Collie: Eleganter Hütehund und treuer Familienbegleiter
Geschichte und Herkunft: Von den schottischen Highlands nach Hollywood
Der Collie (Rough & Smooth Collie) blickt auf eine jahrhundertealte Tradition in den schottischen Highlands zurück. Ursprünglich als robuster Arbeitshund gezüchtet, halfen diese Hunde den Schafhirten, ihre Herden in den nebligen und rauen Mooren zu kontrollieren. Der Name "Collie" leitet sich vermutlich von den "Colleys" ab - einer lokalen schottischen Schafsrasse mit schwarzen Gesichtern.
Den Sprung vom einfachen Bauernhund zum Aristokraten der Hundewelt verdankt der Collie der britischen Königin Victoria. Sie verliebte sich während ihrer Aufenthalte auf Schloss Balmoral in diese edlen Tiere und machte sie im 19. Jahrhundert salonfähig. Weltweite Berühmtheit erlangte der Langhaar-Collie schließlich durch den Roman von Eric Knight und die darauf basierenden Filme rund um die Hündin „Lassie“. Dies prägte das Bild des Collies als Inbegriff von Treue und Intelligenz bis heute.
Wesen und Charakter: Sensibel, klug und loyal

Der Collie (Rough & Smooth)
Der Collie zeichnet sich durch ein überaus freundliches, intelligentes und lernfähiges Wesen aus. Er gilt als sehr unkompliziert und anpassungsfähig, was ihn zu einem idealen Partner für verschiedene Lebensumstände macht. Im Gegensatz zu vielen anderen Hütehunden besitzt der moderne Ausstellungs-Collie meist ein gemäßigtes Temperament und eine hohe Reizschwelle.
Collies sind bekannt für ihre Sensibilität: Sie reagieren stark auf die Stimmung ihrer Menschen und benötigen eine feinfühlige Behandlung. Aggressivität oder Nervosität liegen ihnen fern. Kindern gegenüber sind sie geduldig und beschützend, ohne dabei übertrieben scharf zu reagieren. Auch mit anderen Haustieren wie Katzen oder Kaninchen kommen sie bei guter Sozialisierung meist hervorragend zurecht. Sie wollen ihren Menschen stets gefallen und suchen den engen Anschluss an das Familienrudel.
Haltung & Pflege: Zwei Varianten, zwei Welten
Obwohl Lang- und Kurzhaar-Collie (Rough & Smooth) wesensmäßig sehr ähnlich sind, unterscheiden sie sich in der Pflege deutlich. Beiden gemeinsam ist jedoch, dass sie keine Zwingerhunde sind - sie brauchen den direkten Kontakt zu ihren Menschen und eine Aufgabe.
- Langhaar (Rough Collie): Das prachtvolle, lange Fell mit der seidigen Unterwolle benötigt regelmäßige Pflege. Entgegen der Annahme muss er nicht täglich gebürstet werden (einmal pro Woche gründlich reicht meist), aber hinter den Ohren und an den Beinen neigt das Haar zu Verfilzungen.
- Kurzhaar (Smooth Collie): Sein Fell ist kurz, dicht und hart. Er ist deutlich pflegeleichter, haart jedoch beim Fellwechsel ebenso wie sein langhaariger Bruder. Kurzhaar-Collies gelten oft als etwas lebhafter und arbeitsfreudiger.
Beide Varianten sind bewegungsfreudig und eignen sich gut für Hundesportarten wie Agility, Obedience oder Longieren. Sie sind jedoch keine "Arbeitsjunkies" und geben sich auch mit langen, abwechslungsreichen Spaziergängen zufrieden, solange ihr kluger Kopf gefordert wird.
Farben: Die Pracht des Collies
Der Rassestandard erkennt drei klassische Farbschläge an:
- Zobel-weiß (Sable): Die Palette reicht von hellem Gold bis hin zu dunklem Mahagoni, jeweils mit weißen Abzeichen an Hals, Brust und Pfoten.
- Tricolor: Überwiegend schwarz mit sattem, rostbraunem Brand an Kopf und Beinen sowie den typischen weißen Abzeichen.
- Blue Merle: Ein silbriges Blaugrau, das schwarz gesprenkelt oder marmoriert ist. Diese Hunde haben oft faszinierende blaue oder teilweise blaue Augen.
Gesundheit: Der wichtige Blick auf die Genetik
Collies gelten als robust, haben jedoch einige rassespezifische Themen, die jeder Halter kennen sollte. Besonders hervorzuheben ist der MDR1-Gendefekt, von dem ein großer Teil der Population betroffen ist. Dieser Gendefekt führt zu einer extremen Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten (z. B. Entwurmungsmittel oder Narkosemittel), die für den Hund tödlich enden können.
Weitere Themen sind:
- HD (Hüftgelenksdysplasie): Wie bei vielen mittelgroßen Rassen.
- CEA (Collie Eye Anomaly): Eine angeborene Veränderung der Netzhaut.
- Dermatomyositis: Eine erbliche Haut-Muskel-Erkrankung.
Seriöse Züchter lassen ihre Zuchttiere umfassend auf diese Gendefekte testen, um gesunde Nachkommen zu garantieren.
Häufige Fragen (FAQ) zum Collie
Ist der Collie ein guter Anfängerhund?
Absolut. Durch seine Sanftmut und seinen Lernwillen ist er ideal für motivierte Ersthundehalter geeignet, die einen sensiblen Gefährten suchen.
Bellt der Collie viel?
Collies sind als Hütehunde von Natur aus kommunikativ. Sie neigen dazu, Besucher oder Aufregung mit Bellen zu kommentieren, lassen sich aber gut erziehen, wenn man frühzeitig darauf achtet.
Was muss ich beim MDR1-Defekt beachten?
Sie sollten Ihren Hund testen lassen. Ist er betroffen (MDR1 -/-), muss Ihr Tierarzt bei der Gabe von Medikamenten und Narkosen eine spezielle Liste mit verbotenen Wirkstoffen beachten.
Kann ein Collie in einer Wohnung leben?
Ja, wenn er täglich genug Auslauf und geistige Beschäftigung bekommt, ist er im Haus ein sehr ruhiger und angenehmer Mitbewohner.
Collie Bildergalerie
Lassen Sie sich von der Eleganz des schottischen Schäferhundes verzaubern:











Unser Collie ist liebevoll, verträglich mit allen Tieren und Menschen. Allerdings ist er von Geburt an nicht sehr aktiv, er mag es viel lieber Bequem und liebt es von der Familie beschmust zu werden. Draußen läuft er gerne rum und spielt viel, nur nicht drinnen. Jeden Tag passt er auf, ob alle noch da sind und dass nichts passiert 🙂 ein sehr liebenswerter Lebensgefährte. Die Pfoten müssen regenmäsig Freigeschnitten werden und das hin und wieder Bürsten darf man auch nicht vergessen (besonders hinter den Ohren).
Auf diesem Bild ist ein Australian Shephard abgebildet, KEIN Collie!!
hi, das ist ein Blue-Marle Collie 😉 Australian Shephard sind nicht su fluffig