Anfänger und Border Collie?

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Cristin

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Ich mal wieder Es sind noch 3 Monate hin, ich lese aber natürlich jetzt schon sehr viel und bereite mich vor. Wie ist es in den ersten Wochen, wieviel muss der kleine Welpe schlafen? Wie erkenne ich, dass er überdreht ist und wie bringe ich ihn dann runter? Es ist scheint gerade bei einem Border Collie wichtig zu sein, die Balance zu halten.
Schon mal Danke für die Rückmeldungen
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Wenn der Welpe ein Schlafbedürfnis hat, wird er sich ablegen und schlafen. Wichtiger ist es, dass der Welpe "Ruhe halten" lernt, wie ich oben schon geschrieben habe. Wenn sich der Welpe von selber ablegt, loben. Ich habe dann immer gesagt: "fein Platz". Das hat auch geholfen, das Kommando "Platz" zu üben. Sollte dies nicht gelingen, bring den Welpen in eine Transportbox. Dort beruhigt er sich dann wieder.
Wenn der BC überdreht, ist das nicht zu übersehen. Lenk ihn ab durch ein Lecker oder ein Spielzeug. Das Spiel sollte gaaaanz ruhig angegangen werden und Du solltest Ruhe ausstrahlen. Klappt das nicht, in die Transportbox.

Hunde setzen sich auch gern mal hin, auch ohne Kommando. Gesschieht dies, loben. Ich habe dann immer gesagt:"Fein Sitz". So hat der Hund fast nebenbei auch dieses Kommando gelernt/verknüpft.
 

Cristin

Gesperrt
Hallo Rolf, ja, das hattest du oben schon geschrieben. Ist aber "Ruhe halten" beim Welpen nicht auch gleich schlafen? Ich werfe z.B. den Futterbeutel und wenn er müde ist, macht er nicht mit sondern schläft ein?
Der Welpe ist nicht mal geboren und jeder Hund ist anders nur das Schlafthema scheint mir sehr wichtig zu sein.
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Ruhe halten hat mit schlafen nichts zu tun, obwohl die Hunde dann natürlich auch in Ruhe sind.. Das sind in der Tat zwei Paar Schuhe. Wenn der Welpe wach ist und Ruhe halten lernt, wird er sich irgendwann auch auf Kommando in einen Ruhemodus begeben. Ich sehe das auch als Vorbeugen gegen zu viel Aktonismus des Hundes, etwa wenn er total abdreht. Das Ruhe halten ist vor Allem in den ersten 12 Lebensmonaten des Welpen wichtig.

Und es ist gut, wenn Du von Anfang an Deinen Hund sehr genau beobachtest. Irgendwann wirst Du ihn "lesen" können, das heisst, durch eine kleine Geste des Hunds wirst Du sofort erkennen können, was Dein Hund als nächstes tun wird. Falls Du dieses Verhalten nicht wünschen solltest, kannst Du im Vorhinein das unerwünschte Verhalten unterbinden.
 

Scanny

Alter Hase
Hallo Cristin,

mach dir nicht zu viele Gedanken ums Schlafthema ;)
Wir du schriebst, ist der welpe noch nicht mal auf der Welt.
Jeder Welpe hat da auch ein unterschiedliches Schlafbedürfniss - ungefährer Richtwert ist si 20-22h am Tag.
(Wobei Hunde auch nicht so durchschlafen wie Menschen - oft ist es eher auch ein dösen .... Tiefschlafüphasen sind deutlich seltener und kürzer)

Aber auch das ist nur ein "Durchschnittswert" - mach dich nicht verrückt wenn dein welpe mehr oder weniger schläft.
Nach ein paar Tagen wirst du ein Bauchgefühl entwickelt haben und dann sehen, was ihm gut tut.
Und auch dann kann es immer mals ein dass er unrihige Tage hat, und entspanntere Tage - es dauert einfach bis man sich einfuchst.
Und je entspannter du bist, desto entspannter wird auch der Welpe =)

Natürlich ist es wichtig den Welpen zu beobachten und seine Bedürfnisse zu befriedigen.
Aber es sollte sich auch nicht alles nur um den welpen drehen. Versuche deinen normalen Alltag so weit es geht weiter zu führen - gerne auch etwas ruhiger am Anfang.

Pushende Spiele (wie Bällchen/Futterbeutel werfen) würde ich entweder vermeiden, oder nur sehr kurz einbauen.
Da muss man dann nach und nach gucken wie der Hund reagiert.
Gezielte Trainingseinheiten würde ich erstmal auch sein lassen. Das hat alles noch Zeit.
Viele Sachen wird der kluge BorderCollie ohnehin nebenbei erlernen - wenn er dir ein Sitz anbietet und du es belohnst - hat er Sitz sehr schnell drauf, ohne gezieltes Training.
Wenn du viel über Belohnung arbeiten willst, bietet es sich vor allem an, nicht nur "aufregende Momente" zu belohnen.
Der Welpe setzt sich hin und ist in Erwartungshaltung - du belohnst - das ist erstmal nicht verkehrt.
Aber es hilft auch wenn du ihn belohnst, wenn er entspannt ist. Also wenn er sich 2 Minuten neben dich gelegt hat und selber runterfährt, dann gibt es einen Streichler, einen Keks, ein Lobwort ...
(Du musst auch noch rausfinden was für deinen Hund jetzt eine Belohnung ist - auch da sind Hunde sehr unterschiedlich)

Das alles kann schon gut helfen, Ruhe reinzubringen und Überdrehung zu vermeiden.

Ich empfehle außerdem, die Wohnung einigermaßen "Welpensicher" zu machen.
Welpen knabbern alles an - so erfahren sie die Welt um sich herum - Oft machen Welpen natürlich auch keinen Untershcied zwischen Hundepsielzeug, neuen Schuhen oder dem kostbaren Sofa von Oma ... Was da ist wird angeknabbeert.
Dieses Bedürfnis hört aber mit dem Älter werden von alleine auf (Kleine Kinder wollen auch alles anfassen was sie sehen - Erwachsene tun das zum Glück nicht mehr ;) )

Nun ist es natürlich völlig Ok und auch ratsam dem Welpen nicht alles zu erlauben - also am Tischbein darf er nicht nagen. Punkt.
Aber es kann eben gut sein, dass du 20 mal am Tag ihn vom Tischbein wegnehmen musst.
(Meine Mutti hat immer gesegt "Wenn du nicht bereit bist ein Verbot auch nach dem 100sten mal durchzusetzen, dann brauchst du es auch gar nicht aufstellen.").
Mach die Wohnung Welpensicher ist mein Tip - weil du dann einfach viel entspannter bist und dem welpen nicht ständig hinterherlaufen musst um zu gucken dass er auch ja nicht an die Fotoalben geht, an die schuhe, ans Stuhlbein.
Es ist für euch beide Nervenaufreibend wenn du ihn ständig tadeln und irgendwo wegnehmen musst.

Vergleiche es ruhig mit einem Kleinkind.
Anstatt dass ich ständig hinterher renne und meckere dass mein ein-Jähriger doch bitte nicht die gute Bücher ankaut, ans Waschmittel geht, oder an den Computerkabeln spielt - stelle ich das Zeug einfach hoch oder sichere es.

Auch so einfaches Management kann Stress und Unruhe gut vorbeugen =)

Weil du vorher fragtest "Rüden seien dominanter?".
Gebe ich nochmal einen interessanten Link zum lesen mit.

Auf der Seite findet man auch noch weitere interessante Artikel zum Hundeverhalten, Hundeverständnis, welpenumgang, Training usw.
Ich lese da immer mal gerne quer =)
 

Cristin

Gesperrt
Ich weiß, dass es noch eine Weile hin ist und ich ganz sicher auch vieles intuitiv machen werde, das viele Lesen und Fragen macht aber sicherer und ich merke selber, dass ich schon sehr viel gelernt habe. Konsequenz, das ist wohl gerade bei dem BC das wichtigste. Ich bin bereit auch 100mal zu korrigieren, wichtig ist doch, dass ich einen ausgeglichenen Hund habe und er/sie mich als Rudelführer anerkennt. Zu dem kaputtmachen, ich habe den Tipp erhalten, mich selbst auf den Boden zu legen um zu sehen was ein Welpe alles sieht. Ich bin zum Glück eher minimalistisch eingerichtet, das hilft. Giftige Pflanzen würden bereits verschenkt. Ich bin wirklich froh über jede Rückmeldung und Ratschlag, danke euch dafür!
Auf die Seite gehe ich gleich mal :)
 

Scanny

Alter Hase
und er/sie mich als Rudelführer anerkennt.
Vielleicht bin ich mal wieder der Klugscheißer der auf jedem Wort rumreitet und gerne Dinge in de falschen Hals bekommt ;)
Wenn du dich mit der "Rudelführerfrage" schon intensiv auseinander gesetzt hast, dann ignoriere ruhig diesen Beitrag.

Aber, was heißt für dich "Rudelführer" sein?
Wie "schaffst" du es, dass ein Hund dich als solcher anerkennt?

Ich gebe zu, ich habe so meine Schwierigkeiten mit dem Begriff - weil ich über die Jahre in Foren einfach gesehen habe, dass Hundebesitzer oft falsche Vorstellungen von dem Begriff haben - und das einfach das Verhältnis, die Bindung, die ganze Hundehaltung erschwert.
 

Cristin

Gesperrt
Du kannst ruhig Klugscheißern, du hast die Erfahrung! Ich habe mich natürlich schon damit auseinander gesetzt. Ich muss meinem Hund zeigen, dass ich in jeder Situation die Kontrolle habe, dass er nicht für mich die Führung übernehmen muss. Es ist wie bei einem Kind, ich bin die "Mutter" und erziehe ein Kind...liebevoll aber konsequent, mal kurz zusammengefasst.
Ich habe jetzt auch schon gelesen, dass "Rudelführer" nicht mehr zeitgemäß sind, gehört das aber nicht zur Natur der Hunde? Es sind Rudeltiere und einer muss ja das sagen haben.
 

Scanny

Alter Hase
Es ist wie bei einem Kind, ich bin die "Mutter" und erziehe ein Kind...liebevoll aber konsequent, mal kurz zusammengefasst.
Genau das ist es =)

"Rudelführer" für Menschen bedeutet leider allzu oft "Ich Chef, du nix!"
So sind Primaten - es geht um Rechte und Vorzüge die der rudelführer nun mal hat - um Privilegien die man lautstark einfordern muss und die "Untertanen" besser klein hält um diese Privilegien nicht zu verlieren.
Für Menschen ist der Rudelführer meist derjenige mit der meisten Macht.

Für Hunde ist der "Rudelführer" derjenige, mit der meisten Verantwortung - der allen gerecht werden muss, der fair sein muss, berechenbar, Bedürfnisse erfüllen muss, natürlich auch mal Individuen einschränken muss wenn es "dem Wohl der Gruppe" dient.
Der auch Grenzen setzt natürlich

Aber ein "Rudelführer" in einer harmonischen Hundegruppe lässt sich am ehesten mit einer Mutter-Kind-Beziehung vergleichen. (Hunde/Wölfe sind tatsächlich unglaublich soziale Rudeltiere und ein Rudel setzt sich in den allermeisten Fällen aus einem Familieverband zusammen mit den "Eltern" als Leittiere und deren Nachwuchs)
Als MenschenMutter bin ich auch "Ranghöher" als mein 3 Jähriges Kind - das ist natürlich und wichtig.
Aber das schaffe ich nicht durch irgendwelches Machtgehabe, sinnlose Regeln, Unterdrückung der Bedürfnisse und unangebrachte Strafen.

Sondern, wie du schreibst, durch liebevolle Konsequenz und bedürfnissorientierten Umgang.
 
Zuletzt bearbeitet:

Cristin

Gesperrt
Hallo Ute und Peter, ich lese ja gerade wirklich sehr viel und weiß theoretisch schon eine Menge. Eine Frage stellt sich mir aber bei all der Theorie, wo hat der Welpe am Anfang bei euch geschlafen? Ich lese viel von einem Käfig, weg vom Schlafplatz des "Rudelführers" einen Käfig kann ich mir gar nicht vorstellen, wer will schon im Käfig sitzen? Ich kann auch mir schwer vorstellen, dass ein Welpe gleich allein gelassen werden muss. Ihr könnt mir sicher etwas dazu schreiben.
 

Wossi

Sehr aktives Mitglied
Hallo Cristin,

wir haben für Bonnie anfangs nur eine weiche Ecke mit Kuscheldecken gemacht, wo auch oftmals "Belohnungen" stattfanden.
Eigentlich wäre sofort eine Schlafbox besser gewesen, vor allem im Hinblick auf spätere Autofahrten.

Wir hatten auf jeden Fall Abstand zwischen unseren Schlafstellen, wobei ich in den ersten Wochen in der Nähe von Bonnie
geschlafen habe, sie musste ja noch öfter nachts raus zum Pipi machen.
 

Cristin

Gesperrt
Sie war nicht bei euch im Schlafzimmer?
Eine Box möchte ich auf jeden Fall besorgen, sie soll ja mit ins Büro und somit hat sie da was Vertrautes. Ich hätte die Box nur nachts neben mein Bett gestellt.
 

Wossi

Sehr aktives Mitglied
Nein, sie war nicht mit im Schlafzimmer, aber ich habe neben ihr auf dem Sofa genächtigt.;)

Mitnehmen ins Schlafzimmer werden bestimmt viele machen.
Unser Plan war, dass sie für Ruhephasen eine Ecke / Box ganz für sich alleine hat.
Aber da wird es bestimmt unterschiedliche Meinungen zu geben.
 

Cristin

Gesperrt
Ja, das möchte ich auch, ein Platz für Ruhephasen, ich hätte sie nur nachts auch gerne in meiner Nähe. Da denke ich aber wahrscheinlich nur menschlich, nicht hündisch. Ein Platz ist ein Platz....
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Mmh, da habe ich mit meinen Welpen so ziemlich alles falsch gemacht, was das Übernachten betrifft. Alle meine Welpen haben von Anfang an mit bei mir im Schlafzimmer übernachtet. Aber - geschadet hat es weder mir noch meinen Fellnasen. *g*
 

Cristin

Gesperrt
Super, da ist die unterschiedliche Meinung sie hatten somit 2 Plätze? Daran dachte ich nämlich, ein Nacht- und ein Tagplatz.
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Einen bestimmten Platz hatten sie bei mir im Schlafzimmer nicht. Meist haben sie neben mir oder zu meinen Füssen gelegen. Und nein, ich bin nicht der festen Meinung, dass die Welpen mit im Schlafzimmer übernachten sollten - ich habe das eben so gemacht.

Über den Tag konnten sich meine Welpen bewegen, wie sie wollten. Es gab auch eine ständig geöffnete Transportbox in einer sehr ruhigen Ecke als Ruhe-Rückzugsmöglichkeit. Wurde regelmässig angenommen.
 

Cristin

Gesperrt
Ich kann mir nicht vorstellen, den Welpen nachts alleine zu lassen. Sie soll nicht ins Bett aber in der Nähe sein. Eine Transportbox ist eh vorgesehen, sie soll/kann/darf ja mit ins Büro kommen und da ist die vertraute Box sicher ein Vorteil.
Ich lese einfach zu viel und denke immer "mache ich was falsch, wird es ein neurotischer und unglücklicher Hund"
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Welpen lernen schnell, dass sie nicht in`s Bett dürfen. Aber sie lernen auch schnell auszunutzen wenn wir schlafen. Dann kommen sie so dumdidum auf`s Bett gehüpft. Eine Hundetrainerin gab mir den Rat, ich solle ein Backblech mit Nüssen drauf auf das Bett legen. Wenn Hund springt, würde ich wach werden. Aber - weit gefehlt. Ich habe so einen tiefen Schlaf, dass ich von so einem Geräusch eben nich aufwache. Und da ich meinen Hunden eine komplette Nacht in der Transportbox nicht zumuten möchte, nehme ich in Kauf, dass sie in`s Bett hüpfen.

Cristin, warte erstmal ab, bis Dein Welpe bei Dir eingezogen ist. So Manches ergibt sich dann wie von selbst. Und Du bereitest Dich lange vor dem Welpeneinzug sehr genau und ausführlich darauf vor. Das sind doch schon mal richtig gute Bedingungen.

Hier im Forum gab es bei einigen Foris ähnliche Bedenken im Vorfeld des Welpeneinzuges. Kaum war der Welpe da, ging alles seinen Weg, die Bedenken waren weg. Es lief einfach.

Und wenn Du Fragen hast oder Hilfe brauchst - wir sind für Dich da, und zwar sehr verlässlich.
 

Wossi

Sehr aktives Mitglied
Ach ja, ganz vergessen dir mitzuteilen, dass Bonnie ihre Schlafbox schon eine ganze Weile im Schlafzimmer hat.
Ein Ruhestelle im Wohnzimmer haben wir trotzdem beibehalten. Sie kann sich also aussuchen, wo sie schlafen möchte
und wechselt auch nachts einfach mal.
 

Cristin

Gesperrt
"Und wenn Du Fragen hast oder Hilfe brauchst - wir sind für Dich da, und zwar sehr verlässlich"

Hallo Rolf, vielen Dank für diesen Satz! Ich habe es schon gemerkt und bin euch wirklich dankbar und froh, dass ich auf dieses Forum gestoßen bin! Ich "versuche" jetzt auch weniger zu lesen es hängt ja auch einiges vom Charakter des Welpen ab. Wie du auch schreibst, wenn er da ist, geht alles seinen Weg. Man hat ja auch Instinkte.
Ein Backblech mit Nüssen drauf? Also das stand in noch keinem Buch...

@ Peter, genauso möchte ich es umsetzen. Im Schlafzimmer die Box (natürlich offen) und im Wohnzimmer eine Decke/Kissen. Die Decke soll dann auch ihr Platz werden, an den ich sie schicke.
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Ja, Cristin, das mit dem Backblech ist in den Büchern nicht zu finden. Und auch das "Ruhe halten" lernen fehlt in vielen Büchern.

Irgendwann hatte ich ja auch meinen ersten Border Collie. Gut, ich hatte einige Jahre Hundeerfahrung, aber unsicher mit dem Bordertier war ich doch. Damals hatte ich noch keinen Internetzugang und konnte mich nicht in einem Forum schlau machen. So kann ich Dich in Deiner Hundesituation sehr gut verstehen.

Bei mir steht eine Hundebox im Schlafzimmer und eine in einem Durchgangszimmer weit weg vom Wohnzimmer. Beide Boxen sind ständig geöffnet.
 

Cristin

Gesperrt
Das Ruhe halten lese ich in jedem Buch. Wie, steht da nicht immer, aber dass es wichtig ist. Gut, dass du mich verstehen kannst. Es ist eben kein Pudel sondern ein Border Collie, ein Hütehund den man unter Kontrolle bringen muss.
Ich hab nur Schlaf- und Wohnzimmer, somit ist das schon mal begrenzt.
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Damals, als meine Borders bei mir eingezogen sind, gab es keine guten Hundebücher für diese Hunderasse.

Die Border Collies haben -wie einige andere Rassen ebenfalls- dieses sogenannte "Will to please", was ein unbedingtes Gefallen wollen bedeutet. Und weil das so ist, sind sie sehr lernbegierig und auf Grund ihrer Intelligenz lernen sie enorm schnell, was im Alter etwas nachlässt. Im engsten Sinne "lernen" Hunde nichts, sondern sie verknüpfen. Wenn sie ein ihnen bekanntes Kommando hören, verknüpfen sie eine ganz bestimmte Handlung, die sie ausführen sollen, beispielsweise "Sitz" oder "Platz".

Falls Du Deine Fellnase an`s Vieh zum Arbeiten bringen möchtest, kann ich Dir helfen. Meine Borders haben jahrelang u.a. am Vieh gearbeitet.
 

Cristin

Gesperrt
Ich lebe in Berlin, somit möchte ich meine Fellnase eher abbringen vom Arbeiten am Vieh. Es gibt hier einfach zu wenig Möglichkeiten um das wirklich in die Erziehung zu integrieren. Ich hoffe, dass ich das kompensieren kann.
Das mit dem "Verknüpfen" steht in jedem Buch, das habe ich verstanden :)
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Oha, da habe ich wirklich sehr veraltete Bücher gelesen, damals, obwohl sie auf neuem Stand waren. Eine Hüteausbildung beginnt erst, wenn die Fellnase Interesse am Vieh zeigt. Das geht ab dem Junghundealter etwa los.
 

Cristin

Gesperrt
Es gibt inzwischen wirklich sehr gute Bücher über Border Collies, ist aber letztendlich auch nur die Theorie. Wie schon geschrieben, ich hoffe, dass ich das Hüten anders kompensieren kann. Wenn nicht, werde ich dich um Hilfe bitten.
 

Rolf

Mod-Admin
Teammitglied
Das Hüten kann problemlos umgangen werden, wenn der BC anderweitig geistig ausgelastet ist. Bei schweren Niederschlägen und Gewitter habe ich auch nicht draussen mit den Fellnasen gearbeitet. Für drinnen gibt es verschiedene Spiele, die die Hunde geistig fordern. Und dann ist der BC auch zufrieden.

Ein Tierarzt!!! hatte mir mal empfohlen, den Border am Fahrrad laufen zu lassen, denn dann wäre der Hund gut ausgelastet. Dem Tierarzt habe ich dann gesagt, dass der Hund zwar müde, jedoch nicht zufrieden ist. Warum, wollte dieser Fachmann im Weisskittel wissen. Der Hund ist nicht zufrieden, weil er nicht geistig/intelligent gearbeitet hat.
 
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