Hunde Gesundheit

Merle

6 Kommentare

⚠️ Hinweis zur Merle-Farbzeichnung bei Hunden

Die Merle-Farbzeichnung beim Hund ist eine genetisch bedingte Fellzeichnung,
die unter anderem bei Rassen wie Collies, Australian Shepherds, Deutschen Doggen
oder Teckeln
vorkommt. Sie entsteht durch eine Mutation eines Gens und führt zu der
typischen gesprenkelten bzw. marmorierten Optik.

Hunde mit dieser Zeichnung tragen den sogenannten Merlefaktor in ihrem Erbgut.
Dieser ist nicht harmlos: Wird er reinerbig vererbt, kann es zu schweren
gesundheitlichen Defekten kommen.

Wichtig:
Hunde, die Träger des Merlefaktors sind, dürfen nicht miteinander verpaart werden!
Die Verpaarung zweier merlefarbiger Hunde ist in Deutschland und vielen anderen Ländern
tierschutzrechtlich verboten.

Trotzdem kommt es immer wieder - vor allem durch Unwissenheit oder unüberlegte
Privatverpaarungen
- zu solchen Kombinationen.


👀 Äußere Merkmale reinerbiger (Double Merle) Hunde

Hunde, die den Merlefaktor reinerbig tragen, lassen sich häufig schon äußerlich erkennen:

  • überwiegend weißes Fell
  • kaum oder keine Pigmentierung
  • rosa Nase, Lefzen und Augenränder
  • farbige Stellen meist nur noch am Kopf oder Rutenansatz

Diese Hunde leiden sehr häufig unter Taubheit, Blindheit und weiteren
gesundheitlichen Einschränkungen.


⚠️ Achtung bei „verdecktem“ Merle

Es gibt Fellfarben wie Gelb, Sand oder Rot, die die Merlezeichnung optisch
überdecken können. In solchen Fällen ist ein Hund äußerlich nicht als merlefarbig
zu erkennen.

Das erhöht das Risiko ungewollter Merle-×-Merle-Verpaarungen.
Aus diesem Grund ist die Merlefarbe bei einigen Rassen (z. B. Chihuahua)
nicht erwünscht oder verboten.


📸 Beispiele für merlefarbiges Fell

Merle Fellzeichnung beim Hund
Merle Muster Hund
Merlefarbener Hund

🔗 Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zur Genetik, Vererbung und Problematik der Merlezeichnung
findest du in unserem umfassenden Fachartikel:

👉
Merle-Farbgenetik beim Hund - ausführlicher Überblick

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6 Gedanken zu „Merle“

  1. Herrlich, was hier für Unwissen und Halbwissen verbreitet wird.

    Das Merle-Gen ist nicht immer in der Fellfarbe sichtbar. Ein Hund kann auch Träger dieses Gens sein. Die Augenfarbe ist völlig unwichtig.

    Es dürfen auf keinen Fall zwei Merle verpaart werden, da dies zu schwersten Missbildungen führen kann.

    Angesehen davon halte ich von dieser wilden Vermehrerei nix. Ohne Züchterwissen und ohne Gentests auf Erbkrankheiten bei den Hunden!

    Antworten

  2. null:

    Eine Frage darf man mit einem blue merle mit verschiedenen Augenfarben züchten?

    Ja, darf man (mit blauen Augen, meinst du doch, oder?).
    Oh, es wird mir sow. niemand antworten ist ja schon ein Jahr her. Also egal.
    Ja, man darf!

    Antworten

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