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Neue Forschungsergebnisse zum Hund

Der Hund ist laut Sprichwort der beste Freund des Menschen und das seit tausenden von Jahren. Erstaunlich also, dass er bis vor kurzem wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit erregt hat.

Wenn er das Objekt wissenschaftlichen Interesses war, dann wurde und wird er – mit einigen wenigen Ausnahmen – hauptsächlich im sogenannten Interesse des Menschen(-wissen) als Versuchstier eingesetzt, gequält um auszufinden, wie der Blutkreislauf wirklich funktioniert oder welche Medikamente oder Kosmetika uns Menschen zuzumuten waren.

Vor ca. 20 Jahren jedoch wechselte der Fokus der Wissenschaftler plötzlich auf den Hund an sich und viele Untersuchungen und Studien beschäftigen sich seither weltweit mit einer Vielfalt an Themen über und um den Hund:

a) woher kam der Hund? und seit wann wohnt er bei den Menschen?

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b) wie hat ihn die Domestikation genetisch verändert?
Wie sind seine Wahrnehmung, Kognition und Verhalten, das heisst ,wie ist sein Wesen und was sind seine Bedürfnisse?

c) und was können wir von diesen Erkenntnissen ableiten, um das Zusammenleben von Mensch und Hund noch bereichernder zu machen?

a)
Obwohl es einst postuliert (Derjenige, der etwas postuliert, stellt eine ihm plausibel erscheinende These auf und „fordert“ deren Anerkennung, ohne sie beweisen zu können.) wurde, dass der Hund von Schakalen oder anderen wilden Hundearten stammte, ist es jetzt anhand der modernen genetischen Forschung klar, dass der Hund vom Wolf abstammt.
Vielleicht vereinzelt so früh wie vor 135,000 Jahren, spätestens aber seit der Neusteinzeit vor 15000 Jahren ist der Hund der ständige Begleiter des Menschen und in allen möglichen menschlichen Aktivitäten eingebunden.

Damals wohnten Menschen in kleinen Gruppierungen, Familien, erweiterte Familiengruppen. Sie teilten Tundra, Steppe und Wälder mit den Tieren und waren Jäger und Sammler.
So teilten sie den Wohnraum mit den Wölfen, die auch Jäger waren und ebenfalls in Familiengruppierungen lebten. Nur sie waren bessere, d.h. geeignetere Jäger, mit einer höheren Wahrnehmung, was Sicht in der Dämmerung anging und Geruchsinn. Sie waren schneller und stärker.

Der Mensch profitierte, weil die Wölfe überschüssiges Fleisch in die Erde verbuddeln, das der Mensch für seinen Nutzen ausgraben konnte. Also haben die Wölfe teilweise die Jagd für die Menschen quasi übernommen.
Die Wölfe begleiteten Herdentiere über große Distanzen, sie lasen die schwachen Tiere aus. Der Mensch konnte die gesunden finden und erbeuten.
Der Wolf war aber nicht der Hütehund, er war der Hirt!

Der Mensch klinkte sich in das hoch ausgeklügelte Jagd- und ‚Hütesystem‘ der Wölfe ein. Der Wolf war also noch nicht FREUND aber er war Jägerpartner und, genau genommen, schliesslich LEHRMEISTER.

Die Wölfe konnten bei diesen oben genannten Tätigkeiten bestens organisiert sein, da sie in hoch entwickelten sozialen Strukturen lebten. Um zu ermöglichen, dass sie als Jäger mehr Risiken eingehen können, sorgen sie zum Beispiel um verletzte und schwächeren Artgenossen. Auch teilen sie Arbeitsaufgaben unter einander auf; so gehen einige jagen, während andere auf die Jungen aufpassen. Dafür bekommen diese eine gerechte Portion Futter von der Jagd ab. So ausgeklügelt ist dieses soziale System, dass es jetzt postuliert und erforscht wird, ob der Mensch damals vieles für seine eigene Gemeinde davon gelernt und übernommen hatte. Kann es sein, dass menschliche Werte ursprünglich wölfische Werte waren?

Wölfe und Menschen lebten zusammen und wir Menschen können mit Dankbarkeit und Wunder begreifen, wie wichtig das für unsere soziale Entwicklung war und für unsere Versorgung.

Und umgekehrt klinkten sich Wölfe allmählich in das soziale Leben der Menschen ein. Die Menschen siedelten sich in Dörfern an, da gab es auch andere angebaute Lebensmittel zusätzlich zu Fleisch, die Wölfe/Hunde bekamen die Abfälle, wurden am Feuer gewärmt.

Aber vor allem waren ihnen ein soziales Leben vertraut und der Wolf bzw der frühe Hund erweiterte seine soziale Kognition auf den Menschen aus. Und umgekehrt. Diese einzigartige konvergente Ko-evolution der zwei Spezies dürfen wir anhand der neuen Erkenntnisse genauer untersuchen und wahrnehmen. Der Mensch hätte sich ohne den Hund nicht so entwickelt, wie er sich entwickelt hat, und der Hund wäre schlicht und ergreifend nicht Hund geworden, ohne das Zusammenleben mit dem Menschen. Sie haben eine artübergreifende Partnerschaft entwickelt.

Warum erzähle ich detailliert über den Wolf, wenn wir hier sind, um mehr über unser Zusammenleben mit Hunden zu verstehen?

WEIL ERST WENN WIR BEGREIFEN, DASS MENSCH UND WOLF GLEICHBERECHTIGTE BEWOHNER DIESES LEBENSRAUMES WAREN, UND GENAU WIE UNSERE BEZIEHUNG WAR UND WIE SIE GEWACHSEN IST, KÖNNEN WIR DIE MENSCHENZENTRISCHE SICHTWEISE ABLEGEN, DIE SICH IN UNSERER KULTUR VERANKERT HAT UND DIE ZUR ZEIT LEIDER BESONDERS AUSGEPRÄGT IST.
ES IST WICHTIG DIESE SICHTWEISE GRÜNDLICH ZU VERÄNDERN, WEIL SIE UNS MENSCHEN, JAHRHUNDERTE LANG BLIND GEMACHT HAT, UND ZUR ZEIT LEIDER GANZ BESONDERS, FÜR DAS WESEN UNSERES BESTEN FREUNDES UND FÜR DAS EINZIGARTIGE WUNDER DER NATUR, DAS DAS ZUSAMMENLEBEN VON HUND UND MENSCH DARSTELLT.

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b)

Wenn wir unsere Augen für das Wesen unseres besten Freunds öffnen, was dürfen wir da zu sehen bekommen?

Viele Leute haben die menschenzentrische Sichtweise so verinnerlicht, dass sie sehr überrascht sind, zu erfahren, dass sich die Welt in mancher Hinsicht anders darstellt für Hunde als für Menschen. Hunde verfügen über ein breiteres Gesichtsfeld als wir Menschen und sehen besser in der Dämmerung als wir. Sie sehen nah und fern weniger scharf als wir Menschen, dafür registrieren sie jede Bewegung.
Haben wir also darüber nachgedacht, wie unangenehm das Flimmern des Fernsehens für unsere Hunde ist? Wahrscheinlich nicht, weil erst vor kurzem hielt man es für nötig , über die Wahrnehmung von Hunden zu erforschen. Deswegen konnten Menschen noch nicht so genau über die Bedürfnisse ihrer Hunde sinnieren.

Das Bild baut sich 50 bis 60 Mal pro Sekunde neu auf und Hunde nehmen 75 Einzelbilder pro Sekunde wahr. Das heisst, das, was für uns ein statisches BIld ist, ist für den Hund ein unangenehmes, überschnelles Slideshow.

Keine Sorge! Ich habe nicht vor, Euch mit vielen wissenschaftlichen Daten zu überschütten. Ich will lediglich mit diesem Beispiel einen zentralen Punkt aufzeigen:
Die Wahrnehmung – von uns und unserem Hund gleichermaßen – geht einher mit Bedürfnissen. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse ermöglichen uns, die Bedürfnisse unseres besten Freundes wahrzunehmen. Sie sind früher so vernachlässigt worden, dass es sogar postuliert wurde, dass Hunde keine Schmerzen spüren. Jetzt wissen wir, dass Hund und Mensch Schmerzen ähnlich erleben. Was ist aus Grausamkeit oder Unwissenheit alles in der Zwischenzeit Hunden angetan worden? Wissenschaftlichen Experimente, alltägliche Vernachlässigung, und – wieder – menschenzentrische Zuchtexperimente, die Krankheit und Leiden regelrecht Anzüchten lassen uns die Frage stellen, ob wir zivilisiert genug sind, um mit diesem feinen Wesen gerecht umzugehen.

ALSO UM UNSEREN UMGANG MIT UNSEREM BESTEN FREUND ZU VERBESSERN, MÖCHTE ICH VORSCHLAGEN, WIR NEHMEN UNS HEUTE ABEND UND AB JETZT VOR, UNS DIE FRAGE ZU STELLEN, NICHT OB ER UNSER BESTER FREUND IST, SONDERN OB WIR GERÜSTET SIND, UNS SEIN BESTER FREUND ZU NENNEN?

Wenn wir uns informieren, können wir sicherlich besser vermeiden, unserem besten Freund Sachen ZUZUMUTEN, DIE IHM NICHT LIEGEN ODER FÜR IHN ANS UNERTRÄGLICHE GRENZEN.

Wenn wir wissen,

* dass Hunde gelblichgrüne und bläulichviolette Farbtöne wahrnehmen, Signalfarben jedoch nicht, müssen wir ihm keine Übungen zumuten, die sich auf Ampelfarben bauen.

* dass Hunde empfindlich für ein anderes Geräuschspektrum sind als wir Menschen. Dann können wir seine Ohren vor lauten, besonders hohen Tönen schonen.

* dass ihr außergewöhnlicher Geruchsinn einhergeht mit dem Bedürfnis ihre Umgebung auf diese Weise zu erkunden, so dass es mehr als absurd ist, die Tiere an der Leine weg zu zerren, wenn die Hunde auf das Schnuppern an Düften als Informationsquelle angewiesen sind. Es steht ihm also zu, diesen Sinn zumindest zeitweise zu benutzen, wie er es möchte.

* dass absurde Zuchtziele Hunden gesundheitliche Schaden und Schmerzen zufügen und sie in ihrer Wahrnehmung beeinträchtigen. Es ist vielleicht von Interesse zu wissen, dass erhöhte Wahrnehmung die Definition von Talent ist!

Schliesslich schenkt uns der Hund seine Dienste in diesem Bereich, wenn er Fährten verfolgt, Menschen findet und rettet, Drogen erschnüffelt.

WICHTIG IST ALSO, DASS WIR VERSTÄRKT RÜCKSICHT AUF DIE HOHE WAHRNEHMUNG DER HUNDE NEHMEN. ABGESEHEN VON DEN VORTEILEN FÜR DEN HUND, SCHULEN WIR UNSERE DADURCH! DAS GESCHENK IST EINFÜHLUNGSVERMÖGEN.

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Diese Wahrnehmung teilt der Hund mit dem Wolf.
Zusätzlich liegt die große Stärke der Wölfe in ihrer sozialen Kognition; die Hunde haben diese besonderen Fähigkeiten im Prozess der Domestikation auf uns Menschen ausgeweitet.
Die Domestikation geht einher mit Veränderungen in seiner genetischen Ausstattung, denn unsere Hunde sind längst keine Wölfe mehr.

Diese Veränderungen bringen neue BEDÜRFNISSE mit sich:

Wir wissen, dass Hunde treu und anhänglich sind. Lange Jahre glaubte man, dass dieses das Ergebnis sei von korrekter Sozialisierung – im Sinnes des Menschen, natürlich. Hunde würden quasi mittels Sozialisierung vom wilden Tiere zum umgänglichen Tiere gezähmt. Man hört oft heute, das der Hund schliesslich ein wildes Tier sei. Cesar Millan zum Beispiel: Der Hund wird als ‚ fleischfressendes Raubtier‘ dargestellt, dass es zu zähmen und kontrollieren gilt.

Es ist durch die jüngsten Erkenntnisse klar, dass Hunde Menschen gegenüber Anhänglichkeit im wissenschaftlichen Sinne zeigen und dass diese Anhänglichkeit kein Produkt von Sozialisierung und Zähmung ist, sondern genetisch verankert und ein GRUNDBEDÜRFNIS. Das ist eine dramatische Entdeckung, weil es diese Fähigkeit zur Bindung sonst nur zwischen Mutter und Kind der selben Spezies gibt. Hunde binden sich zwar mit anderen Hunden, suchen aber in jedem Alter eine noch intensivere Bindung zu (einem) Menschen.

Hunde haben genau die selbe Fähigkeit, sich mit Menschen zu binden, wie unsere Kinder und dementsprechend MÜSSEN WIR ANERKENNEN, DASS HUNDE DIE SELBEN EMOTIONALE NOTWENDIGKEITEN HABEN WIE UNSERE KINDER. Sie brauchen bedingungslose Liebe und Akzeptanz, Aufmerksamkeit, Rücksicht auf ihre Bedürfnisse. WIR KÖNNEN SAGEN: HUNDE SIND NICHT UNSERE BESTEN FREUNDE, SIE SIND MITGLIEDER DER MENSCHLICHEN FAMILIE!

WICHTIG IST ALSO, DASS WIR VERSTÄRKT RÜCKSICHT AUF DIE SOZIALEN BEDÜRFNISSE VON HUNDEN NEHMEN. DAS GESCHENK IST: VIELLEICHT NEHMEN WIR UNSERE EIGENEN GENAUER WAHR UND DIE UNSERER KINDER!

Spätestens jetzt muss es klar sein, dass Zwingerhaltung ein absolutes Tabu werden muss. Dass Hunde arm sind, die einen ganzen Tag alleine zu Hause gelassen werden. Und auch, wenn sie dann auf dem einen Spaziergang völlig ignoriert werden, während die Besitzer am Handy hängen. Dass Hunde im Tierheim nach menschlichem Kontakt sehnen. Dass Welpen, die alleine gelassen werden, weinen gelassen werden, die gleichen Qualen wie unsere Kinder erleiden. Sie erleben Todesangst.

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Was bekommen wir noch zu sehen, wenn wir unsere menschenzentrische Sicht der Dinge ablegen und unser Experiment fortführen, der beste Freund des Hundes zu sein? (Er ist zwar ein Mitglied unserer menschlichen Familie, aber das schliesst nicht aus, dass wir die besten Freunde unserer Familie auch sein können!!)

Der Hund bringt seine Wahrnehmung und seine soziale Kognition (Das Wort Kognition bedeutet zusammengefasst alle leistungsfähigen Prozesse des Gehirns die Wahrgenommen werden und Erkennbar sind) in die Partnerschaft mit Menschen. Die menschliche Umwelt ist aber ein anderes Umfeld als das vom Wolfsvorfahren und auch extrem vielfältig. Um sich in die menschliche Familie einzugliedern hat der Hund, genetisch gesehen, auf das einsichtige Verhalten des Wolfs verzichtet. Er verfügt weniger über logisches Denken, dh aus gegebenen Daten Schlussfolgerungen zu ziehen.

Ist der Hund dadurch ein ‚verminderter Wolf‘? Nein! Er ist bestens adaptiert, ein Teil unserer menschlichen Familie zu sein, die seine Heimat ist. Er ist bloß auf seinen Menschen als Mediator in dieser Umwelt angewiesen. Er braucht unsere Führung für seine Sicherheit und auch für unsere. Er muss erfahren in welchem Rahmen er handeln darf.

Er braucht zusätzlich zu unserer Liebe unsere liebevolle Führung. Er richtet sich nach seinem Menschen, auch wenn es seinen Interessen nicht dient. Davon können wir das Ausmaß unserer VERANTWORTUNG ihm gegenüber ableiten.

WIR MÜSSEN ALSO UNSERE EINSTELLUNG ÄNDERN, DASS DER HUND DURCH UNTERORDNUNGSREGIMEN GEBÄNDIGT UND GEKNECHTET WERDEN MUSS. ER IST NICHT VOM HAUS AUS RENITENT.

Der Hund ist genetisch programmiert mit uns zu kooperieren. Das ist ihm für sein Überleben in seinen Genen geschrieben. Dafür bringt er auch die Ausstattung mit:

Er lernt durch Beobachten und Imitieren menschlichen Verhaltens.
Er lernt durch soziale Übertragung.

AUCH OHNE BELOHNUNG.

Lasst uns näher auf die Tragweite dieser Notwendigkeit zu kooperieren eingehen: Der Hund hat das Vermögen zur Empathie, das ihm ermöglicht, ein Ziel seines Menschen nachzuvollziehen und durch soziale Antizipation, dh ein vorausschauendes Bewusstsein, ergänzende, komplementäre Handlungen zu setzen, die dem selben Ziel dienen. Ein Beispiel wäre die Jagd. Ein weiteres Beispiel sind Blindenführerhunde. Dieses Teamwork bedarf ein hohes Maß an Flexibilität: eine Vielfalt von Situationen müssen eingeschätzt werden, Entscheidungen getroffen, die sich in Handlungen übersetzen.

In beiden Bereichen werden Hunde im wesentlichen durch Drill trainiert, zum Teil und nicht selten begleitet von strengen Strafen. Warum, wenn der Hund a priori die Kooperation sucht? Diese Kooperation muss nicht antrainiert werden und nicht erzwungen.

Unsere menschliche Kultur, wie wir schon erwähnt haben, ist in den meisten Gesellschaften durch eine menschenzentrische Sicht geprägt und wir haben schon erwähnt, dass diese Tatsache uns für vieles blind macht. Und so möchte ich folgende Tatsache nochmals anschauen:

Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse stammen im wesentlichen aus intensiver Forschung der letzten 20 Jahre. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind etwas, worauf Menschen immer stolz sind und wir halten sie häufig für die letzte Wahrheit.
Lenken wir aber unsere Aufmerksamkeit darauf, dass die Schlussfolgerung ist, wir waren für die genaue Wahrnehmung von dem Wesen, Kognition und Verhalten des Hundes zwischen 15000 und 135000 Jahre blind, ES SEI DENN WIR HABEN UNSER HERZ BENUTZT.
ÄNDERN WIR UNSERE EINSTELLUNG (MEHR DEMUT UND WUNDER )UND MOBILISIEREN EINEN SUCHENDEN GEIST UM SEIN BESTER FREUND ZU WERDEN. ER IST SCHLIESSLICH FAMILIENMITGLIED.

Was würden wir dann zu sehen bekommen?

Dass der Hund Dinge versteht, die nicht einmal Primaten erfassen können, sondern sonst nur der Mensch begreift, die sonst uns als Mensch überhaupt ausmacht.
Beispiele:

– Zeigegesten, woraus er schliessen kann, worauf wir deuten. Darüber hinaus kann er ein Erlebnis teilen und davon kann er Information ableiten. LASST UNS MEHR MIT IHM TEILEN

– Augenkontakt suchen und die Nuancen unserer Blicke lesen und deuten. SCHENKEN WIR IHM UNSERE AUFMERKSAMKEIT

– Er kann Sprache verstehen, und zwar auf verscheidenen Ebenen der Kommunikation, sowohl semantisch als auch die emotionalen Färbungen, die die emotionale Bedeutung für uns transportiert. Er lernt diese Sprache im selben Verfahren wie Menschenkinder und er lernt kontinuierlich sein ganzes Leben lang.
LASST UNS ALSO MIT IHM REDEN, ANSTATT KOMMANDOS ZU BELLEN. ZUMAL ER, GENAU WIR WIR, VON NEGATIVEN EMOTIONEN ABGELENKT UND IRRITIERT WIRD.

– Er initiiert aktiv Kommunikation mit uns, als Ausdruck seiner Beziehung zu uns, also der emotionale Austausch, aber auch um die Bitte zu vermitteln, sein Mensch möge etwas für ihn erledigen, wozu er sich nicht imstande sieht. Einfacher gesagt, er bittet uns darum, etwas für ihn zu machen. LASST UNS UNSERE EINFÜHLUNGSVERMÖGEN SCHULEN UND AUF SEINE KOMMUNIKATION EINGEHEN.

Diese Kommunikation ist keineswegs eine Einbahnstraße. Die Domestikation hat all diese genetischen Veränderungen im Hund bewirkt, damit er mit uns kommunizieren und mit uns in Harmonie leben kann.
Und wir haben uns zusammen mit ihm entwickelt und uns auch verändert!
Zum Beispiel, der Hund hat auch seine Sprache, Bellen, die in vielfaltigen Formen stattfindet und die er benutzt zu kommunizieren. Im Gegensatz zu Wölfen, wovon nur die Welpen bellen.
Menschen sind imstande verschiedenes Bellverhalten korrekt zu interpretieren, auch wenn sie nichts mit Hunden zu tun hatten. Also haben wir diese Fähigkeit auf der Festplatte!!
LASST UNS ALSO UNSEREN HUNDEN GENAUER ZUHÖREN.

ALLE DIESE SACHEN SIND GESCHENKE, DIE UNSERE KOMMUNIKATION AUCH MIT MENSCHEN BEREICHERN. KANN ES SEIN, DASS, INDEM WIR UNS BEMÜHEN, DEN BESTEN FREUND DES HUNDES ZU SEIN, DASS WIR VON IHM LERNEN?

DER WOLF WAR JAGDPARTNER UND LEHRMEISTER IN SACHEN SOZIALE KOGNITION.(Das Wort Kognition bedeutet zusammengefasst alle leistungsfähigen Prozesse des Gehirns die wahrgenommen werden und erkennbar sind)
UNSER HUND IST FAMILIENMITGLIED GEWORDEN. ER BRAUCHT UNS UM IHM LIEBEVOLL BEIZUBRINGEN, WIE ER AM BESTEN IN UNSERER WELT LEBT. ER LERNT SO GERNE VON UNS.
LASST UNS UNS IHM GEGENÜBER SO ÖFFNEN, DASS WIR GENAUSO VON IHM LERNEN, WIE DAMALS UNSERE VORFAHREN IN DER STEINZEIT VON DEM WOLF GELERNT HABEN, ÜBER DAS SOZIALE ZUSAMMENLEBEN, DAS AUF EINER HERZENSVERBINDUNG BERUHT.

Herzlichen Dank für diesen Text an: www.hundeguru.com

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