchtest und wie du dir das Zusammenleben mit ihm vorstellst.
Von daher kann ich nur rätseln.
Wollt ihr denn einen Welpen oder einen erwachsenen Hund?
Aus dem Tierschutz, aus dem Ausland oder einen vom Züchter?

Vll ist ein (Groß)Pudel für euch geeignet?
 

Scanny

Alter Hase
Hi,

meine Erfahrung ist, dass jeder Hund einen Wachtrieb mitbringen kann (sind halt Hunde ;) ) also ein Auge drauf haben sollte man schon und dann, ggf. damit arbeiten, das umlenken oder den Alltag so organisieren dass eben nix passieren kann.

Aber klar, gibt es Rassen die kaum zum Wachen neigen und umgekehrt.

Die Retriever allgemein kommen mir da in den Sinn. (Gibt ja außer dem Golden noch andere Vertreter)
Auch Pudel könnte ich mir gut bei euch vorstellen.
Dalmatiner? (Wurden zwar ursprünglich zum Bewachen der Kutsche mitgenommen - aber als DER Reit-Begleithund schlechthin, habe ich bisher nicht gehört dass er großartig zum Bewachen neigt heutzutage ... weiß nicht.

Allgemein fände ich einen Blick in die Jagdhunde recht vielversprechend.
Bewachung ist da eher selten, freundlich und aufgeschlossen sowie ausdauernd am Pferd. ABER bei Spezialisten würde ich nicht gucken (Weimaraner Bracke, Bloodhound, Deutsch Drahthaar usw...) ich bin der Meinung, Spezialisten gehören zu Spezialisten - ein richtiger Jagdgebrauchshund (am besten noch aus jagdlicher Linie) gehört auch in ein Jägerleben - ich bezweilfe dass ein spezialist als lieber Familienhund mit etwas Alternativbeschäftigung glücklich wird.

Einige Windhundrassen (Greyhound, Barsoi, Irish Wolfhound) würden, zwecks Größe und des nicht Bewachens, sicher auch gut passen. ABER am Pferd begleiten wird eher nicht so gut funktionieren. (Windhunde sind Sprinter, keine Ausdauerläufer - außerdem ist der Jagdtrieb schon recht ordentlich,
und Windhunde sind eben selbständige Jäger - die sind im Trieb lange nicht so gut zu lenken, wie andere Jagdgebrauchshundrassen die mit dem Jäger zusammen arbeiten)

Beim nicht eingezäunten Grundstück würde ich den Hund unbeaufsichtigt NICHT alleine draußen rumlaufen lassen.
Es gibt Rassen, die gelten als hoftreu, da kann man das vielleicht machen - aber das sind dann auch wieder Rassen, die eben beschützen und Bewachen (ihr Territorium Quasi) - die meisten anderen Rassen gehen halt früher oder später stiften und gefährden sich und Andere - ich finde so etwas furchtbar ...

Der Bobtail ist vielleicht auch einen Blick Wert. Ich finde die so toll!! :D
Aber die haben einen recht hohen Pflegeaufwand.
Ansonsten, auch mit hohem Pflegeaufwand, der Langhaarcollie vielleicht.

Bei allen vorgeschlagenen Ideen die mir so in den Sinn kamen, solltet ihr, bei engerer Wahl, aber nochmal genauer schauen wegen Eigenschaften und Bewachen usw.
Sinnvoll finde ich auch Hundeausstellungen - so kann man viele Rassen in Live erleben und mit Züchtern+Haltern vor Ort reden.
Das ist oft zielführender als lediglich eine Internet-Recherche.

Ich kann auch den Wunsch nach einem Welpen sehr gut verstehen.
Denke aber, dass sich bei euch auch ein Blick im Tierschutz lohnen würde. Ihr seid beide Hundeerfahren und ihr sucht nicht wirklich etwas "Spezielles". Viele unkomplizierte "einfach so mitlauf-Hunde" kann man - bei genauem Hinschauen und Kennen lernen - aus zweiter Hand finden. (Auf keinen Fall würde ich einfach einen Hund nur vom Bild im Internet aufnehmen - wäre mir wegen der Kinder einfach zu heiß)
Aber es gibt Tierheime und Pflegestellen,
und - den Hinweis gebe ich eher selten, aber bei euch könnte es hinhauen -
viele Tierschutzvereine suchen Pflegestellen. Man kann einen Hund zu sich in Pflege nehmen und mit Hilfe des Vereins für ihn ein neues Zuhause suchen. Wenn man aber feststellt, dass der Hund sehr gut ins eigene Leben passt, dann kann er auch auf Dauer bleiben.

Ich geben den Tip selten, weil ich der Meinung bin, eine Pflegestelle muss Erfahrung haben. Muss den Hund einschätzen können um ihn auch in die richtige Familie wieder vermitteln zu können. Muss einschätzen können, wie der Hund sich verhält, was vielleicht trainierbar ist, und womit man einfach leben muss. Ershundehalter können sowas nicht.
Aber ihr habt Erfahrung (durchaus auch mit komplizierteren Mixen), Zeit, Grundstück und einen zweiten Hund auf dem Hof (von dem ein Pflegehund oftmals auch profitiert).
Wie gesagt - es wäre eine Möglichkeit zu SEINEM Traumhund zu kommen ohne sich auf eine Rasse festlegen zu müssen.
Aber wenn ihr das nicht wollt, kann ich auch das verstehen.

Viel Spass bei der Hundesuche weiterhin!
 

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