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Irish Terrier: Der mutige „Dare Devil“ mit dem goldenen Herzen

Irish Terrier rotes Fell Standbild

Der Irish Terrier

Kurzinfos & Steckbrief

Der Irish Terrier ist die Verkörperung von Mut, Eleganz und bedingungsloser Loyalität. Bekannt als der „rote Teufel“ oder „Dare Devil“ unter den Terriern, besticht er durch sein feuriges Temperament und sein markantes rotes Haarkleid. Er ist ein Hund der Extreme: In der einen Sekunde ein furchtloser Beschützer und leidenschaftlicher Jäger, in der nächsten ein sanftmütiger und treuer Familienbegleiter. Sein Stolz und seine Intelligenz machen ihn zu einer der charakterstärksten Rassen, die Irland je hervorgebracht hat.

  • Herkunftsland: Irland
  • FCI-Standard: Gruppe 3 (Terrier) / Sektion 1 / Nr. 139
  • Größe: Rüden und Hündinnen ca. 45,5 cm
  • Gewicht: Rüden ca. 12 kg | Hündinnen ca. 11 kg
  • Besonderheit: Legendäre Tapferkeit; gilt als „Hund der armen Leute“ mit aristokratischem Auftreten

Geschichte: Ein irisches Original und Kriegsheld

Die Wurzeln des Irish Terriers liegen tief in der Geschichte der grünen Insel. Er gilt als einer der ältesten Terrier-Schläge Irlands. Während andere Rassen oft für den Sport des Adels gezüchtet wurden, war der „Irish“ der Hund der einfachen Bauern und Arbeiter. Er musste Haus und Hof von Ratten und Füchsen befreien, das Vieh treiben und gleichzeitig als sanfter Wächter für die Kinder fungieren.

Besondere Berühmtheit erlangte die Rasse während des Ersten Weltkriegs. Aufgrund ihrer Intelligenz, Furchtlosigkeit und Schnelligkeit wurden Irish Terrier als Meldehunde eingesetzt. Sie überbrachten Nachrichten durch Schützengräben und unter schwerstem Beschuss. Ein britischer Oberst beschrieb sie einst als „die tapfersten Lebewesen der Welt“. Seit der offiziellen Anerkennung des Rasseclubs im Jahr 1879 hat sich der Standard kaum verändert - ein Beweis für die zeitlose Qualität dieses Hundes.


Erscheinungsbild: Die rote Flamme auf vier Pfoten

Der Irish Terrier ist ein Hund von großer Eleganz und Kraft, ohne dabei massig zu wirken. Sein Körperbau ist „drahtig“ und athletisch, was ihm eine enorme Sprungkraft und Wendigkeit verleiht. Er wirkt stets sprungbereit und aufmerksam.

Fellbeschaffenheit und die typischen Farben:

  • Das markante Rot: Ein reinrassiger Irish Terrier sollte einfarbig rot, rot-weizenfarben oder gelblich-rot sein. Ein kleiner weißer Fleck an der Brust ist erlaubt und erinnert an seine Herkunft als Arbeitshund.
  • Die „Broken“-Textur: Das Fell ist ein Meisterwerk der Natur. Es ist dicht, harsch und drahtig. Die Haare wachsen so eng beieinander, dass selbst beim Scheiteln die Haut kaum sichtbar ist. Dies schützt ihn perfekt vor dem rauen irischen Klima und vor Verletzungen bei der Jagd.
  • Der Bart: Im Gesicht ist das Haar kürzer, wobei ein kleiner, angedeuteter Bart die einzige längere Behaarung darstellt und ihm seinen charakteristischen, weisen Ausdruck verleiht.


Wesen: Der „Dare Devil“ mit der sanften Seite

Irish Terrier rotes Fell Standbild

Der Irish Terrier: Stolz, drahtig und unerschrocken

Das Wesen des Irish Terriers ist legendär. Er ist aktiv, lebhaft und voller Selbstvertrauen. Seinen Beinamen „Dare Devil“ (Waghals) erhielt er nicht ohne Grund: Wenn es darauf ankommt, kennt er keine Furcht und weiß sich durchzusetzen. Gegenüber fremden Artgenossen wird ihm gelegentlich eine gewisse Streitsucht nachgesagt - oft ist dies jedoch schlichtweg ein Ausdruck seines unerschütterlichen Mutes und mangelnder Unterwürfigkeit.

Ganz anders zeigt er sich in seinem Zuhause. Seinen Menschen gegenüber ist er unglaublich treu, gutmütig und anhänglich. Er liebt den engen Kontakt zu seiner Familie und ist ein hervorragender Spielkamerad für Kinder, da er zwar lebhaft, aber niemals hinterhältig ist. Er besitzt einen wachen Geist und eine schnelle Auffassungsgabe, was ihn zu einem unterhaltsamen und lernwilligen Partner macht.


Haltung: Ein Allrounder für aktive Haushalte

Trotz seines feurigen Temperaments ist der Irish Terrier ein sehr anpassungsfähiger Hund. Er kann problemlos in einer Wohnung gehalten werden, solange sein enormer Bewegungsdrang gestillt wird. Er ist kein Hund für kurze Runden um den Block; er möchte laufen, spielen und die Welt erkunden.

Was ein „Irish“-Besitzer beachten sollte:

  • Auslastung: Ob Agility, Dog Dancing oder lange Wanderungen - er ist für jede Aktivität zu begeistern. Wenn er körperlich und geistig gefordert wird, ist er im Haus ein ruhiger und angenehmer Mitbewohner.
  • Jagd- und Wachtrieb: Beide Eigenschaften sind fest in ihm verankert. Er meldet Besucher zuverlässig an und wird draußen bei Wildsichtung seine Herkunft als Jagdhund nicht verleugnen.
  • Sozialisierung: Aufgrund seiner Tendenz, sich gegenüber anderen Hunden nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen, ist eine frühe und intensive Sozialisation unerlässlich.


Erziehung: Führung mit Humor und Konsequenz

Einen Irish Terrier zu erziehen, erfordert Geduld und eine souveräne Führung. Er ist kein Hund für Menschen, die Kadavergehorsam erwarten. Ein Irish Terrier möchte den Sinn einer Übung verstehen und wird bei zu viel Druck oder Härte stur. Wer jedoch mit positiver Verstärkung, Kreativität und einer Prise Humor arbeitet, wird staunen, wie schnell dieser Hund lernt.

Konsequenz ist der Schlüssel: Er braucht klare Regeln, an denen er sich orientieren kann. Da er intelligent ist, findet er jede Lücke im System sofort. Eine gute Hundeschule und der frühe Kontakt zu verschiedenen Reizen helfen dabei, seinen starken Charakter in die richtigen Bahnen zu lenken, ohne seinen stolzen Geist zu brechen.


Gesundheit und Pflege: Robustheit als Standard

Der Irish Terrier gilt als eine der gesündesten Hunderassen. Er wurde nie ein „Modehund“, was ihn vor vielen Erbkrankheiten bewahrt hat.

  • Pflege: Das drahtige Fell ist schmutzabweisend. Er verliert kaum Haare, muss aber regelmäßig getrimmt (gezupft) werden, um abgestorbenes Haar zu entfernen und die Haut gesund zu halten. Scheren ist für diese Fellstruktur nicht geeignet.
  • Spezifische Krankheiten: Bekannt sind seltene Fälle von Digitaler Hyperkeratose (Verhornung der Pfotenballen) und Nierensteinbildung. Seriöse Züchter testen heute jedoch gezielt darauf.
  • Lebenserwartung: Ein gesunder Irish Terrier wird oft 13 bis 15 Jahre alt.


Häufige Fragen (FAQ) zum Irish Terrier

Ist der Irish Terrier für Anfänger geeignet?
Nur für aktive Anfänger, die bereit sind, sich intensiv mit Hundeerziehung auseinanderzusetzen. Sein Selbstbewusstsein erfordert eine klare Hand.

Verträgt er sich mit Katzen?
Im eigenen Haushalt ist das meist kein Problem, wenn er von klein auf mit ihnen aufgewachsen ist. Draußen wird er fremde Katzen jedoch terrier-typisch jagen.

Ist der Irish Terrier ein Kläffer?
Nein. Er ist zwar wachsam und schlägt an, wenn es nötig ist, gehört aber definitiv nicht zu den dauerbellenden Hunderassen.


Bildergalerie: Irish Terrier

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3 Gedanken zu „Irish Terrier“

  1. Voraussetzung sind hundeverstand, konsequente Erziehung und ein wenig Durchhaltevermögen, denn der Irish Terrier, neigt zu einem Dickköpfigen Verhalten und Unterwürfigkeit ist bei ihm nur selten anzutreffen.
    Worauf noch zu achten ist, ist eine gründliche Sozialisierung in der Welpen und Junghundezeit mit Artgenossen, da Irish Terrier eine gewisse Streitsucht entwickeln können.
    Sie sind aber liebe Familienhund, die wenn es darauf ankommt, für ihre Familie durchs Feuer gehen.
    Ein genialer Freund und Lebensbegleiter, meine absolute Traumrasse und davon bekommt man mich nicht mehr los.
    Einmal Irish immer Irish.
    Jagdtrieb ist bei den meisten Irish vorhanden aber handelbar, wenn man als erstes bemerkt, das der Hund eine Spur aufnimmt und ihn rechtzeitig abruft.

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  2. Meine Lieblingshunderasse seit 15 Jahren, nun konnte ich mir meinen Traum von einem Irish erfüllen, es war die richtige Entscheidung.
    Ein Klasse Hund aus Gold von innen wie von außen und kein anderer Hund dieser Welt kann ihm das Wasser reichen

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