Mit wie viel Wochen Eurasier alleine lassen?

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Unregistriert

Guest
Hey, wir wünschen uns nichts sehnlicher als einen Eurasier, aber es ist etwas schwierig, ihn die ganzen ersten 6 Monate GARNICHT alleine zu lassen. Ich meine wie soll man das denn schaffen mit Job, Schule usw. Es kann doch nicht sein das alle Welpenbesitzer arbeitslos sind oder Unmengen an Geld für Hundesitter ausgeben. Also mit wie viel Monaten könnte man einen Hund so ca. 4-5 Std. alleine lassen??
 

franka

Foren-Guru
also erstmal hallo dir.
einen hund sollte man grundsätzlich nicht lange allein lassen, allerdings sind 4-5 stunden machbar..

ich hab meinen in abständen, die dann auch grösser wurden ab dem 5 monat allein gelassen, die erste zeit hatte ich auch immer nur schiss, das hat sich gelegt, nachdem ich bemerkt hab, das er nix zerstört hat.
um das kaputt machen gehts mir eigendlich auch nicht, ich hatte mehr oder weniger schiss, das er kabel anressen könnte oder sich sonstwie verletzen könnte, das war gott sei dank nicht der fall
 

Lex

Gesperrt
Ich habe mir nun den Fred zum siebten Male durchgelesen und möchte vorsichtig anmerken, daß es hier wieder um eine Anfrage geht, die eine Hundeinteressierte stellt, die um jeden Preis einen Schnuffel haben möchte. Mir verursachen solche Anfragen deshalb Bauchschmerzen, da sie in der Regel darauf hinauslaufen, dass sich ohne auf Vorschläge einzugehen, ein Hund angeschafft wird und dann sehen wir weiter. Leider sind die Tierheime mittlerweile voll von solchen "Experimentalhunden" und ich frage mich schon seit einiger Zeit, warum solche Anfragen wider besseren Wissens fast ausschließlich nur von jungen Mädchen, oder von Frauen gestellt werden. Handeln Männer in einem solchen Fall mit mehr Verantwortung ?
Fakt ist, dass ein Hund, ganz gleich in welchem Alter sein Rudel BRAUCHT. Viele, die hier großzügig mit Zeiten der Abwesenheit um sich werfen, haben von Verlassensängsten anscheinend noch nix gehört, oder wollen dies einfach nicht wahrhaben. Verlassensängste können bis zu physischen und psychischen Störungen beim Hund gehen, sich langsam aufbauen und zu massiven gesundheitlichen Problemen führen. Ich würde manchem Hundehalter, der der Meinung ist, dass sein Schnuffel längere Zeit ohne Probleme alleine bleiben kann raten, sich einen Anrufbeantworter mit Raumüberwachung anzuschaffen. Viele Hundehalter wurden dann eines besseren belehrt, was aber nie an die Öffentlichkeit gedrungen ist.
Mein Standpunkt steht fest: Wer nicht in der Lage ist, auf seinen vierbeinigen Freund zu jeder Zeit einwirken zu können, sei es durch Abwesenheit, oder mangels familiärer Unterstützung, sollte auf die japanische Hunderasse von Sony zurückgreifen und sich nicht irgendwelche Ausreden einfallen lassen, um sein Gewissen zu beruhigen.
 

franka

Foren-Guru
na gut lex, aber hier bin ich nicht so unbedingt ganz klar deiner meinung, im grossen und ganzen hast du definitiv recht ja, aber da würde es nur um halter gehen die ganztägig zuhause sind und deshalb einen hund haben, aber was ist mit der arbeitenden bevölkerung?
 

Dexter

Mitglied
Dann könnten ja nur Arbeitslose, Rentner und Hausfrauen Hunde halten, das sehe ich ein wenig differenzierter. Beim letzten Hund war ich gerade in Elternzeit und hatte einige Monate Zeit den Welpen ganz sanft ans alleine lassen zu gewöhnen. Mit ihr gab es nie Probleme. Zeitweise hatte ich sogar 2 ganze Tage gearbeitet, bin mittags immer nach Hause um mit ihr zu gehen und fand sie völlig verpennt im Korb mit wenig Lust überhaupt rauszugehen.

Den jetzigen habe ich ja mit 1 1/2 aus dem Tierschutz bekommen und er war wohl sowieso damit großgeworden alleine in einem Hof mit seiner Schwester zu sein. Ohne großen Menschenbezug. Ich hatte mir ein paar Wochen Urlaub genommen und vom ersten Tag langsam geübt. Dabei stand ich dann schon mal ne halbe Stunde seitlich am Haus um zu hören wie er sich verhielt. Auch hier gab es kaum Probleme. Er nutzt nun die 4,5 Stunden zum Pennen und nur einmal gab es sichtbare Anzeichen (bei Stress sabbert er enorm) als ich zurück kam. Da hatten sich wohl größere Mengen Schnee vom Dach gelöst und er hatte wohl Panik bekommen. Tat mir leid, aber am nächsten Tag war alles wieder beim alten als ich zur Arbeit ging.

Da ich immer Nothunde aufnehme, die in sehr schlechten Bedingungen lebten, habe ich kein schlechtes Gewissen, sie die paar Stunden am Tag alleine zu lassen. Die Verwandlung von ängstlichen, abgemagerten, glanzlosen Duckmäusern zu selbstbewussten, strahlenden Prachtkerlen gibt mir da recht.

Ich erkundige mich natürlich vorab, ob die Vermittler das Alleinsein für einen halben Tag verantworten, bei vielen ist das ja von vornherein gar nicht möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lex

Gesperrt
Nun, es ist eben nur meine ganz persönliche, unmaßgebliche Meinung, da ich mittlerweile fast einmal die Woche mit dem Ergebnis von unüberlegten Anschaffungen von Hunden konfrontiert werde. Kein normaler Mensch würde sich ein Pferd anschaffen, wenn er nicht zu einhundert Prozent den täglichen Ablauf im Vorfeld geklärt hätte. Bei Hunden wird meist argumentiert, dass "wo ein Wille ist, auch ein Weg zu finden ist" Das liegt aber meiner Meinung wohl daran, dass ein Pferd in der "Öffentlichkeit" steht und sofortige Rückschlüsse auf den Besitzer zuläßt, wogegen ein Hund doch mehr im "Verborgenen" gehalten wird, wo einige Dinge halt nicht so auffallen. Ich wollte auch mit meiner Meinung nicht aussagen, dass sich nur Leute einen Hund anschaffen sollten, die nicht berufstätig sind, oder im Pensionsstand sind, sondern vielmehr andeuten, dass die Anschaffung eines Tieres wohl überlegt sein sollte und nicht durch eine rosarote Brille gesehen wird. Sicherlich kann ein Hund darauf konditioniert werden, dass er mehrere Stunden alleine zuhause bleiben kann, aber in der Regel sieht es vor der Anschaffung so aus, dass man von einigen Stunden redet, aus denen dann auch mal mehr als zehn werden können und wenn der Schnuffel mal sein Geschäft in der Wohnung erledigt, ist das für viele ebenfalls kein Hindernis, da es keiner sieht, wenn es wieder weggemacht wurde. In der heutigen Gesellschaft leben viele über ihre Verhältnisse und nur deshalb, da sie unbedingt das haben möchten, was in ihrem Umfeld ebenfalls angeschafft wurde und wie sich viele den Kauf eines teueren Smartphones, angepaßt an ihre finanziellen Verhältnisse, nicht vor dem Kauf überlegen, so verhält es sich bei der ähnlichen Klientel mit der Anschaffung eines Hundes.
Es besteht übrigens ein direkter Zusammenhang der aufkommenden Verlassensangst mit der Größe des alleingelassenen Rudels. Ab zwei Hunden ist das etwas einfacher zu händeln.
 

storbi

Foren-Guru
Ich kann dazu nichts sagen,ich hatte immer das Glück,konnte damals immer mein Hund mit zur Arbeit nehmen,wo er dann auch noch die Kollegen mit hatte .Musste auch mal ruhe geben,aber irgend jemand knutschte immer an ihm rum an meinem Bulli,genauso war es bei meinem Dackel.Heute habe ich eine Nachbarin (Rentnerin) mit Hündin,wo wir immer mal Zeit füreinander haben wenn es mal etwas länger wie 2 Std, dauert.Er würde auch länger allein bleiben,muss aber nicht durch die Nachbarschaftshilfe.Sie hat auch einen Wohnungsschlüssel und könnte ihn jederzeit rüberholen ,wenn`s wirklich mal länger dauern sollte.
 

franka

Foren-Guru
also ich habs mit flocke immer ganz gut hinbekommen auch als arbeitender...
mittags ist meine tochter mit ihm runter, oder hat ihn mit zu sich genommen, da ging das, aber auch sowas geht ja irgendwann nicht mehr, weil sie eingebunden ist und somit hab ich selbst mich entschieden, grundsätzlich nicht mehr länger wie 6 stunden arbeiten zu gehen, auch wegen meiner tochter....aber auch das ist ja eine finanzielle seite die nicht jeder kann.
somit stehe ich da auch auf elviras seite, die sich ihren felli erst dann angeschaftt hat als die nötige zeit da war!
aber ich wollte den hund und auch kind, also heisst es dann auch kümmern, denn lex was du beschriebst sollte ja nun nicht der tägliche alltag sein....das ist ein verantwortungsbewusstsein was eben nicht jeder hat...
 

Lex

Gesperrt
....aber ich wollte den hund und auch kind, also heisst es dann auch kümmern, denn lex was du beschriebst sollte ja nun nicht der tägliche alltag sein....das ist ein verantwortungsbewusstsein was eben nicht jeder hat...
Siehst Du mein Gute :D und nun sind wir beim Kernpunkt angelangt. Wenn man dieses Verantwortungsbewußtsein nicht hat, sollte man sich eben gegen einen Schnuffel entscheiden. Es wird nur vielen Neuhundehaltern so einfach gemacht, da es sich immer noch beim Hund um eine Sache handelt. Sollte in ganz ferner Zukunft daran etwas geändert werden (was ich mir nicht vorstellen kann), wird sich diese Thema der artgerechten Haltung sehr schnell selber regeln, da jeder Verstoß dagegen empfindlich geahndet werden muß. Da kommt dann selbst der Hundehalter ins Grübeln, der bisher für Fehlverhalten immer eine Ausrede gefunden hat. Aber leider ist das alles Wunschdenken, so nach M.L. King...ich hatte einen Traum.....
 

Qoldlady

♡Lovepo!nts♡
Im Großen Ganzen kann ich Lex nur Recht geben. Ich sehe das auch so, dass sich viele Leute einfach einen Hund anschaffen wollen, "weil der Nachbar ja auch einen hat" - so nach dem Motto: "Was der kann, kann ich schon lange!" Vergessen aber darüber völlig die Bedürfnisse der Nasen. Oder sie werden angeschafft, weil die Kinder unbedingt einen haben wollen - aber natürlich nur bekommen, wenn sie sich "auch selbst drum kümmern". In dem Fall frage ich mich, wie blauäugig können Eltern eigentlich sein? Wenn Kinder diesen Wunsch erfüllt bekommen, müssen in erster Linie die Eltern dahinter stehen und zusehen, dass es dem Schnuffel gut geht. Aber sobald die Kinder die Lust dran verlieren, ist der Hund der Leidtragende und keinen kümmert´s!

Außerdem frage ich mich ganz ernstlich, was will eigentlich jemand, der 8 bis 10 Stunden am Tag arbeiten geht (Fahrzeit nichtmal eingerechnet) mit einem eigenen Hund? Haben die mehr als 24 Stunden zur Verfügung? Wie wäre es da mit ehrenamtlicher Tätigkeit in einem TH? Das wäre viel nützlicher und man hätte trotzdem genug Umgang mit Hunden.
 

Lex

Gesperrt
Ich seh das schon. So langsam macht sich in verschiedenen Foren aktiver Widerstand gegen unüberlegte Anschaffung von Haustieren breit. Das ist keine verlorene Liebesmüh, denn wenn in vielen Foren sich die Ansicht gefestigt hat, dann müssen die Forenwanderer, die unbedingt ein Argument brauchen sich trotz widriger Verhältnisse einen Hund anzuschaffen, mal ohne Ratschläge für den Kauf auskommen.
 

Lex

Gesperrt
Vergessen: wenn jemand hier rat sucht bei der Anschaffung eines Hundes, bin ich der Letzte, der sich sperrt, aber die Frage sollte nicht lauten welcher Hund paßt zu mir, sondern vielmehr: zu welchem Hund passe ich :D
 

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