Kann ich einem Hund ein schönes Leben bieten?

DerTraumvomHund

Neues Mitglied
Ich will schon immer einen Hund. Das ist schon von Kind an ein Traum von mir. Heute will ich mal euch fragen was ihr zu meiner Situation sagt. Ich hoffe, dass ich hier richtig bin.
Also, ich bin 22 Jahre alt und wohne ab September in einer Wohnung in einer mittelgroßen Stadt.
Ich will einen großen bis mittelgroßen Hund der mich mag und auf mich hört. Er soll nicht so sabbern und auch nicht beißen. Halt ein Lebensgefährte.
Problem: Ich bin von Beruf Polizist, dass heißt Schichtdienst und auch dass ich genug Geld habe. Somit wäre der gute oft über 8h allein in der Wohnung. Einen Garten habe ich nicht. Klar habe ich aber danach genug Zeit für ihn und zum joggen kommt er auch mit. Meinen Recherchen nach kommt ein Labrador Retriever meinen Wünschen echt nah. Schön finde ich auch Husky, Rottweiler und Schäferhund. Da passen aber oft die Eigenschaften nicht.
Was sagt ihr?
Danke!
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Hallo, erstmal schön, dass Du Dir den Traum vom Hund verwirklichen möchtest.

Zuerst habe ich eine Frage. In welcher Etage liegt die neue Wohnung. Für Hundehaltung ist das Erdgeschoss optimal.

Ob ein Hund auf Dich hört oder nicht, hast Du allein in der Hand. Wenn Du eine supergute Bindung von Deinem Hund zu Dir aufbaust, wird er Deine Kommandos mit Freude und Spass ausführen. Und der Hund wird sich gern von Dir führen lassen.


Ob ein Hund sabbert oder nicht, kann auch an der jeweiligen Hunderasse liegen, sabbern kann jedoch auch bei Hundemixen vorkommen.

Hunde haben überwiegend eine grosse sogenannte Beisshemmung. Das heisst, sie beissen im Fall ihrer eigenen Verteidigung erst zu, wenn sie nacheinander verschiedene Beissangriffe durch Körpesprache angekündigt/signalisiert haben.

Schichtdienst ist erstmal kein Problem für eine Hundehaltung. Aber den Hund 8 Stunden allein zu lassen, sollte die grosse Ausnahme und nicht die Regel sein. Vielleicht kennst Du jemanden, der Bereit wäre, Deinem Hund die 8-stündige Wartezeit etwas zu verkürzen. Vielleicht durch Spiel- und Gassirunden etc.

Einige Hunderassen, schreibst Du, interessieren Dich, schreibst jedoch später, dass die Eigenschaften bei ihnen oft nicht passen. Bitte - was für Eigenschaften sollte Dein Hund mitbringen?

Viele Menschen kaufen sich oftmals spontan und unvorbereitet einen Hund, was nicht selten Probleme nach sich zieht. Ich finde es richtig gut, dass Du Dir bereits vor der Anschaffung einer Fellnase Gedanken zu einer künftigen Hundehaltung machst.

Die Frage, ob Du einem Hund ein schönes Leben bieten kannst, kannst schlussendlich nur Du selbst beanworten. Aber wenn Du hier im Forum fragst, was Du auch tatest, hast Du die Chance auf einige Antworten. Und diese Antworten können Dir bei der Entscheidungsfindung vielleicht hilfreich sein. Das wünsche ich Dir sehr.
 

Scanny

Alter Hase
Dem Beitrag von Rolf ist eigentlich nix hinzuzufügen.

Das größte Problem in der Hundehaltung sehe ich eigentlich auch in dem regelmäßigen 8h oder mehr alleine bleiben.
Bedenke, dass ein Hund ein hochsoziales Rudeltier ist.
Es ist ziemlich unnatürlich dass er alleine irgendwo zurück gelassen wird. Das liegt weder in seinen "Genen" (Abstammung von Wolf+Haushunden) noch in seiner Evolution.

Domestizierte Hunde lebten eigentlich fast immer mit dem Menschen unter einem Dach - sie haben nicht gewartet bis der Mensch von der Arbeit nach Hause kommt. Sie waren Teil dieser Arbeit. Oft wurden auch mehrere Hunde aufeinmal gehalten (in einer Meute) - die waren nie auch nur eine Sekunde ihres Lebens alleine.

Will man dem Hund ein "artgerechtes" vernünftiges Leben bieten, müssen eben auch soziale Bedürfnisse erfüllt werden.

Das heißt nicht dass er niemals alleine gelassen werden kann, oder dass sich nur Rentner und Arbeitslose einen Hund halten können.
Aber ich empfehle dir, einen sicheren Plan zu haben, dass dein Hund nicht täglich viele Stunden alleine sein muss.
Das sicherste ist eigentlich eine professionelle Hundebetreuung (Pension, Sitter, ...)

Würde mein Hund 3-4 mal die Woche eine Hundetagesstätte besuchen, würde mich das etwa 300 euro im Monat kosten (und täglich ca 1h mehr Fahrtzeit). Das Geld war bereits bei der Hundeanschaffung mit einberechnet und fiel - ähnlich wie Futter und Steuer, in die "laufenden Kosten".

Ich habe das Glück ne tolle Nachbarin zu haben die meinen Hund 4 Tage die Woche unentgeldlich betreut.
Aber sollte dies mal nicht mehr der Fall sein - sind nach wie for die ~300 euro da als Resever.

Und wenn die Frage der Betreuung geregelt ist,
dann kann man auch weiter gucken, welche Rasse zum eigenen Leben und Lebensstil passt.

Nicht beißen und freundlich und folgsam sind Sachen, die fast nur du in der Hand hast. Es ist deine Aufgabe die Bedürfnisse des Hundes zu erfüllen und ihn gleichzeitig zu erziehen.
Der Hund kann nur dann ein toller Lebensgefährte werden, wenn du ein toller Hundehalter bist. Anders geht es nicht ;)

Wenn du ausführliche Infos oder Rasseempfehlungen haben magst, schreibe doch etwas genauer über deine Vorstellungen zum Leben mit Hund.

Wie ist deine Wohnlage (Stockwerk)? Vermieter ist einverstanden?
Was möchtest du mit dem Hund machen an Beschäftigung? (Eher spazieren und Joggen, oder auch was sportliches (Fährtensuche, Tricks lernen, Unterordnung, Mantreiling, ... es gibt so unglaublich viel ...)
Wo möchtest du mit dem Hund hingehen? Park, Wald, Strand - was ist nah.
Welpe oder bereits adultes Tier?
Fellbeschaffenheit?
Wie "Schmutzempfindlich" bist du? und wie hoch darf der Pflegeaufwand sein? (Labbis verlieren unglaubliche Mengen an Fell ;) )

Ganz wichtig natürlich der Charakter - lieb sind eigentlich die meisten Hunde wenn man richtig mit ihnen umgeht und sie in ihrem eigenen Wesen annimt.

Was gefällt dir am Labrador? =)
 

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