Ellenbogen-Dysplasie (ED) beim Hund: Ein umfassender Ratgeber für Hundebesitzer
Die Diagnose Ellenbogen-Dysplasie (ED) ist für viele Hundebesitzer ein Schock. Erfahren Sie hier alles über die chronische Gelenkerkrankung, von den Ursachen bis zu modernsten Therapieansätzen.
Was ist Ellenbogen-Dysplasie (ED) beim Hund?

Die Ellenbogen-Dysplasie, kurz ED, ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Wachstumsstörungen des Ellenbogengelenks. Es handelt sich um eine chronisch verlaufende, schmerzhafte Veränderung, die unbehandelt unweigerlich zu schwerer Arthrose führt.
Besonders tückisch: Die Erkrankung beginnt meist im Welpenalter, während die Skelettentwicklung noch in vollem Gange ist. Da das Ellenbogengelenk eine komplexe Scharnierverbindung aus drei Knochen (Oberarmknochen, Elle und Speiche) ist, führen bereits kleinste Unstimmigkeiten in der Passform zu massiven Schmerzen und Verschleiß.
Die drei Gesichter der ED: FPC, OCD und IPA erklärt
Unter dem Dachbegriff ED fassen Tierärzte meist drei spezifische Krankheitsbilder zusammen, die einzeln oder kombiniert auftreten können:
1. FPC (Fragmentierter Processus Coronoideus)
Der fragmentierte innere Kronenfortsatz ist die häufigste Form der ED. Hierbei bricht ein kleiner Knochenfortsatz an der Elle (Ulna) ab. Dies geschieht oft durch eine Stufenbildung im Gelenk, wenn Elle und Speiche nicht exakt gleich schnell wachsen ("Short Ulna Syndrome"). Das lose Knochenfragment wirkt wie ein Sandkorn im Getriebe und verursacht Entzündungen.
2. OCD (Osteochondrosis Dissecans)
Die OCD ist eine Knorpel-Knochen-Erkrankung am Oberarmkopf (Trochanter Humeri). Während des Wachstums verknöchert der Knorpel nicht korrekt. Es bildet sich eine verdickte Knorpelschicht, die schlechter durchblutet wird und sich schließlich als "Knorpelschuppe" (Gelenkmaus) ablösen kann.
3. IPA (Isolierter Processus Anconaeus)
Hierbei ist der sogenannte Krümmungsfortsatz des Ellenbogenhöckers nicht fest mit der Elle verwachsen. Normalerweise sollte dieser Knochenfortsatz bis zur 20. Lebenswoche stabil verschmelzen. Bleibt er isoliert, führt dies zu Instabilität und starken Schmerzen im Gelenk.
Ursachen: Warum erkranken Hunde an ED?
Die Entstehung einer Ellenbogen-Dysplasie ist ein multifaktorielles Geschehen. Das bedeutet, es spielen mehrere Faktoren zusammen:
- Genetik: Die Veranlagung ist erblich. Züchter in seriösen Verbänden lassen ihre Zuchttiere daher streng röntgen.
- Ernährung: Ein zu hohes Energieniveau im Welpenfutter führt zu schnellem Wachstum, bevor das Skelett stabil genug ist. Besonders ein Überschuss an Calcium stört die Knorpelumwandlung (wichtig bei OCD).
- Überbelastung: Zu lange Spaziergänge, Treppensteigen oder wildes Spiel mit schweren Artgenossen im ersten Lebensjahr belasten die noch weichen Wachstumsfugen.
Symptome: Woran erkenne ich eine Ellenbogen-Dysplasie?
Hunde sind Meister im Verbergen von Schmerzen. Achten Sie auf folgende Warnsignale:
- Lahmheit: Der Hund "humpelt" vorne, besonders nach dem Aufstehen (Einlaufen) oder nach Belastung.
- Pfotenstellung: Viele Hunde drehen die Pfoten nach außen, um das Gelenk zu entlasten (Ellenbogen werden nah an den Körper gedrückt).
- Steifheit: Der Gang wirkt unrund oder hölzern.
- Gelenkschwellung: Das Gelenk fühlt sich warm an oder ist sichtbar geschwollen.
Daten & Fakten auf einen Blick
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Besonders betroffene Rassen | Labrador & Golden Retriever, Rottweiler, Berner Sennenhund, Deutscher Schäferhund, Bernhardiner, Chow Chow, Neufundländer. |
| Vererbbarkeit | Stark genetisch bedingt, wird aber durch Umweltfaktoren (Ernährung, Bewegung) massiv beeinflusst. |
| Diagnose-Methoden | Röntgen (oft in mehreren Ebenen), CT (Goldstandard für FPC), Arthroskopie. |
| Heilbarkeit | Nicht im klassischen Sinne heilbar, aber durch Operation und Management gut kontrollierbar. |
Diagnose und Therapie: Was kann man tun?
Die moderne Diagnostik
Ein einfaches Röntgenbild reicht oft nicht aus, um kleinste Fragmente (FPC) zu sehen. Spezialisten raten heute oft zu einem CT (Computertomographie), um das Ausmaß der Veränderung dreidimensional beurteilen zu können.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie hängt vom Schweregrad ab:
- Operative Therapie: Mittels Arthroskopie (Schlüsselloch-Chirurgie) können lose Fragmente entfernt oder Knorpelflächen geglättet werden. Bei einem IPA kann eine Verschraubung versucht werden.
- Konservative Therapie: Schmerzmanagement durch Entzündungshemmer (NSAIDs), Gewichtsmanagement (jedes Gramm zu viel schadet!) und gezielte Nahrungsergänzung (Omega-3-Fettsäuren, Grünlippmuschel).
- Physiotherapie: Ein absolutes Muss, um die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit ohne Fehlbelastung zu erhalten.
Prävention: So schützen Sie Ihren Welpen
Auch wenn die Genetik eine Rolle spielt, haben Sie als Besitzer großen Einfluss auf die Gesundheit Ihres Hundes:
- Wachstum bremsen: Füttern Sie ein hochwertiges Welpenfutter mit moderatem Energiegehalt. "Großhungern" ist gesünder als "Großfüttern".
- Schonung im ersten Jahr: Keine Sprünge aus dem Auto, kein am Fahrrad laufen und kurze, kontrollierte Spaziergänge (Faustregel: 5 Minuten pro Lebensmonat am Stück).
- Gewichtskontrolle: Halten Sie Ihren Junghund schlank. Man sollte die Rippen leicht fühlen, aber nicht unbedingt sehen können.
Fazit für Hundebesitzer
Die Diagnose ED bedeutet kein Ende der Lebensqualität. Frühzeitig erkannt und konsequent behandelt, können betroffene Hunde ein langes und glückliches Leben führen. Achten Sie auf die Zuchthistorie beim Kauf und konsultieren Sie bei den ersten Anzeichen von Lahmheit einen spezialisierten Tierarzt.









hallo, mein hund der Bobby ist jetzt ca. knapp 7 monate alt er hingt am rechten bein und hinten links auch wir wissen noch nicht was das ist wir waren schon beim tierartzt und die haben festgestellt das es eine ellebogen entzündung sein kann aber sie wissen es eben nicht genau unsere hund ist ziemlich verspielt wie alle welpen er kann kaum noch raus muss sich bis freitag noch schonen und bekommt tabletten aber seine schmerzen hat er noch nur er hampelt so viel rum und das humpeln wird immer schlimmer das ist jetzt sogar schon das er im gehen humpelt wir wissen echt nicht mehr was wir machen sollen und eine op kommt uns nicht in frage da wir das geld garnicht da für haben .- Das CT kostet 300€ die OP würde dann 650€ kosten und das röntgen hat auch schon 100€ gtekostet das sind dann über 1000€ dafür arbeite ich einen monat was sollen wir machen
Hallo,
Bitte keine schmerzmedikamente geben….denn das ist ein Kreislauf. Wenn Schmerzmittel eingesetzt wird schont der Hund nicht mehr u belastet wieder…..fazit…..es ist wieder zu viel Belastung auf dem Gelenk!
Geh ins Aldi u kauf die Gelenkkapseln u die omega3 Kapseln. Davon gibst du ihm pro Tag 1 gelenkkapsel u 3 omega3. Das kannst du 6 Wochen lang geben……dann muss ne Pause gemacht werden. Bei meiner Hündin hat es sich nach 2 Wochen gebessert
LG petra