Großer Schweizer Sennenhund: Der sanftmütige Kraftprotz aus den Alpen
Geschichte und Herkunft: Vom Arbeitstier zum Familienbeschützer
Der Große Schweizer Sennenhund ist der größte und schwerste Vertreter der vier Schweizer Sennenhund-Rassen. Seine Vorfahren waren die weit verbreiteten „Metzgerhunde“ oder „Fleischerhunde“, die über Jahrhunderte in den Alpen als unermüdliche Gehilfen dienten. Sie bewachten das Vieh, trieben Rinder und zogen schwere Karren mit Milch oder Fleisch zu den Märkten. Interessanterweise galt die Rasse Ende des 19. Jahrhunderts fast als ausgestorben. Erst 1908 entdeckte der Kynologe Franz Schertenleib auf einer Ausstellung einen besonders großen, kurzhaarigen Berner Sennenhund und erkannte in ihm den Typus des alten „Großen Schweizers“. Durch die Bemühungen von Prof. Albert Heim wurde die Rasse systematisch wiederaufgebaut und 1912 offiziell anerkannt. Heute hat er seinen festen Platz als souveräner Familien- und Wachhund gefunden, ohne seine Wurzeln als kräftiger Zughund zu verleugnen.Wesen und Charakter: Fels in der Brandung
Der Große Schweizer Sennenhund zeichnet sich durch ein ruhiges, selbstbewusstes und unerschütterliches Wesen aus. Er ist kein nervöser Hund und lässt sich so schnell durch nichts aus der Fassung bringen. Seinen Menschen gegenüber ist er loyal, anhänglich und sehr verschmust. Er braucht den engen Familienanschluss und möchte am Leben seiner Besitzer aktiv teilhaben. Als aufmerksamer Wächter nimmt er seine Aufgabe ernst: Haus und Grund werden zuverlässig bewacht. Dabei ist er jedoch kein „Kläffer“. Er schlägt kurz und tief an, wenn Fremde kommen, beruhigt sich aber schnell, sobald sein Besitzer die Situation übernimmt. Ihm wird eine gewisse Eigensinnigkeit nachgesagt - er ist ein Hund, der mitdenkt und Kommandos manchmal erst auf ihre Sinnhaftigkeit prüft, bevor er sie ausführt. Dies erfordert eine geduldige und souveräne Führung. 
Haltung: Viel Platz für ein großes Herz
Aufgrund seiner imposanten Statur und seines Gewichts ist der Große Schweizer Sennenhund absolut nicht für eine Stadtwohnung geeignet. Er benötigt Platz - idealerweise ein Haus mit einem großen, sicher eingezäunten Garten. Er hält sich gerne im Freien auf und beobachtet aufmerksam sein Revier. Trotz seines ruhigen Temperaments ist er kein fauler Hund. Er braucht regelmäßige, moderate Bewegung. Lange Spaziergänge in der Natur genießt er sehr. Wichtig ist jedoch, ihn in jungen Jahren körperlich nicht zu überfordern (kein Treppensteigen, keine extremen Sprünge), um die Gelenke zu schonen. Als ausgewachsener Hund ist er ein idealer Wanderbegleiter. Durch sein freundliches Wesen ist er zudem ein wunderbarer Familienhund, der besonders mit Kindern meist sehr geduldig und vorsichtig umgeht.Beschäftigung: Der geborene Zughund
Um dem Großen Schweizer eine artgerechte Beschäftigung zu bieten, sollte man seine ursprüngliche Verwendung im Hinterkopf behalten. Eine seiner größten Stärken ist die Zugarbeit. Viele Vereine bieten heute Zughundesport an, bei dem die Hunde speziell angepasste Wagen ziehen - eine Aufgabe, die sie physisch und mental auslastet und sie sichtlich stolz macht. Darüber hinaus eignet er sich für:- Nasenarbeit: Fährtensuche oder Mantrailing liegen ihm sehr.
- Gehorsamstraining: Solange es spielerisch und ohne harten Drill erfolgt.
- Tragetaschen-Training: Auf Wanderungen kann er (gut trainiert) kleine Packtaschen tragen.

Fell und Farben: Die klassische Dreifarbigkeit
Das Fell des Großen Schweizers ist pflegeleicht, aber funktional. Er besitzt ein kurzes, glattes Deckhaar („Stockhaar“) und eine dichte, meist weiche Unterwolle. Diese Kombination macht ihn sehr wetterfest. Die Farbverteilung:- Grundfarbe: Tiefschwarz.
- Abzeichen: Leuchtend rostrotes Tan (Brand) und weiße Abzeichen.
- Symmetrie: Die weißen Abzeichen finden sich typischerweise als Blesse am Kopf, an der Schnauze, an der Brust (oft als Kreuz), an den Pfoten und an der Rutenspitze.
Gesundheit: Vorsorge ist entscheidend
Wie bei fast allen großen und schweren Rassen gibt es auch beim Großen Schweizer Sennenhund spezifische gesundheitliche Risiken, auf die man beim Welpenkauf achten sollte:- HD & ED: Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie sind Themen, bei denen seriöse Züchter nur mit geröntgten, freien Tieren züchten.
- Epilepsie: Kommt in der Rasse leider gelegentlich vor.
- Magendrehung: Aufgrund des tiefen Brustkorbs besteht ein erhöhtes Risiko. Mehrere kleine Mahlzeiten und Ruhe nach dem Fressen sind wichtig.
- OCD: Eine Knorpelwachstumsstörung in den Gelenken, die oft junge Hunde betrifft.











Also unser „Knutschi“ hat schon gesabbert.
Wir hatten ihn von einer Familie, die ihn wegen Allergien nicht mehr halten konnte. Er war extrem ängstlich und verstört zu beginnam Anfang, weil die aller erste Besitzerin (die ostdeutsche Zücherin) ihm schreckliches angetan hat. Ja es war eine VDH ZÜCHTERIN!! VDH sagt garnichts über Menschlichkeit in der Hundezucht aus! Deswegen Auge auf.
Er war wirklich so ein Problemkind. Mit sehr viel MÜhe und vor allem Liebe ist es mir gelungen wieder einen Hund draus zu machen! Er blieb jedoch bis zuletzt HOchsensiebel was ein Ausmaß einnahm, das man als „Behinder einstufen muss. Die grausame Züchterin (Erstbesizerin) hat ihn Ausrangiert weil er natürlich für den Ring zu „ängstlich“ war wobei ich mir nicht ausmalen will, was für Panikattacken er im Ring gehabt haben musste. Er hatte das zarteste Seelchen dass ich bei einem Hund je gesehen habe… Daweil dachte ich schon unser anderer Hund sei sensiebel -aber nein! Nicht im Vergleich.
Der Große Schweizer saß an Silvester in Todesangst zitternd unterm Tisch, während die Französische Bulldogge ums Haus rent und die Böller verbellen will.
Entgegen der Aussage in der Rassebeschreibung muss ich sagen, dass ein Großer Schweizer sehr wohl für die Haltung in der Stadt geeignet ist. Die Rasse will intensiven Kontakt zu seinem Rudel – und das sind seine Halter! Gerade in der Stadt sind die Hunde mehr in den Alltag und das Familienleben integriert – genau so wie sie es wollen. Die Stadt bietet ihm die Abwechslung, die er täglich braucht. Was man aber immer beachten sollte – ich glaube bei diesen „Staurköpfen“ besonders – immer mit Ruhe und ohne Stress mit ihm arbeiten und lernen. Sie sind sehr gelehrig. Ab und an ein paar Übungen zur Unterordnung als Wiederholung vielleicht. Er ist der perfekte Familienhund.
Schweizer Sennenhunde sind wunderbare Hunde. Unsere Senna hat schnell verstanden, wer zu ihr gehört und wer nicht. Wer nicht wird ausgebellt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man nicht sagen kann, dass Schweizer Sennenhunde sehr ruhige Hunde sind. Sie sind sehr stürmisch, wollen sofort spielen und rennen mit einem was das Zeug hält. Doch wenn sie spielen, können diese Hunde spielen und bekämpfen nicht auseinander halten. Unsere Hündin ist eher angriffslustig, spielerisch, stürmisch und immer auf Zack. Ich glaube jedenfalls nicht, dass diese Hunderasse ruhig und freundlich ist. Zumindest nicht immer. Die Schweizer Sennenhunde, die ich kenne sind es jedenfalls nicht.
LG.
Hallo Sylvia,
unser Danny ist 2 Jahre alt und sabbert nicht – außer, wenn er sieht, dass er etwas zu Freesen bekommen soll und darauf wartet. Haare verliert er natürlich auch -wie vermutlich alle Hunde- aber das hält sich in Grenzen. Bürsten lässt er sich, wenn auch nur widerwillig, aber er ist nicht der Boss 🙂
Dirk
Hallo,
Ich möchte mir einen Schweizer Sennenhund kaufen, früher hatte ich einen Berner Sennen aber das viele Haar war störend zumal sie nicht gekämmt werden wollte. Eine Frage habe ich jedoch, sabbert diese Rasse wie zum Beispiel eine Dogge?
Danke
Sylvia
grandioser Hund! Sehr zuverlässiger Wachhund mit furchteinflößendem Gebell (wohl rasseuntypisch) aber dabei absolut sicher und liebevoll.
Das schlimmste, was einem passieren kann, ist dass er sich einem mit seinem vollen Körpergewicht auf die Füße stellt, oder sich mit seinem knochigen Hintern darauf niederlässt.