Stadthund gesucht

Tana

Mitglied
Hallo aus Wien,
ich bin ja auf der Suche nach einem "richtigen" Hund für uns. Vlt kann mir hier jemand helfen. Ich habe bereits einige Beiträge durchgelesen, doch ist natürlich jede Situation anders.

Darf ich mal meine Situation schildern?

  • mein Mann und ich leben in Wien in einer 110qm großen Wohnung, zwei kleine Terassen (6qm und 15qm), Dachgeschoß (6. Stock mit Aufzug)
  • wir sind beide ca. 60 Jahre alt, ich bin ab dem Frühjahr 2019 in Pension, mein Mann arbeitet zu Hause
  • Enkelkinder, die zu Besuch kommen, bzw die den Hund - gemeinsam mit meiner Tochter - auch sitten würden, sind 12 und 10 Jahre alt
  • Wien ist eine sehr hundefreundliche Stadt, d.h. es gibt in unmittelbarer Umgebung von uns tolle Hundeauslaufzone
  • ich bin nicht sehr sportlich, d.h. dass ich gerne ausgiebig spazieren gehe, aber nicht radfahre oder jogge, auch nicht auf Berge steige
  • ich würde mit dem Hund in die Hundeschule gehen und an social Walks teilnehmen
  • ich besuche gerne Vorträge, daher sollte der Hund auch hie und da bis zu vier Stunden alleine bleiben können
  • ich treffe gerne Freunde in Lokalen, den Hund möchte ich gerne mitnehmen
  • ich gehe auch gerne auf belebten Plätzen spazieren
  • wir möchten auch gerne hie und da auf Urlaub fahren, der Hund kommt bei Bahn-/Autofahrten mit bzw. bei Flugreisen möchte ich ihn in eine Hundepension geben können (das kann natürlich auch der Fall sein, wenn ich krank werden sollte und ein Krankenhausaufenthalt notwendig sein sollte)
  • der Hund sollte eine gewisse Größe haben - mittlere Größe (kniehoch?) - also bitte kein Bolonka, Mops, Chihuahua ....
  • ob lange, kurze, gewellte, gelockte oder was auch immer Fell ist egal, wobei wegen der immer mehr aufkommenden Allergien (nicht wegen mir oder meinem Mann) ein wenig haarender Hund besser wäre. Tägliche Fellpflege wäre kein Problem.
  • da ich Hundeanfängerin bin, wäre ein Hund, der auch Erziehungsfehler verzeiht, sicher besser, als ein super intelligenter Hund, der sich alles merkt
  • ich möchte gerne einen Welpen, denn da bin ich einfach von Anfang an mit ihm zusammen, daher kein Tierheim-Hund, denn als Anfängerin bin ich mir da zu unsicher
Derzeit bin ich bei Doodle - Varianten (Golden-Doodle, Labra-Doodle). Hier im Forum sind die Doodle-Beiträge schon älter und eher negativ. Da man sich für Würfe bei Züchtern schon rechtzeitig anmelden muss, glaube ich, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, mich mit dem Thema "welcher Hund" auseinandersetzen muss, wenn ich meinen größten Wunsch im Frühjahr 2019 einen Hund zu mir zu holen, erfüllen kann.

Ich freue mich schon auf jeden Input!

liebe Grüße
Tana
 

Scanny

Alter Hase
Moin Moin!

Ihr habt ja shcon sehr genaue Vorstellungen und gute vorraussetzungen ;)

Für mich sieht das alles sehr gut machbar aus!
In welchem Stock liegt eure Wohnung, bzw habt ihr einen Fahrstuhl? (gerade für Welpen und größere Hunde ist das keine unwichtige Frage).

Bei Hundeauslaufzonen, social Walks und Welpenschulen wäre ich vorsichtig.
Es gibt "solche und solche".
Das zu erklären würde hier den Rahmen sprengen - wenn du mal zeit hast empfehle ich diesen interessanten Blog Beitrag von Dr. Rückert (Tierarzt) - er schreibt etwas provokant, aber die Inhalte sind gut - und das verlinkte vidio zum besseren Verständnis sehenswert.

Hundeshcule würde ich dennoch in jedem fall empfehlen - aber eben genau vorher gucken.

Wenn du gerne auf belebten Plätzen spazieren gehst, würde ich, denke ich, den hund öfter Zuhause lassen.
Kommt immer drauf an wie belebt der Platz ist. Meiner meinung nach haben Hunde auf Flohmärkten, Weihnachtsmärkten oder ähnliches Events - wo sich die Menschen dicht an dicht drängen, nichts verloren.
auch auf eine Shopping-Tour würde ich den Hund nicht mitnehmen - er hat schlicht nichts davon. Strändig stehen bleiben, darf nicht an die Häuser oder Bänke pinkeln, muss sich ständig beherrschen weil fressbares rumliegt (hier fällt ein Eis runter, dort der keks ...) - oder du musst ständig aufpassen wenn du ein verfresseneres Exemplar erwischt.
vielleicht musst du ständig aufpassen dass nicht irgendjemand ungefragt deinen Hund antascht.

Hunde können auf sehr belebten Plätzen nicht laufen wie sie wollen, nicht schnüffeln wie sie wollen, sie können auch den Menschen nicht aus dem Weg gehen wenn sie es wollen (soweit ich weiß müssen auch in Wien die Hunde an belebten Orten an kurzer leine geführt werden).

Deswegen, denke ich, die meisten hunde sind Zuhause besser aufgehoben ;) und du kannst in Ruhe durch die Menschenmenge bummeln und musts nicht ständig ein Auge und sorge um den Hund haben. Kannst mal hier rein, mal dort rein. Mit Hund geht das oft nicht.
(Es sei denn du bindest ihn vorm Laden/Kirche/Museum an - und das wäre für mich ein NoGo - daher ist es für mich entspannter den Hund dann Zuhause zu lassen - denn mit Hund schränkt es stadttouren doch ein wenig ein ;)



Zur rassewahl:
Tja, tatsächlich passen die FCI 9er am besten (FCI gruppe 9 - einfach mal ggoogeln)
Aber ihr möchtet einen größeren Hund, das kann ich verstehen.
Unter den FCI 9ern ist auch der Kromfohrländer gelistet - der ist etwas größer und passt vielleicht.

Von Doodeln würde ich abraten.
"Züchter" sprechen gerne davon, dass der doodle die besten eigenschaften von 2 rassen vereint - das ist ein leeren Versprechen - denn bei genetik können auch Züchter nicht vorhersagen, was der doodle vom Pudel bekommt, und was vom Labrador.
Vor allem passen die fellstrukturen nicht zusammen - oft kommen bei der Mischung Doodels raus, mit nem ekligen Mischfell das schwer zu pflegen ist, den Hund nicht schützt (vor Sonne oder Kälte) und zu Hausreizungen und Hautpilzen führt.
Du möchtest einen Hund der kaum haart - vielleicht bekommt dein DoodleWelpe das Erbe vom labrador mit udn du hast Fellknäuel das ganze Jahr über verteilt ;)

Ich würde dir empfehlen, entweder Labrador, oder Pudel.
Pudel sind tolle Familienhunde - kamen bloß in Verruf wegen der albernen Show-Frisuren.
Lässt man einen Pudel ganz normal scheren, wird der lustigerweise stets für einen Labradoodel gehalten ;)

Ansonsten könnte ich mir noch einen Collie bei euch vorstellen - ruhie und leicht zu erziehende familienhunde - wollen aber auch was fürs Köpchen (aber das wollen alle anderen auch). Der pflegeeufwand ist etwas höher bei dem vielen Fell.
Aber dass sie übermäßih haaren habe ich noch nie gehört.

Und dann werfe ich nochmal den Whippet ins Rennen =) (Gibt es auch in Langhaar - die heißen Longhaired Whippet oder Silken windsprite - wunderschöne Tiere wie ich finde)
Der könnte auch sehr gut passen - ist von der größe her das was du dir vorstellst, aber nicht so schwer wie Labbi oder Großpudel (also im zweifelsfall auch leichter zu handeln).
Leichtz zu erziehen - sehr unauffällig und anschmiegsam in der Wohnung.
Sie sind keine Ausdauerläufer so dass Rad fahren oder Joggen eh nichts für sie wäre - aber sie möchten gerne mind. alle 2 Tage (besser noch täglich) die Möglichkeit haben, mal 5 Minuten richtig los zu sprinten.
Und man muss den Jagdtrieb im Auge behalten. Windhunde sind jagdhunde (Sichtjäger die ihre Beute hetzen), das darf man nicht vergessen.
Sie haben kurzes, pflegeleichtes Fell.
Und bei niedrigeren temperaturen brauchen viele (fast alle) Vertreter der WindhundRassen zweckmäßige Bekleidung - das sollte einem dann auch nicht epinlich sein. Aber die Windhundmäntel sind meiner Meinung nach weit entfernt von dem chickiMicki Accesoirs so mancher Kleisnthundbesitzer.

Viel Spass! =)
 

Wossi

Sehr aktives Mitglied
1. Satz der Beschreibung:

"mein Mann und ich leben in Wien in einer 110qm großen Wohnung, zwei kleine Terassen (6qm und 15qm), Dachgeschoß (6. Stock mit Aufzug)"

;)
 

Tana

Mitglied
Hallo Scanny,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Meine Reihung wäre jetzt:
1.) Labrador (NT: vlt doch zu schwer?)
2.) Königspudel (man kann ihn ja scheren wie man will, NT: mein Mann mag keine Pudeln ;-) - zu "geziert")
3.) Kromfohrländer (NT: da habe ich gelesen, dass das Inzucht pur ist und die Hunde auffällig an Erbkrankheiten leiden)
4.) Collie - da dachte ich immer, dass das kein Anfängerhund wäre - ?
Windhunde muss ich ehrlich sagen, fallen weg, denn die scheinen mir zu dünn und zu zerbrechlich zu sein ...

Vielen Dank für Eure Hilfe!
liebe Grüße
Tana
 

Scanny

Alter Hase
Hallo Tana,

was bedeutet NT?

1. Labrador - ja, wäre mir auch zu schwer - und bitte, sei mir nicht böse, ich kenne kaum 60 jährige die einem Labrador körperlich wirklich gewachsen sind. (Was auch nicht mal mit dem Alter zu tun haben muss - meine Freundin hat einen 30kg Hund der ziemlich schwierig ist - ich bin 30 und weder zirlich noch klein, trotzdem habe ich große Mühe den zu halten ...)

Aber ja - große UND leicht wäre halt eher die Windhundfraktion ...

Bei Kniehoch wäre vielleicht auch der Sheltie noch etwas (Shetland Sheepdog).
Sheltie und auch Collie (Langhaar) sind durchaus geeignet für Anfänger - relativ leicht zu erziehen (wollen mitarbeiten).
Vom bewegungsdrabng her eher die Richtung "alles kann, nichts muss".
Gerade Langhaarcollies kenne ich als sehr gemütlich.

Aber beides sind intelligente Hunde (Shelties werden oft im Agility geführt - durchaus mit Erfolg) - also die können powern wenn man sie lässt.
Die mögen auch gerne was fürs Köpchen.

Beide rassen neigen zum bellen/kläffen - natürlich ist auch Erziehung gefragt - man hats schon in der Hand ob der Hund jetzt bei jeder kleinigkeit Stundelang kläfft - oder eben mal ab und an ein wuffen kommt.
Da gibt es ja Hunde die hört man 1 mal die Woche bellen - und manche eben 2 mal am Tag wuffen - Shelties und Collies gehören da eher zu letzterer Fraktion ;)

Ansonsten eventuell noch Spitz, eurasier oder Elo?
Da kenne ich mich kaum aus - sind Haus- und Hofhunde und wegen ihres wachtriebs geschätzt.
Ansonsten kenne ich sie als pflegeleicht, umgänglich, anpassungsfähig, "Hoftreu" - so dass sich der Bewegungs- und Beschäftigungsdrang in Grenzen hält. ABER sie haben eben Wachtrieb - das muss man "mögen".

Pon, Bobtail und Briard werfe ich auch nochmal ein.
Auch von der "Allround Hütehundfraktion" und daher vor einigen Jahren als sehr umgängliche Familienhunde bekannt - leider sind die etwas aus "der Mode" gekommen. Aber wenn die euch optisch zusagen, lohnt es sich vielleicht nochmal genauer zu informieren ob die zu euren Vorstellungen passen.

Ich finde ja, "richitge" jagdhunde gehören in Jägerhand.
Jedoch hat eine Freundin einen Magyar Viszla - DAS ist eine tolle Hündin - absoluter Familienhund und wäre ideal für eure Bedingungen.
Ich habe auch shcon öfter gehört dass die viszlas tolle, einfache, umgängliche Familienhunde sind.
Es gibt bei der Rasse (vielleicht bei anderen jagdhunden auch) immer wieder einige Exemplare die von den Jägern "aussortiert" werden weil sie sich nicht zur Arbeit eignen. Gerade die ungarische "Szene" hat da mehrere Vereine für solche ausgemusterten Hunde (genau wie die spanische auch ...).
Über so einen Verein, hat auch meine freundin ihre Viszla Hündin bekommen.

Wenn euch die rasse zusagt, wäre das eine Option (da muss man sich aber nochmal genauer informieren - meine eine bekanntschaft ist da wahrlich nicht repräsentativ)
Und ich rate auch davon ab, sich bewusst einen Viszla-Welpen zu holen udn zu hoffen, dass dier "Jagdspezialist" dann doch nicht so richtig Viszla ist dass er gut als Nicht-Jägerhund im Mehrfamilienhaus in der Stadt mitlaufen kann ...


Welche Rassen schweben euch denn so vor?
 
Zuletzt bearbeitet:

Tana

Mitglied
Hallo Scanny,
NT = Nachteil ;)
Den Labrador habe ich auf meine Liste gesetzt wegen Deines ersten Posts :)
Danke für die weiteren Tipps. Werden mir mal die Rassebeschreibungen ansehen.
Wegen Elo ist mit allerdings ein gewisser Widerspruch aufgefallen - Labradoodle nicht, aber Elos schon? Sind doch beides "Rassenmischungen".

liebe Grüße
Tana
 

Scanny

Alter Hase
Soweit ich weiß, ist der Labradoodle immer eine Mischung zwischen Labbi und Pudel - also da gibt es auch keine "Labradoodel-Eltern". Oder Großeltern.

Wenn man vor 10 Generationen mal Labbi und Pudel gekreuzt hat - nun aber seinen eigenen Standard als Labradoodel definiert und nach und nach versucht herauszuzüchten - wäre das für mich schon sinnvoller. So war das ja mit allen Rassen mal die irgendwann entstanden sind.
Aber so ist es meines Wissens nach nicht beim Labradoodel´. vielleicht gibt es manchmal Labradoodel Eltern die dann Welpen bekommen.

Aber ich habe noch nie gehört dass ein Züchter oder ein Verein da über Generationen wirklich versucht eine neue Rasse zu kreieren.
Standards (Charakter, Arbeitseignung, Aussehen, Fellbeschaffenheit, ...) festlegt, selektiert, Bücher führt, sich mit Anderen Züchtern austauscht um die Rasse voran zu bringen, usw.
In den allermeisten Fällen ist er einfach ein Modehund und Vermehrer mit Labbi+Pudel versucht auf den Zug aufzuspringen um etwas Geld zu machen.

Beim Elo ist das anders,
da gibt es ernsthafte Bemühungen den vom VDH anerkennen zu lassen, als eigene Rasse einzutragen.
Und die Anforderungen dafür sind recht hoch. Man MUSS sich mit ernsthafter Zucht und Genetik auseinandersetzen (als einzelner Züchter ist das eigentlich unmöglich weil der Genpol zu klein und Datenbanken kaum vorhanden sind).

Der Elo besteht nicht eifnach nur aus RasseX und RasseY - sondern da gibt es schon einen relativ festen Standard (obwohl der noch recht neu ist und sich noch über viele Generationen festigen muss) - aber der Elo ist auf dem richtigen Weg und so haben alles Rassen mal angefangen.

Daher ist er, auch wenn er nicht anerkannt ist, mehr "Rasse" als ein Doodle.
 

Tana

Mitglied
Hallo Scanny,
Danke für Deine ausführliche Antwort. Jetzt kenne ich mich besser aus.
Ende Juni wurde ich von einem Züchter zu einem Labradoodle-Treffen eingeladen, da werde ich mal alles fragen. Soweit auf seiner Homepage zu sehen ist, kreuzt er bereits Labradoodles, aber da mache ich mich noch schlau.
Mir schwirrt der Kopf von all den vielen Rassen, deren Beschreibungen ich im Internet recherchiere. Bin dabei eine Liste aufzustellen über Größe, Wesen, Bedürfnisse des Hundes ...
Dann kommt natürlich noch dazu, dass man einen Züchter finden muss, der einerseits passt, andererseits nicht 100e-Kilometer entfernt ist, der für kommendes Frühjahr einen Wurf plant und mich für geeignet hält.

Natürlich sollte ich auch mein Alter nicht ständig ignorieren :rolleyes:. Wenn man vom optimalen Hundealter von 15 Jahren ausgeht, bin ich dann 75. :eek:
Wenn der Hund krank ist und ich ihn zum Tierarzt tragen muss, dann sollte ich das natürlich schaffen können.
Schlimmste Vorstellung: ich habe Grippe, der Hund ist krank und der Aufzug kaputt .... :oops:
Ich sollte realistisch bleiben.
Also lande ich wieder bei den Kleinhunden ..... Bolonka Zwetna? Ich muss ihm ja keine rosa Schleifchen ins Haar flechten

liebe Grüße
Tana
 

Tana

Mitglied
... oder jetzt habe ich doch den Sheltie genauer nachgelesen ....
Er scheint ja ideal zu sein - mittelgroß, "will-to-please", Anfängerhund, usw.
Aber bellt er wirklich überdurchschnittlich viel? Vlt kann mir ein Sheltie-Besitzer antworten?
Danke!

beste Grüße
Tana
 

bluedragongirl

Foren-Legende
Ich schätze das ist Erziehungssache. Shelties kenne ich zwar keine, aber ein paar Langhaarcollies. Den wird auch eine bellfreudigkeit nachgesagt. Den einen dessen Erziehung solala war der hat eigentlich nur gemeldet wenn jemand gekommen ist, der gut erzogen bleibt ruhig wenn es klingelt.
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Zum Thema "bellen" mal ein Zitat: "Kläffer und Vielbeller werden nicht geboren, sie werden erzogen." Von Wolfgang Apel, dem früheren Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes.
 

Tana

Mitglied
Ich habe mir jetzt mal ein Buch über den Sheltie besorgt, einen Züchter herausgesucht, den ich besuchen kann und kommende Woche treffe ich eine Sheltie-Halterin, mit der ich spazieren gehen und mit Fragen "löchern" kann.
Anhänglich, Menschen-bezogen, intelligent und für alles zu haben - das klingt doch nach einem tollen Hund. Wo sind seine Nachteile? ;)

liebe Grüße
Tana
 

Scanny

Alter Hase
Ich finde den Sheltie ja auch ziemlich passend.
Glaube aber, hier hat keiner einen.
Es gibt sicher ein Sheltie-Forum - oder eine Sheltie Facebook seite oder so -
da kann man Leute mit Fragen löchern - so ziemlich jeder Hundehalter redet gerne über seine Hunde ;)
Hier gibt es einige Sheltie Halter https://www.dogforum.de/
Ich meine auch, einen extra Thread dafür - den habe ich aber auf die Schnelle nicht gefunden.

Und, wie bereits erwähnt habe ich mehrfach von Haltern gelesen dass Shelties sehr gespräächig sind.
Ja, "richtige" Kläffer und Vielbeller erzieht man sich - trotzdem sollte man eine genetische Tendenz beachten.

Wie ich gelesen habe, gehören Shelties einfach zu den gesprächigeren Hunden die öfter mal bellen oder etwas kommentieren müssen. Vor Freude, vor Aufregung, im Spiel, vor Stress - was auch immer.
Das heißt ja noch lange nicht, dass sie Dauerkläffen und schlecht erzogen sind.

Nehmen wir mal an ich hätte eine sehr gesprächige Schwester die viel plappert. ich gehöre eher zur stillen Sorte - bin ich dann besser erzogen als meine Schwester? Sollte man meiner Schwester permanent den Mund verbieten damit sie ja leise ist?

Erziehung ist das Eine - Veranlagung das Andere.
Natürlich gibt es auch stille Exemplare - nicht jeder Sheltie ist gleich. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, ein gesprächiges Tier zu bekommen, beim Shetie recht hoch - darauf sollte man sich einstellen.
Wenn ich das partou nicht will, ist es vielleicht doch nicht die richtige rasse für mich.
Denn bewusst einen Kommunikationsfreudigen Hund zu wählen und ihm dann diese Kommunikation wegzuerziehen, fände ich unfair.
Ich hole mir ja auch keinen Dtsch. Drahthaar um ihm dann den Jagdtrieb wegzutrainieren ... (was ja auch kaum möglich ist ...)

(Ich rede hier nur von "Gesprächsfreudigkeit" und nicht von Minuten-Langem Dauerkekläffe)


Nachteile:
Fellfpflgege vielleicht - da bekommst du bald sicher mehr infos vom Züchter+Kontakten - da kenne ich mich nicht aus? ^^
Ich meine, Collies und Shelties haben als Erbkrankheit irgendwas mit den Augen - da am besten auch nochmal recharchieren/die Züchterin fragen.

Aber ansonsten scheint er doch super zu passen =)
Vor- und Nachteile sind ja auch sehr subjektiv. Wenn er gut in dein Leben passt, gibt es keine Nachteile ;)
 

Tana

Mitglied
Hallo Scanny,
ja, in den Sheltie verliebe ich mich gerade so richtig ;), wobei andere Hunderassen noch nicht ganz ausgeschlossen sind. Du hast recht, dass in diesem Forum zu wenige Sheltie-Halter sind. Werde mich mal in anderen Foren umschauen, danke für den Tipp.
Wegen der Gesprächsfreudigkeit geht es halt darum, dass er in der Wohnung nicht durchbellt. Kurz anschlagen, wenn es an der Tür läutet, wäre sogar erwünscht, da ich die Klingel oft nicht höre. Aber super wäre es schon, wenn er dann gleich wieder auf Kommando aufhört.
Zur Begrüßung Wuff-Sagen - das ist ja auch okay - schließlich rede ich ja auch mit ihm. Aber eben wieder aufhören.
Also ich werde weiter recherchieren.
Kommende Woche treffe ich eine Sheltie-Halterin und gehe mal mit ihr und ihrem Sheltie in die Hundezone - darauf freue ich mich schon!
liebe Grüße
Tana
 

Scanny

Alter Hase
Aber super wäre es schon, wenn er dann gleich wieder auf Kommando aufhört.
Zur Begrüßung Wuff-Sagen - das ist ja auch okay - schließlich rede ich ja auch mit ihm. Aber eben wieder aufhören.
Ich denke, das sollte in jedem fall möglich sein - auch bei "gesprächigen" Hunden.

Meiner hats zwar nicht so generell mit dem Wuffen - hat aber eine ordentliche Portion Wachtrieb mitbekommen.
Als er ca 3 Monate bei uns war, war er "angekommen". (er war damals 2,5 jahre alt)
Hat uns als "Rudel" gesehen und angefangen uns zu beschützen bzw seinem Rudel bescheid gegeben wenn was nicht in Ordnung ist.

Er hat dann Nachts ca. alle 2h gebellt - was schon lästig war.
Das hat sehr schnell nachgelassen als wir die Kommunikation ernst genommen haben. Wir haben es ihm nicht verboten, sondern sind drauf eingegangen.
Er hat gebellt weil er etwas seltsamen (vermutrlich im treppenhaus) gehört hat.
Ich bin aufgestanden, habe ihn auf seinen Platz geschickt, bin zur tür gegangen und habe geschaut ob alles OK ist.

Er sagt mir wenn was nicht stimmt, aber ich kümmere mich darum das alle sicher sind (Anführer und so ;) )
ich bin dann zurück gekommen, habe ruhig mit ihm geredet und er durfte auch zur Türe gehen um zu schauen ob wirklich alles gut ist.
Er durfte sich überzeugen dass ich die Situation im Griff hatte.
Klar war es anfangs nervig alle 2h in der Nacht aufzustehen.
Aber keine 2 Tage und es hat deutlich nachgelassen.
und nach spätestens einer Woche war das Thema ganz vom Tisch - bis heute keine probleme.

ich bin sehr froh dass wir ihm das bellen an sich nicht verboten haben.
Es ist jetzt schon 2 mal vorgekommen, dass ich nach der gassirunde die Wohnungstüre aufließ ohne es zu merken.
Als wir dann im bett waren wurde Arek unruhig und fing zu wuffen an, in Richtugn Haustür.
Ich bin wieder aufgestanden, ging zur Tür und merkte, dass sie aufstand (im 5. stock eines mehrfamilienhauses - da wurde mir schon mulmig)
Darauf kann ich mich verlassen bei meinem kleinen Wachhund, wenn was nicht stimmt, sagt er mir Bescheid :)

(Übrigens auch super, wenn mal wieder ein Hamster ausgebrochen ist ...
ich hatte Anfangs in der Kleintierhaltung das Problem, dass meine Zwerghamstergehege nicht ausbruchsicher waren und die Zwerge raus kamen ...
ne Wohnung nach einer 80g Fellkugel abzusuchen die überall sein könnte, ist sehr aufwendig.
Arek hat sofort gemekrt wenns in der Nacht unterm Bett raschelte - und es mir "gesagt" ;)

(Und nein - ein Hamsterausbruch ist eiogentlich nichts lustiges, weils ja fürs Tier auch gefährlich ist.
Keine Sorge, trotz Anfängerfehler hatten es alle Zwerge immer gut bei mir)
 

Scanny

Alter Hase
Hab den Thread über Shelties gefunden:

Wo Besitzer ihre Erfahrungen teilen.

Und im Thread wird noch eine Seite verlinkt:
 

Tana

Mitglied
Da mir am liebsten ist, im Jänner oder Februar einen Welpen zu uns zu nehmen, sollte ich langsam auf Züchter-Suche gehen. Vorher aber sollte ich mir wegen der Rasse im Klaren sein


Daher habe ich für kommende Woche mal einen Beratungstermin bei einer Tierärztin, die auch tierschutzqualifizierte Hundetrainerin ist, vereinbart.
Ist zwar nicht ganz billig, doch ich will mir nachher nicht vorwerfen, nicht alles bedacht zu haben. Ich weiß schon, wie sich der Hund dann entwickelt, kann ganz unterschiedlich sein, aber so hole ich halt doch im Vorfeld soviele Informationen wie möglich ein.

Übrigens habe ich mir heute auch eine Hundeschule angesehen - bin einfach zum Welpenschul-Termin hingegangen - die Trainerin war sehr nett und hat mich zuschauen lassen, auch wenn sie ein wenig erstaunt war, dass ich bereits über ein halbes Jahr bevor ich einen Hund habe, vorbeikomme


liebe Grüße
 

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