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Australian Silky Terrier: Eleganter Begleiter mit echtem Terrier-Herz

Australian Silky Terrier

Der Australian Silky Terrier

Kurzinfos & Steckbrief

Der Australian Silky Terrier ist weit mehr als nur ein schöner Schoßhund. Er ist ein waschechter Terrier, der trotz seines seidigen, glänzenden Fells Mut, Wachsamkeit und eine große Portion Selbstbewusstsein besitzt. In Australien ursprünglich für die Jagd auf Nagetiere gezüchtet, ist er heute ein charmanter und agiler Begleiter für aktive Menschen.

  • Herkunftsland: Australien
  • FCI-Standard: Gruppe 3 (Terrier) / Sektion 4 / Nr. 236
  • Größe: Rüden 23-26 cm | Hündinnen etwas kleiner
  • Gewicht: ca. 4 kg bis 5 kg
  • Besonderheit: Seidiges, bodenlanges Haar ohne Unterwolle (nahezu nicht haarend)

Geschichte: Von der Arbeit in die gute Stube

Die Entstehung des Australian Silky Terriers ist eng mit der Besiedlung Australiens durch britische Einwanderer verknüpft. Diese brachten verschiedene Terrierrassen aus ihrer Heimat mit, darunter den Yorkshire Terrier und den Australian Terrier. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann man in den Regionen Sydney und Victoria, diese Rassen gezielt zu kreuzen.

Das Ziel war ein Hund, der die Robustheit und den Jagdeifer des Australian Terriers mit der seidigen Textur und Schönheit des Yorkshire Terriers verband. In seinen frühen Tagen war der Silky keineswegs nur ein Ausstellungshund; er wurde auf Farmen und in Haushalten eingesetzt, um Schlangen und Ratten kurzzuhalten. Erst 1959 wurde der offizielle Rassename „Australian Silky Terrier“ festgelegt, was ihn endgültig von seinen Ahnen abgrenzte.


Erscheinungsbild: Seidiger Glanz und Terrier-Statur

Der Silky Terrier wirkt kompakt und niedrig gestellt, aber dennoch elegant. Sein Körperbau ist etwas länger als hoch, was ihm eine hohe Wendigkeit verleiht. Sein wichtigstes Merkmal ist zweifellos das Haarkleid.

Fellbeschaffenheit und Farben:

  • Die Textur: Das Fell ist fein, glänzend und von seidiger Struktur. Es liegt glatt am Körper an und besitzt keine Unterwolle. Das bedeutet auch, dass der Silky kaum haart - ein großer Vorteil für Allergiker und Sauberkeitsliebhaber.
  • Länge: Im Gegensatz zum Yorkshire Terrier sollte das Fell des Silky nicht bodenlang sein, damit die Bewegungsfreiheit gewahrt bleibt. Die Pfoten sollten für eine gute Hygiene frei von langem Haar bleiben.
  • Farben (Blau und Loh): Der Standard verlangt eine klare Trennung von Blau und Loh. Das Blau reicht vom Hinterkopf bis zur Rutenspitze und muss frei von braunem oder rußigem Anflug sein. Ein silberblauer oder rehbrauner „Schopf“ auf dem Kopf ist besonders erwünscht.


Wesen: Kleiner Hund, großes Selbstvertrauen

Australian Silky Terrier blau und loh

Ein eleganter Silky Terrier in klassischer Pose

Unterschätzen Sie den Silky Terrier niemals aufgrund seiner Größe. In seiner Brust schlägt das Herz eines mutigen Jägers. Er ist eifrig, lebhaft und extrem aufmerksam. Nichts entgeht seinen wachsamen Augen und Ohren, was ihn zu einem hervorragenden kleinen Wächter macht.

Gegenüber seiner Familie ist er treu ergeben und sehr anhänglich. Er liebt es, im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen und überall dabei zu sein. Er ist intelligent und lernt Tricks oder Kommandos sehr schnell, besitzt jedoch auch den typischen Terrier-Eigensinn. Wenn er eine Ratte oder ein Eichhörnchen sieht, wird er seinen Jagdtrieb kaum verleugnen können. Fremden gegenüber ist er anfangs oft reserviert, taut aber schnell auf, wenn er merkt, dass keine Gefahr besteht.


Haltung: Flexibel, aber aktiv

Der Australian Silky Terrier ist ein sehr anpassungsfähiger Hund. Er fühlt sich in einer Stadtwohnung genauso wohl wie in einem Haus mit Garten. Wichtig ist jedoch, dass er nicht als reiner Schoßhund abgestempelt wird. Er braucht tägliche Bewegung und geistige Anregung.

Ansprüche im Alltag:

  • Bewegung: Er liebt tägliche Spaziergänge, auf denen er schnüffeln und die Welt erkunden kann. Er ist ein ausdauernder Wanderer, der auch längere Strecken problemlos meistert.
  • Geistige Auslastung: Aufgrund seiner Intelligenz ist er für Agility für kleine Hunde, Obedience oder Suchspiele bestens geeignet. Er möchte gefordert werden.
  • Alleinesein: Da er sehr menschenbezogen ist, sollte er nicht über viele Stunden alleine gelassen werden. Er braucht die Interaktion mit seinem Sozialgefüge.


Erziehung: Konsequenz mit Charme

Die Erziehung eines Silky Terriers macht viel Freude, da er schnell versteht, was von ihm verlangt wird. Dennoch braucht man eine konsequente Führung. Ohne klare Regeln wird der kleine Australier schnell versuchen, das Kommando im Haus zu übernehmen.

Besonders wichtig ist eine frühe Sozialisierung. Da er einen ausgeprägten Jagdtrieb besitzt, sollte er von Welpenbeinen an lernen, dass Kleintiere oder Katzen zum Haushalt gehören können. Mit positiver Verstärkung und abwechslungsreichem Training lässt er sich jedoch wunderbar zu einem angenehmen Begleiter formen.


Pflege und Gesundheit

Das seidige Fell ist zwar schön, erfordert aber eine gewisse Disziplin vom Besitzer.

  • Fellpflege: Da der Silky keine Unterwolle hat, verfilzt das Haar weniger als bei anderen Rassen, muss aber dennoch mindestens zwei- bis dreimal pro Woche gründlich gebürstet werden. Regelmäßiges Waschen hilft, den seidigen Glanz zu erhalten.
  • Gesundheit: Die Rasse gilt als allgemein robust. Dennoch sollte man auf Patellaluxation (Kniescheibenprobleme) und Zahnhygiene achten, da kleine Hunde öfter zu Zahnstein neigen.
  • Lebenserwartung: Ein Australian Silky Terrier kann bei guter Pflege ein stolzes Alter von 12 bis 15 Jahren erreichen.


Häufige Fragen (FAQ) zum Australian Silky Terrier

Was ist der Unterschied zum Yorkshire Terrier?
Der Silky Terrier ist etwas größer und kräftiger gebaut. Sein Körper ist länger und sein Fell ist im Idealfall nicht bodenlang, was ihn funktionaler und sportlicher macht als den Yorkie.

Ist der Silky Terrier für Allergiker geeignet?
Da er keine Unterwolle besitzt und kaum Haare verliert, wird er oft als allergikerfreundlich eingestuft. Dennoch sollte man dies individuell testen, da Allergien auch durch Hautschuppen oder Speichel ausgelöst werden können.

Bellt der Silky Terrier viel?
Als wachsamer Terrier meldet er Besucher oder ungewöhnliche Geräusche zuverlässig an. Mit einer konsequenten Erziehung lässt sich die Bellfreudigkeit jedoch gut steuern.


Bildergalerie: Australian Silky Terrier

Impressionen des seidigen Energiebündels aus Australien:

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