Deutscher Schäferhund: Der vielseitige Allrounder & treue Beschützer
Geschichte und Herkunft: Vom Hütehund zur Legende
Der Deutsche Schäferhund ist eine der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Hunderassen der Welt. Ende des 19. Jahrhunderts begann Max von Stephanitz mit der gezielten Zucht. Sein Ziel war ein leistungsfähiger, intelligenter und belastbarer Arbeitshund, der ursprünglich zum Hüten und Treiben von Schafherden eingesetzt wurde.
Durch seine außergewöhnliche Vielseitigkeit erkannte man jedoch schnell, dass der Schäferhund zu weit mehr fähig ist. Er wurde zum Prototyp des modernen Diensthundes. Ob im Ersten und Zweiten Weltkrieg, bei der Polizei oder im Rettungswesen - seine Einsatzgebiete sind fast grenzenlos. Heute ist er nicht nur ein geschätzter Arbeitshund, sondern auch einer der beliebtesten Familienhunde weltweit, sofern seine Bedürfnisse erfüllt werden.
Wesen und Charakter: Loyalität und Arbeitswille
Das Wesen des Deutschen Schäferhundes ist geprägt von Ausgeglichenheit, Nervenstärke und einer unerschütterlichen Loyalität gegenüber seiner Bezugsperson. Er ist ein extrem aufmerksamer und selbstbewusster Hund, der eine natürliche Wachsamkeit besitzt, ohne dabei ein grundloser Kläffer zu sein.
Sein Arbeitswille und seine schnelle Auffassungsgabe sind legendär. Er möchte eine Aufgabe haben und diese zur Perfektion ausführen. In der Familie zeigt er sich - bei richtiger Sozialisierung - als anhänglicher und schützender Partner, der eine enge Bindung zu seinen Menschen sucht. Fremden gegenüber verhält er sich meist neutral bis reserviert, jedoch stets aufmerksam.
Leistungslinie vs. Hochzucht (Showlinie)
Innerhalb der Rasse gibt es heute zwei deutlich voneinander abgegrenzte Typen, die Käufer unbedingt kennen sollten:
- Hochzucht / Showlinie: Diese Hunde werden primär nach optischen Standards und dem typischen Gebäude gezüchtet. Sie sind oft etwas schwerer und weisen häufig die kontrovers diskutierte abfallende Rückenlinie auf.
- Leistungslinie: Hier steht die Arbeitsfähigkeit an erster Stelle. Diese Hunde sind meist etwas kleiner, drahtiger und haben einen extrem hohen Trieb und Arbeitswillen. Sie eignen sich hervorragend für den professionellen Sport oder Dienst, sind als reine "Mitlauf-Familienhunde" jedoch oft unterfordert.
Haltung & Auslastung: Ein Hund für Aktive
Ein Deutscher Schäferhund ist ein Sportler durch und durch. Wer sich für diese Rasse entscheidet, muss bereit sein, viel Zeit in die körperliche und vor allem geistige Beschäftigung zu investieren. Bei Unterforderung kann der Schäferhund unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln.
Ideal für fast jeden Hundesport:
- Schutzsport (IGP): Die klassische Disziplin für diese Rasse.
- Fährtenarbeit & Mantrailing: Nutzt seine exzellente Nase.
- Agility & Obedience: Fordert Schnelligkeit und Präzision.
- Rettungshunde-Arbeit: Sein Mut und seine Ausdauer machen ihn hier zum Allrounder.
Wird er richtig ausgelastet, ist er im Haus ein ruhiger und angenehmer Hausgenosse. Eine Zwingerhaltung ist aufgrund seines menschenbezogenen Wesens nicht empfehlenswert.
Erziehung: Intelligenz erfordert Konsequenz

Der Deutsche Schäferhund
Die Erziehung eines Schäferhundes ist dank seiner hohen Lernfähigkeit und seinem "Will-to-please" eine dankbare Aufgabe. Er möchte lernen und begreift Kommandos extrem schnell. Dennoch benötigt er eine klare, konsequente und souveräne Führung.
Schäferhunde brauchen von Welpenbeinen an eine gute Sozialisierung mit anderen Hunden und Umweltreizen, um ihre Wachsamkeit in kontrollierte Bahnen zu lenken. Da er ein sehr kräftiger Hund ist, ist eine solide Grunderziehung (Leinenführigkeit, Abruf) unerlässlich. Er reagiert hervorragend auf positive Verstärkung, braucht aber aufgrund seiner Intelligenz eine abwechslungsreiche Ausbildung.
Fellfarben & Pflege
Das typische Stockhaar ist dicht, fest anliegend und verfügt über eine schützende Unterwolle. Er ist extrem wetterfest, verliert aber das ganze Jahr über Haare.
- Farben: Schwarz mit braunen, gelben oder hellgelben Abzeichen; einfarbig Schwarz oder Grau mit dunkler Wolkung.
- Pflege: Regelmäßiges Bürsten ist Pflicht, um die lose Unterwolle zu entfernen - besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst.
Gesundheit & Rassetypische Krankheiten
Wie bei vielen großen Gebrauchshunderassen gibt es beim Deutschen Schäferhund einige gesundheitliche Schwachstellen, auf die man beim Welpenkauf achten muss:
- Hüftdysplasie (HD) & Ellenbogendysplasie (ED): Dank strenger Zuchtkontrollen im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) sind die Zahlen rückläufig, bleiben aber ein wichtiges Thema.
- Degenerative Myelopathie: Eine neurologische Erkrankung der Wirbelsäule.
- Pancreasinsuffizienz: Eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse.
- Magendrehung: Wie bei allen großen Rassen mit tiefem Brustkorb sollte man auf Ruhepausen nach dem Füttern achten.
Häufige Fragen (FAQ) zum Deutschen Schäferhund
Ist der Schäferhund ein guter Familienhund?
Ja, er ist extrem loyal und kinderlieb. Voraussetzung ist jedoch, dass er körperlich und geistig ausreichend ausgelastet wird.
Braucht ein Schäferhund ein Haus mit Garten?
Ein Garten ist schön, ersetzt aber nicht die Arbeit mit dem Hund. Ein ausgelasteter Schäferhund kann auch in einer Wohnung leben, solange er draußen gefordert wird.
Ist der Deutsche Schäferhund gefährlich?
Nein. Ein gut gezüchteter und sozialisierter Schäferhund ist ein freundlicher, stabiler Begleiter. Aggressivität ist nicht rassetypisch.
Wie viel Beschäftigung braucht er täglich?
Man sollte mindestens 2 Stunden für Spaziergänge und zusätzliche Zeit für Kopfarbeit oder Sport einplanen.
Deutscher Schäferhund Bildergalerie
Entdecken Sie die beeindruckende Ausstrahlung des Deutschen Schäferhundes in unserer Bildergalerie:











Und was geschieht mit den Schäferhunden, die im Zwinger vegetieren, weil sie für den Besitzer nichts mehr bringen? Wenn der Besitzer nicht mehr in der Lage ist, sich um sie zu kümmern? Bis ein Hund weggenommen werden kann, ist es ein sehr langer Weg. Manchmal würde ein konsequentes Zeichen einer Instanz, vor der ein (in diesem Fall Hobbyzüchter) Respekt hätte (wegen Prestige und evtl. Entzug der Zulassung) genügen, um hier einem im wahrsten Sinne des Wortes armen Hund zu helfen.Gibt es beim Züchterverband eine solche Instanz oder Menschen, die für diese Schattenseiten Ohr und Herz haben? Wir haben einen aktuellen Fall und sind dabei auf viele Fragen gestoßen.
“Und was geschieht mit den Schäferhunden, die im Zwinger vegetieren, weil sie für den Besitzer nichts mehr bringen? Wenn der Besitzer nicht mehr in der Lage ist, sich um sie zu kümmern? Bis ein Hund weggenommen werden kann, ist es ein sehr langer Weg. Manchmal würde ein konsequentes Zeichen einer Instanz, vor der ein (in diesem Fall Hobbyzüchter) Respekt hätte (wegen Prestige und evtl. Entzug der Zulassung) genügen, um hier einem im wahrsten Sinne des Wortes armen Hund zu helfen.Gibt es beim Züchterverband eine solche Instanz oder Menschen, die für diese Schattenseiten Ohr und Herz haben? Wir haben einen aktuellen Fall und sind dabei auf viele Fragen gestoßen.”