7 Kommentare

Weißer Schweizer Schäferhund: Eleganter Arbeitshund mit Herz

Weißer Schweizer Schäferhund

Der Weiße Schweizer Schäferhund

Kurzinfos & Steckbrief

Der Weiße Schweizer Schäferhund, auch bekannt als Berger Blanc Suisse, ist eine majestätische Erscheinung voller Eleganz und Kraft. Lange Zeit galt die weiße Farbe als Makel beim Deutschen Schäferhund, doch dank Schweizer Züchter wurde sie als eigenständige, wundervolle Rasse etabliert. Er teilt die Intelligenz und Arbeitsfreude seiner Verwandten, gilt jedoch oft als etwas sensibler und weniger „hart“ im Wesen. Ein weißer Schäferhund ist ein treuer Familienbeschützer, der eine enge Bindung zu seinen Menschen sucht. Ob als Rettungshund, im Hundesport oder als aktiver Familienbegleiter - er überzeugt durch seine Vielseitigkeit, seine hohe Lernbereitschaft und sein sanftmütiges Herz.

  • Herkunftsland: Schweiz
  • FCI-Standard: Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde), Sektion 1 (Nr. 347)
  • Größe: Rüden 58-66 cm | Hündinnen 53-61 cm
  • Gewicht: Rüden ca. 30-40 kg | Hündinnen ca. 25-35 kg
  • Besonderheit: Reinweißes Stockhaar oder Langstockhaar; dunkle Augen und schwarzes Pigment.
  • Charakter: Intelligent, freundlich, wachsam und sehr anhänglich.

Geschichte: Vom Makel zur eigenen Rasse

Die Geschichte des Weißen Schweizer Schäferhundes (oft auch Berger Blanc Suisse genannt) ist untrennbar mit der des Deutschen Schäferhundes verbunden. In den Anfängen der Schäferhundzucht war Weiß eine ganz normale Farbvariante. Der erste im Zuchtbuch eingetragene Deutsche Schäferhund, „Horand von Grafrath“, hatte bereits weiße Vorfahren; sein Großvater war der weiße Rüde „Greif“.

Im Jahr 1933 kam jedoch die Wende: Die Farbe Weiß wurde aus dem Rassestandard des Deutschen Schäferhundes gestrichen. Man machte die Farbe fälschlicherweise für gesundheitliche Mängel verantwortlich. Während die weißen Hunde in Europa fast verschwanden, retteten Liebhaber in den USA und Kanada die Linie. In den 1970er Jahren kehrten die Hunde nach Europa zurück. Da die Schweiz das erste Land war, das die Rasse offiziell als eigenständig anerkannte und das internationale Patronat übernahm, trägt sie heute den Namen „Weißer Schweizer Schäferhund“ (FCI-Anerkennung seit 2003).


Wesen und Charakter: Sensibel, aufmerksam und treu

Der Weiße Schweizer Schäferhund ist ein ausgesprochener Familien- und Begleithund, der für seine große Kinderliebe bekannt ist. Er gilt im Vergleich zum Deutschen Schäferhund oft als etwas sensibler und weniger „hart“, was ihn zu einem hervorragenden Partner für feinfühlige Menschen macht. Er ist ein intelligenter Arbeitshund, der Aufgaben mit großer Freude und Eifer ausführt.

Seinem „Rudel“ gegenüber ist er extrem anhänglich und treu. Fremden gegenüber verhält er sich meist reserviert, zeigt jedoch keine unbegründete Ängstlichkeit oder Aggression. Er ist ein aufmerksamer Wächter, der Haus und Grund zuverlässig behütet, dabei aber nicht zum unnötigen Kläffen neigt. Seine hohe Lernbereitschaft und soziale Kompetenz machen ihn zu einem sehr angenehmen Begleiter im Alltag.


Erziehung: Führung mit Ruhe und Konsequenz

Weißer Schweizer Schäferhund Portrait

Der Weiße Schweizer Schäferhund (Berger Blanc Suisse)

Aufgrund seiner Sensibilität braucht der Weiße Schäferhund eine ruhige, aber dennoch sehr konsequente Erziehung. Auf Druck oder Härte reagiert er oft mit Rückzug oder Unsicherheit. Vielmehr erreicht man bei ihm durch positive Verstärkung, Lob und eine klare Struktur beeindruckende Ergebnisse.

Da er ein intelligenter Arbeitshund ist, möchte er geistig gefordert werden. Stumpfes Wiederholen von Kommandos langweilt ihn; er braucht Abwechslung. Eine frühe Sozialisierung ist wichtig, damit seine natürliche Reserviertheit Fremden gegenüber nicht in Unsicherheit umschlägt. Wer sein Vertrauen einmal gewonnen hat, bekommt einen Hund, der für seinen Besitzer durchs Feuer geht.


Verwendung: Ein Allround-Talent

Die Vielseitigkeit dieser Rasse ist beeindruckend. Er ist nicht nur ein privater Familienhund, sondern glänzt in vielen professionellen Bereichen:

  • Rettungshundearbeit: Sein Arbeitseifer und seine gute Nase prädestinieren ihn für die Flächen- oder Trümmersuche.
  • Therapie- und Assistenzhund: Dank seines einfühlsamen Wesens wird er oft in sozialen Einrichtungen eingesetzt.
  • Sportbegleiter: Ob Agility, Obedience oder Turniersport - der Weiße Schäferhund ist für fast alles zu begeistern.
  • Fährtenarbeit & Schutzdienst: Auch in den klassischen Gebrauchshundedisziplinen zeigt er bei entsprechendem Training gute Leistungen.


Fell und Pflege: Weiß wie Schnee

Das markanteste Merkmal ist natürlich das strahlend weiße Fell. Es gibt zwei Varianten:

  • Stockhaar: Mittellanges, dichtes Deckhaar mit viel Unterwolle.
  • Langstockhaar: Langes Deckhaar, das besonders an der Halsmähne und an den Hinterbeinen (Hosen) sehr ausgeprägt ist, ebenfalls mit dichter Unterwolle.
Obwohl Weiß empfindlich wirkt, ist das Fell recht pflegeleicht. Schmutz fällt im trockenen Zustand meist einfach ab. Dennoch sollte man ihn regelmäßig bürsten, da er - wie alle Schäferhunde - das ganze Jahr über haart, besonders intensiv während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst.


Haltung: Aktivität ist Pflicht

Der Weiße Schweizer Schäferhund ist ein aktiver Hund, der Bewegung in der Natur liebt. Er ist kein reiner Stadthund, obwohl er sich dort bei entsprechender Auslastung anpassen kann. Ein Haus mit Garten in einer eher ländlichen Umgebung kommt seinem Wesen sehr entgegen. Er braucht tägliche Aufgaben und lange Spaziergänge, bei denen er auch geistig gefordert wird.

Wichtig ist der Familienanschluss: Er ist kein Hund für die Zwingerhaltung. Er möchte bei seinen Menschen sein und am täglichen Geschehen teilhaben. Seine Anpassungsfähigkeit macht ihn zu einem tollen Reisebegleiter.


Gesundheit: Darauf sollten Sie achten

Generell gilt der Weiße Schäferhund als robuste Rasse. Durch die Trennung vom Deutschen Schäferhund blieben ihm einige Probleme erspart, dennoch gibt es rassetypische Aspekte:

  • HD & ED: Wie bei allen großen Schäferhunden ist die Untersuchung der Hüften und Ellenbogen bei den Elterntieren Pflicht.
  • MDR1-Defekt: Eine Medikamentenunverträglichkeit, die bei dieser Rasse vorkommen kann (Gentest verfügbar).
  • Degenerative Myelopathie: Eine neurologische Erkrankung, auf die verantwortungsvolle Züchter testen.
  • Allergien: Gelegentlich treten Futtermittelunverträglichkeiten oder Hautempfindlichkeiten auf.
Ein gesunder Hund erreicht bei guter Pflege ein Alter von etwa 12 Jahren.


Häufige Fragen (FAQ) zum Weißen Schweizer Schäferhund

Ist der Weiße Schäferhund anfälliger für Krankheiten als der Deutsche?
Nein, im Gegenteil. Viele Linien des Weißen Schäferhundes haben einen geraderen Rücken und weniger Probleme mit dem Bewegungsapparat als extrem auf Show gezüchtete Linien anderer Schäferhunde.

Sind weiße Schäferhunde taub?
Dies ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die Farbe Weiß beim Schäferhund beruht nicht auf dem Albinismus-Gen oder dem Merle-Faktor, der mit Taubheit gekoppelt sein kann, sondern auf einem rezessiven Weiß-Gen. Taubheit ist bei dieser Rasse kein Thema.

Wie viel Beschäftigung braucht er täglich?
Planen Sie mindestens 2 Stunden aktive Zeit ein, kombiniert aus körperlicher Bewegung und Kopfarbeit (Suchspiele, Training).

Eignet er sich für Anfänger?
Ja, wenn die Bereitschaft da ist, sich intensiv mit hündischer Kommunikation und Erziehung auseinanderzusetzen. Sein "Will-to-please" macht es Anfängern leichter als bei stureren Rassen.


Bildergalerie: Weißer Schweizer Schäferhund

Bewundern Sie die elegante Schönheit in Reinweiß:

Copyright

Alle Texte auf dieser Webseite (hundeseite.de) sind urheberrechtlich geschützt. Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Nutzung jeglicher Inhalte ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung ausdrücklich untersagt.

7 Gedanken zu „Weisser Schweizer Schäferhund“

  1. Jörg, hatte bis vor 2 Jahren eine Swiss Blanc Hündin. Mit 11 aus dem Tierheim mitgebracht. Wollte mit. Unglaublich, als wäre sie schon immer bei mir gewesen. Kommunikation ohne viele Worte, auf Blick konnten wir und verständigen. Sie hatte eine Freundin auf der Straße. Nachbarstochter. Das war ein Team. Leider mit 13 verstorben. Werde mir wieder die Rasse im Stockhaar zulegen.
    Selbst meine Frau, die anfänglich sehr skeptisch war, hatte die Hündin Jojo ins Herz geschlossen.
    Kleiner Wehmutstropfen, das viele Fell. Ständige Pflege des Hundes und der Wohnung.

    Antworten
  2. Ich habe auch eine Schweizer stockhaar Schäferhündin aus sorgfältig ausgewählter VDH Zucht.
    Sie ist jetzt 6 Jahre alt und ein super toller Familienhund. Sie ist Fremden gegenüber schön reserviert. Kein Hund für die Hundewiese, unerschrocken und sehr klar in der Kommunikation, ein eher ernster Hund, der für die eigene Familie durchs Feuer gehen würde.
    Leider fehlt ihr doch einiges an Trieb. Deshalb arbeite ich 3-5x in der Woche mit ihr in anderen Bereichen (Fährten, Trailen, UO, Ausdauer). Das macht sie super gerne und sehr gut.
    Der nächste Hund wird aber keine Weiße mehr, eher ein Holländischer Schäfer oder DSH.

    Antworten
  3. wir haben auch eine weiße schäferhündin,sally wird im Mai 12 jahre alt und wir hoffen das wir noch viele schöne stunden mit ihr verbringen dürfen.Wir werden immer dieser Rasse treu bleiben.Sie ist einfach ein toller Familiehund .Davor hatten wir immer deutsche schäferhunde die auch toll waren,aber diese rasse topt alle.

    Antworten
  4. Ich habe einen 5 Monate alten Schweizer Schäferhund Rüden, und er ist absolut der richtige Hund für mich und meine Familie. Es ist mein zweiter Schweizer Schäferhund, der erste war eine Hündin, leider mit 13 Jahren verstorben. Ich liebe diese Schäferhund Rasse, sie besitzen alles was einen Hundefreund glücklich macht.

    Antworten
  5. also wir hatten drei hunde zwei chihuahuas und eine weiße schäferhündin….

    jetzt haben wir nur noch einen chihuahua und eine weiße schäferhündin weil einer der chihuahuas leider verstorben ist ….

    der weiße ist der pure wahnsinn der hund ist so lieb anhänglich und gelehrig… der sport mit ihnen macht riesen spass … ich liebe alle meine hunde und hunde im allgemeinen aber die weißen sind etwas ganz besonderes und ich möchte meine lexi nie mehr missen ….

    Antworten
  6. Ich glaub, hat man einen, will man alle ^^
    Die Rasse ist in meinen Augen eines der besten, die es gibt. Unser Odin ist ein absoluter Schatz und man lernt viel von solch einem Hund.
    Es wird nicht unser letzter sein, da kommt noch was.

    Antworten
  7. Also mein hund ist auch ein weiser schweizer schäferhund und heißt:Alu ist ein mädchen das temperament von den schweizer schäferhunden ist beeindruckend Sehr kinderlieb ich jogge und fahre egrne um die welt da liebt es Alu natürlich auch !! Ich freue mich das es diese rasse giebt die farbe finde ich mein ganzer stolz XD

    Antworten

Schreibe einen Kommentar