Hund im Auto sichern

violagirl

Aktives Mitglied
Hi,

wir nehmen ab und zu am Wochenende einen Hund aus der Nachbarschaft mit zu Ausflügen (Wandern etc). Dort fahren wir meistens mit dem Auto hin. Bisher haben die Besitzer uns immer so eine Anschnallleine für den Sitz gegeben. Jetzt wollen wir aber mit vollbesetztem Auto fahren und der Hund muss auf den Boden. Deshlab habe ich mich mal im Internet informiert, wie man den Hund am Boden sichern kann. Wir wollen nicht extra eine Transportbox o.ä. kaufen, da es ja nicht unserer ist. Ich war immer der Meinung, dass der Hund ohne Transportbox im Auto genauso angeschnallt werden muss wie die Menschen auch, damit er bei einem Unfall eben nicht nach vorne fliegt. Jetzt habe ich aber gerade hier https://www.punkte-flensburg.de/anschnallpflicht/#gibt-es-eine-anschnallpflicht-fuer-hunde gelesen, dass er gar nicht angeschnallt sein muss, sondern nur irgendwie gesichert. Reicht das dann wenn er auf dem Boden liegt, weil da sind ja die Vordersitze direkt vor ihm? Oder muss ich seine Leine noch an einen der Sitze festmachen?

Vielen Dank schon vorab für die Hilfe:)

LG
 

Scanny

Alter Hase
Hi,

das Sicherste für den Hund ist natürlich eine stabile Hundebox.
Da du das sicher weißt, geht es dir also um die rechtlichen Vorschriften nehme ich an?

Wenn du rein rechtlich 100% abgesichert sein möchtest, solltest du auch die zuständigen Behörden direkt fragen.
(Da ich weder Auto, noch Führerschein besitze, weiß ich grad nicht wenn man da fragen muss - vielleicht die Polizei/Verkehrskontrolle?)
Falls du nämlich kontrolliert wirst, kannst du natürlich nicht sagen "in dem Forum haben die das aber so und so gesagt ;)

Was ich weiß und gehört habe und wie ich es mache:
- Hund nicht auf der Beifahrerseite (auch gesichert nicht - der Hund darf nicht die Möglichkeit haben, plötzlich ins Lenkrad oder ähnliches zu hüpfen)
- auf der Rückbank anschnallen
- ist auf der Rückbank kein Platz (weil alles voll mit Personen) dann kommt Arek auf den Schoß und eine Leine wird irgendwie an einen Gurt festgemacht - eben so, dass er nicht durch die Frontscheibe fleigen kann oder den Fahrer stören kann

ABER ich wurde noch nie kontrolliert und habe auch niemand "Offiziellen" gefragt.
Und sicher ist das für Arek natürlich auch nicht - aber für 3x im Jahr mit Auto mitgenommen werden, lohnt sich auch bei mir keine Box-Anschaffung.
 

violagirl

Aktives Mitglied
Hallo Scanny,

danke für deine Antwort. Ich möchte eben bei einer Polizeikontrolle keine Strafe zahlen müssen und sicher soll es für den Hund natürlich auch sein.
Hund nicht auf der Beifahrerseite (auch gesichert nicht - der Hund darf nicht die Möglichkeit haben, plötzlich ins Lenkrad oder ähnliches zu hüpfen)
Nicht mal im Fußraum? Ich dachte ich hätte das mal gelesen, dass das in Ordnung ist... aber anschnallen kann man ihn da natürlich auch nicht.
Ich wüsste auch nicht wen ich da fragen kann, wenn ich erst bei der Verkehrskontrolle frage ist es wohl zu spät:D
kommt Arek auf den Schoß und eine Leine wird irgendwie an einen Gurt festgemacht
Das ist eine gute Idee, das ist ja quasi wie angeschnallt und er kann dann trotzdem auf den Boden liegen. Vielleicht probieren wir das aus:)

Lg
 

Scanny

Alter Hase
Soweit ich weiß, darf er auch nicht in den Fußraum der Beifahrerseite. (Meine Freundin, wo wir ab und zu mitgeneommen werden, passt da immer sehr auf).
Auch angeschnallt im Fußraum hat selbst mein kleiner 10kg Hund die Möglichkeit, dem Fahrer mal in die Schaltung oder die Handbremse zu wurschteln - das ist schon ein Sicherheitsrisiko finde ich.
(natürlich kann ich meinen Hund einschätzen, der würde sowas nicht tun ;) aber es ist ja ein Lebewesen und keine Maschine - 100%sicher sein kann man nie)
 

Tutnix00

Mitglied
Ich weiß leider nicht mehr genau, wie das hieß oder aussah, aber früher als kleines Kind bin ich oft bei meiner Nachbarin im Auto mit in den Garten gefahren und die hatten auch ein Hund, den die dann irgendwie im Kofferraum gesichert hatten
Vielleicht findest du ja was, wenn du danach suchst :)
LG
 

violagirl

Aktives Mitglied
@Tutnix00 meinst du eine Box oder ein Gitter? Wie gesagt, ich suche etwas flexibles und günstiges, da es nicht unser eigener Hund ist und ich wir ihn auch nur selten im Auto mitnehmen. Und es sollte auch nicht so groß sein wie eine Box, da wir eben manchmal auch mit vollem Auto fahren und da hat es dann keinen Platz mehr:)
LG
 

Tutnix00

Mitglied
Wie gesagt bin ich mir leider nicht mehr so sicher, weil ich da echt klein war, aber ich glaube, dass es eher Richtung Gitter ging..
Wenn das dein Problem ist: Man muss die Box ja nicht im Auto lassen
Um welche Art von Hund handelt es sich denn? Wenn es eher was kleineres ist, gibt es auch bestimmt Boxen, die nicht so viel Platz einnehmen :)
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Sicher gibt es Transportboxen, die recht klein sind. Aber - die Transportbox muss so gross sein, dass der Hund bequem darin stehen und sich umdrehen kann.

Gitter geben lediglich eine trügerische Sicherheit. Bei einem schweren Aufprall saust der Hund samt Gitter durch das ganze Auto, egal, wie klein die Fellnase ist. Bei einem kräftigen crash wird jeder ungesicherte Hund zu einem sehr gefährlichen Geschoss. Für meine Tessa nutze ich eine Hundebox im Kofferraum. Die Box ist im PKW fest verankert und kann sich im Fall es Falles nicht selbstständig machen. Wenn Benny auch noch mitfährt, kommt er auf die Rückbank und sein Geschirr ist fest mit einer kurzen Leine dran in einen Gurtverschluss eingeklinkt.
 

violagirl

Aktives Mitglied
Danke für eure Antworten:) Wie gesagt, das Problem ist ja, wenn das Auto voll besetzt ist hat der Hund nur noch auf dem Boden Platz und es würde gar keine Hundebox mehr reinpassen. Es ist ein Retriever, also auch nicht soo klein:)
@Rolf das mit dem Gitter wusste ich gar nicht, ich dachte das sei wirklich fest, so dass es auch bei starkem Bremsen fest ist. Ist jakrass dass das so verkauft wird.
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Da bin ich ganz bei Dir, violagirl. Diese Gitter geben nur eine scheinbare Sicherheit. Die Gitter werden im Fußraum und an die Decke des PKW festgesetzt. Bei einem etwas grösserem Aufprall durch den Hund werden die Gitter nach vorne geschoben und irgendwann löst sich dann das Gitter komplett und saust samt Fellnase durch das Auto.
 

Tutnix00

Mitglied
Das mit dem Gitter wundert mich allerdings auch
Mir war zwar bewusst, dass es nicht so sicher ist, wie eine Transportbox, aber das es sogar so gefährlich ist, ist total schockierend
Gut zu wissen, weil wir uns darüber auch langsam Gedanken machen sollten
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Ja Tutnix00, bei einem Aufprall treten wahnsinnig starke Fliehkräfte auf, die immer wieder rasant und schwerst unterschätzt werden.
 

Tutnix00

Mitglied
Vielen Dank dafür auf jeden Fall
Ansonsten wäre bei uns irgendwann noch was kleines, flauschiges durchs Auto geflogen und das kann man sich sparen
 

Tutnix00

Mitglied
Ich habe mich ein bisschen damit auseinander gesetzt und dabei festgestellt, dass es bei den Bußgeldern nicht wirklich Unterschiede zwischen Gegenständen und Tieren gibt.. was mich echt verwundert und vor allem traurig macht, da es mir wieder vor die Nase geführt hat, dass Tiere laut Gesetz ja "Sachen" sind :(
Na ja, auf jeden Fall geben die meisten Seiten in etwa das selbe an mit 30€ bei "lediglich" zu schlechter Sicherung, aber laut einer anderen Website ist man bereits bei 35€+Punkt.. Weiß jemand woran das liegt? Gilt beides für PKW

LG
 

Scanny

Alter Hase
was mich echt verwundert und vor allem traurig macht, da es mir wieder vor die Nase geführt hat, dass Tiere laut Gesetz ja "Sachen" sind
Das stimmt aber mittlerweile auch nicht mehr so ganz.
Tiere haben Rechte die in unserem Gesetz fest verankert sind. Ein Schrank hat das z.B. nicht.

Kommt der Gerichtsvollzieher, darf er auch nicht einfach mal so einen Hund/eine Katze pfänden.
(Es gibt zwar ab und an einen Fall der durch die Medien geht, jedoch sind da in der Regel andere Hintergründe vorhanden (z.B. sehr hoher Wert des Tieres (ausgebildeter Arbeitshund) oder, wahrscheinlicher, Schutz des Tieres (wenn der schuldner sich die Versorgung des Tieres nicht mehr leisten kann)

Dass ein Hund im Auto mit anderen "Sachen" verglichen und gleichgestellt ist, ist klar.
Im falle des Unfalls zählt nun mal sein gewicht+Masse - wie bei anderen Gegenständen eben auch. Das ist logisch dass dort kein unterschied gemacht wird.
Einzige Alternative wäre, dass der Gesetzgeber vorschreibt, wie ein Hund gesichert wird um SEIN leben am effektivsten zu schützen (ähnlich wie der Gesetzgeber ja auch das Anschnallen vorschreibt).
Ziemlich sicher würden aber die meisten Hundebesitzer auf die Barrikaden gehen, wenn der Staat ihnen vorschreibt, dass sie ihren geliebten Hund nur noch in (teurer) Stahl-Autobox transportieren dürfen. (denn das ist das Sicherste).


Vielleicht liegen die unterschiedlichen Angaben daran, dass die artikel unterschiedlich alt sind? hast du mal das Datum der Veröffentlichung verglichen?
 

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