Ein glücklicher Hund ist ein ausgelasteter Hund. Doch was bedeutet „artgerecht“ eigentlich? Während dem einen ein gemütlicher Spaziergang reicht, fordern andere Rassen echte Kopfarbeit und körperliche Herausforderungen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du die perfekte Beschäftigung für deinen Hund findest, um Langeweile und Unterforderung effektiv vorzubeugen.
Inhaltsverzeichnis: Auslastung & Spiel
Warum Beschäftigung für den Hund lebenswichtig ist
Eine richtige Beschäftigung ist weit mehr als nur Zeitvertreib. Sie sorgt dafür, dass dein Hund ausgeglichen, zufrieden und physisch wie psychisch gesund bleibt. Ein Hund, der keine Aufgabe hat, sucht sich oft selbst eine - was dann häufig in unerwünschtem Verhalten wie dem Zerstören von Möbeln oder übermäßigem Bellen endet.
Bedarf nach Rasse: Individuelle Auslastung
Der Bedarf an artgerechter Auslastung ist von Rasse zu Rasse und sogar individuell sehr unterschiedlich. Vor allem Arbeitshunde benötigen meist mehr als nur das klassische Gassigehen:
- Hütehunde: Border Collies oder Australian Shepherds brauchen komplexe Aufgaben.
- Jagdhunde: Münsterländer oder Retriever besitzen einen angeborenen Arbeitswillen.
- Diensthunde: Rassen wie der Deutsche Schäferhund fordern klare Führung.

Die Balance finden: Ruhephasen nicht vergessen
Bei all dem Eifer für Hundesport und Kopfarbeit darf ein entscheidender Faktor nicht vergessen werden: Das Ruhetraining. Ein Hund, der rund um die Uhr "bespaßt" wird, neigt dazu, zum "Action-Junkie" zu werden und verlernt die Fähigkeit, einfach mal zu entspannen. Experten raten dazu, dass erwachsene Hunde bis zu 18-20 Stunden am Tag ruhen oder schlafen sollten. Achte darauf, dass die Intensität der Beschäftigung zum Alter und Gesundheitszustand deines Hundes passt.
Anzeichen von Überforderung erkennen
Viel hilft nicht immer viel. Wenn dein Hund nach dem Training nicht zur Ruhe kommt, Hecheln oder sogar stereotypes Verhalten zeigt, kann dies ein Zeichen von Überforderung sein. Gute Beschäftigung zeichnet sich dadurch aus, dass der Hund danach zufrieden auf seinem Platz schläft. Die Qualität der gemeinsamen Zeit steht immer über der Quantität der Übungen.
Ersatzbeschäftigung: Den Instinkt sinnvoll lenken
Nicht immer ist es möglich, einen Hund exakt gemäß seiner Bestimmung auszulasten. Hier kommt die Ersatzbeschäftigung ins Spiel. Es geht darum, die natürlichen Fähigkeiten (wie die Nasenarbeit oder das Apportieren) in kontrollierte Bahnen zu lenken, die sowohl dem Vierbeiner als auch dem Zweibeiner Freude bereiten.
Finde die passende Auslastung für deinen Hund
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Vielen dank für den interessanten Artikel.
Ich finde, dass jeder für sich und seinen Hund das richtige Maß finden sollte. Dieses Maß sollte es dem Hundeführer erlauben den Hund täglich genau so auszulasten. Zu viel ist genau so schlecht, wie zu wenig.
Danke für den Tipp mit den kuscheltieren. Meinem Border Collie Schäferhund Mix macht es bestimmt auch richtig Spaß. Ich will es auf jeden Fall mal ausprobieren.
Das mit den Kuscheltieren ist eine gute Idee, muss ich unbedingt ausprobieren. 🙂
Meinem Schipperken macht es Spass, dieses Spiel zu spielen, da er Bewegung braucht. Funktioniert bestimmt bei jedem Hund. 😉
Ihr baut einen kleinen Hindernisparcours aus Karton, Plastik etc. auf. Dann versteckt ihr am Ende des Parcours ( am Besten im Wald oder auf einer Wiese ) ein Leckerli. Eure Hund muss mit ein bisschen Hilfe von euch den Parcours überqueren. Wenn er es gut gemacht hat, darf er noch das Leckerli suchen. So, und dann darf er das Leckerli fressen. Und wenn er alles wirklich richtig gemacht hat, bekommt er Streicheleinheiten.
Um meinen Westie zu beschäftigen, verstecke ich Leckerchen zwischen Papp- oder Plastikbechern. Auch in Schachteln (z.B; Kellogs) lassen sich Leckerlis super verstecken. Neuerdings hab ich einen alten (leeren) Adventskalender für dieses Spiel benutzt.
Der Spaß ist dem Hund garantiert 🙂 der Besitzer hat nachher nur ein wenig Arbeit die zerfetzten Papierstücke aufzusammeln 😉
Liebe Grüße und viel Spaß !!
das nicht schlecht muss ich wenn ich meinen welpen habe auch mal üben ^^
vorallem habe ich ja x kuscheltiere noch von meinem kind 😛
Kuscheltier-Raten
Dazu stelle ich 3-5 Kuscheltiere die alle ihren eigenen Namen haben (was man ausführlich vorweg, einzelnd mit dem Hund üben sollte)-, um mich in einem Radius von einem Meter auf (kann man ja machen wie man möchte) und ruft seine Nase zum Spielen.
Dann (sage ich) „Wo ist …?“ und meine Hündin stubst das genannte Kuscheltier mit Nase oder Pfote an.
Den Radius kann man beliebig ausbreiten, denke ich, da jedes Kuscheltier seinen eigenen Geruch hat.
Das klappt super und meiner Breton Epagneul Hündin Lilou, macht kein anderes Denkspiel so viel Spaß! 🙂
Viel Spaß!
Sasha!