Dackel: Mutiger Jagdhund und charismatischer Familienbegleiter
Geschichte und Herkunft: Der kleine Jäger mit dem großen Mut
Der Dackel, auch Teckel oder Dachshund genannt, ist eine urdeutsche Hunderasse mit einer jahrhundertelangen Tradition. Schon im Mittelalter wurden Hunde gezüchtet, die speziell für die Jagd unter der Erde - den sogenannten Bau - geeignet waren. Durch seine kurzen Beine und den langgestreckten Körper ist er prädestiniert dafür, in Fuchs- und Dachsbauten einzudringen und das Wild dort zu stellen oder herauszutreiben.
Sein Name „Dachshund“ verrät bereits seine ursprüngliche Hauptaufgabe. Trotz seiner geringen Körpergröße zeichnet ihn ein außerordentlicher Mut und eine enorme Selbstständigkeit aus. Diese Eigenschaften waren überlebenswichtig, da der Hund im Bau ohne direkte Anweisungen seines Jägers eigene Entscheidungen treffen musste. Heute hat der Dackel weltweit Kultstatus erreicht und ist vom Jagdrevier längst in die Herzen der Stadtbewohner und Familien eingezogen.
Einteilung der Varianten: Haararten und Größen
Keine andere Rasse bietet eine so große Vielfalt wie der Dachshund. Er wird offiziell in drei Größenklassen unterteilt, wobei hier nicht die Schulterhöhe, sondern der Brustumfang das entscheidende Kriterium ist:
- Dachshund (Normalschlag): Brustumfang über 35 cm, Gewicht bis ca. 9 kg.
- Zwergteckel: Brustumfang von 30 bis 35 cm.
- Kaninchenteckel: Brustumfang bis 30 cm - der kleinste unter den Jägern.
Zusätzlich gibt es drei verschiedene Fellvarianten, die jeweils ihren eigenen optischen Charme besitzen:
- Kurzhaar: Das ursprüngliche, glatte und glänzende Fell.
- Rauhaar: (Siehe Bild rechts) Entstanden durch Einkreuzung von Terriern, heute sehr beliebt wegen des markanten Bartes und der buschigen Augenbrauen.
- Langhaar: (Siehe Bild unten links) Seidiges, glänzendes Haar, das oft eine besonders sanfte Ausstrahlung verleiht.
Wesen und Charakter: Sturheit oder Charakterstärke?
Teckel sind charaktervolle, intelligente und äußerst selbstbewusste Hunde. Der oft zitierte „Dackeldickkopf“ ist eigentlich ein Zeichen seiner hohen Intelligenz und Eigenständigkeit. Da er bei der Baujagd auf sich allein gestellt war, hinterfragt er auch heute gerne einmal den Sinn eines Kommandos. Mit dem berühmten „Dackelblick“ versteht er es zudem meisterhaft, seine Besitzer um den Finger zu wickeln.
Dackel hängen sehr an ihren Besitzern und brauchen engen Familienkontakt. Sie sind aufgeweckt, spielfreudig und trotz ihrer kurzen Beine sehr wendig. Während sie in der Wohnung meist ruhige und angenehme Mitbewohner sind, verwandeln sie sich im Freien in aktive Abenteurer mit einer ausgeprägten Jagdpassion.
Erziehung: Geduld führt zum Ziel

Die Erziehung eines Dackels erfordert eine gute Portion Humor und viel Konsequenz. Er ist kein Hund, der Befehle blind befolgt wie ein Arbeitshund. Wer jedoch mit Geduld und positiver Verstärkung arbeitet, wird einen loyalen Begleiter gewinnen. Wichtig ist es, bereits im Welpenalter klare Grenzen zu setzen, da der Dackel sonst schnell die Führung im „Rudel“ übernimmt.
Aufgrund seines Erbes ist der Jagdtrieb oft stark ausgeprägt. Ein sicherer Rückruf sollte daher intensiv trainiert werden, bevor man ihn in wildreichen Gebieten von der Leine lässt. Trotz seines Eigensinns ist er sehr lernfähig und hat Freude an kleinen Aufgaben und Nasenarbeit.
Haltung & Auslastung: Ein kleiner Hund mit großen Ansprüchen
Unterschätzen Sie den Bewegungsdrang eines Dackels nicht! Teckel brauchen viel Bewegung und sind gerne an der frischen Luft. Sie eignen sich hervorragend als Begleit- und Familienhunde, sofern sie geistig und körperlich gefordert werden. Lange Spaziergänge, Suchspiele oder sogar Agility für kleine Hunde bereiten ihnen große Freude.
Dank ihrer Größe können sie problemlos in einer Stadtwohnung gehalten werden. Ein wichtiger Punkt in der Haltung ist jedoch das Treppensteigen: Aufgrund des langen Rückens sollte dies auf ein Minimum reduziert werden, um die Wirbelsäule zu schonen. Ein Aufzug oder das Tragen des Hundes ist in höheren Stockwerken ratsam.
Gesundheit: Die gefürchtete Dackellähme

Der Dackel (Dachshund)
Die Anatomie des Dackels mit seinem langen Rücken und den kurzen Läufen bringt eine rassetypische Schwachstelle mit sich: die Neigung zu Bandscheibenvorfällen, auch bekannt als Dackellähme.
- Prävention: Achten Sie penibel auf das Gewicht des Hundes. Übergewicht ist der größte Feind der Dackel-Wirbelsäule.
- Muskulatur: Eine gute Muskulatur durch regelmäßige Bewegung stützt den Rücken.
- Zucht: Seriöse Züchter achten auf eine stabile Rückenlinie und gesunde Elterntiere.
Häufige Fragen (FAQ) zum Dackel
Ist der Dackel für Anfänger geeignet?
Ja, aber nur für solche, die bereit sind, sich mit dem eigenwilligen Charakter auseinanderzusetzen und konsequent in der Erziehung zu bleiben.
Vertragen sich Dackel mit Kindern?
Normalerweise ja. Dackel sind sehr treue Familienhunde. Kinder sollten jedoch lernen, den langen Rücken des Hundes vorsichtig zu behandeln.
Wie alt werden Dackel?
Dackel sind bekannt für ihre Langlebigkeit. Es ist keine Seltenheit, dass ein gesunder Teckel 15 Jahre oder älter wird.
Welche Fellvariante haart am wenigsten?
Rauhaarige Dackel müssen regelmäßig getrimmt werden und verlieren dann kaum Haare. Kurzhaarige Dackel haaren mäßig, aber ihre feinen Haare pieksen oft in Textilien.
Dackel & Teckel Bildergalerie
Entdecken Sie die charmante Vielfalt der Dachshunde in all ihren Varianten:











Ich hatte eine tolle Rauhhaardackeldame. Ein toller Hund. Treu, gehorsam und lieb zu anderen Menschen. Leider musste ich sie einschläfern nach dem sie 14 Jahre alt wurde. Der dritte Bandscheibenvorfall.
Ich würde mir immer wieder ein Dackel anschaffen, denn das sind sehr dankbare Hunde.
Meine Nachbarin hat einen Kurzhaardackel und es ist richtig
süß.Ich Liebe es mit ihr zu spielen
Mein Rauhaardackel, 6 Jahre alt, ist einfach ein Sonnenschein.
Seine Familie (Rudel) ist ihm sehr wichtig und er ist erst richtig glücklich, wenn wir alle zusammen sind. Ist einer mal wegen Besorgungen unterwegs, herrscht bei ihm große Trauer. Gerne läuft er wie ein Wirbelwind über die Felder und im Auto ist er ein sehr angenehmer Insasse. Zuhause ist er ruhig und schmust für sein Leben gerne. Konkurrenten – und das sind alle Rüden außer seinem Freund Max, ein Labrador – mag er nicht und das zeigt er dann auch indem er bellt und man ihn dann auch besser an der Leine hält. Er hört aufs Wort und dafür brauchte es wenig Mühe weil er ein lernfreudiger intelligenter Dackelmann ist. Hündinnen sind von seinem Charme begeistert und da zeigt er sich auch von seiner besten Seite. Er hat einen ausgezeichneten Charakter und ein Leben ohne ihn kann ich mir nicht vorstellen.
Seine Freundin – eine Airedale-Hündin – liebt er über alle Maßen und wenn es etwas Neues in unserem Garten gibt, dann ist sie die erste, die es erfährt.
Mein Herz hat er schon lange und meine Liebe auch. Hoffentlich bleibt er recht lange gesund und in unserer Mitte.
Der Teckel, Der schönste Hund überhaupt unter den Kleinrassigen Hunden.
Wir haben einen Kaninchenteckel saufarben Rauhhaar,
der ideale Sparringspartner zu unserem Parson-Russell.
Beide haben ihren eigenen Kopf und beide können herzzerreissend schauen, wenn sie wieder mal was ausgefressen haben. Aber ich mag beide Rassen.
Sie sind die perfekten Jagdbegleiter und ideale Kinderhunde, die auch mal einen derben Knuff der Kinder ohne böse zu reagieren, einfach so hinnehmen.
Unser Rauhaardackel wurde gestern mit 17 Jahren eingeschläfert…Sie war total verschmust und wollte immer nur fressen.