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Papillon & Phalène: Der charmante Schmetterlingshund

Papillon  Zwergspaniel

Der Papillon

Kurzinfos & Steckbrief

Der Kontinentale Zwergspaniel ist ein kleiner Hund mit einer großen Geschichte und einer unverwechselbaren Optik. Er tritt in zwei Varianten auf: als Papillon (französisch für Schmetterling) mit markanten Stehohren und als Phalène (Nachtfalter) mit eleganten Hängeohren. Schon in der Renaissance war er ein geschätzter Begleiter in europäischen Adelshäusern. Trotz seiner zierlichen Erscheinung ist er kein reiner Schoßhund, sondern ein wacher, hochintelligenter und sportlicher Partner. Er gilt als besonders lernfreudig und überzeugt im Agility ebenso wie als anhänglicher Familienhund, der durch sein fröhliches und unkompliziertes Wesen jeden Raum erhellt.

  • Herkunftsland: Frankreich & Belgien
  • FCI-Standard: Gruppe 9 (Gesellschaftshunde), Sektion 10 (Nr. 77)
  • Größe: Ca. 28 cm Schulterhöhe
  • Gewicht: 1,5 kg bis max. 5 kg (Kategorie 1: < 2,5 kg | Kategorie 2: 2,5-5 kg)
  • Besonderheit: Namensgebende Ohrform; langes, seidiges Fell ohne Unterwolle.
  • Charakter: Lebhaft, intelligent, sehr freundlich und wachsam.

Geschichte und Herkunft: Vom Schoßhund der Könige

Der Kontinentale Zwergspaniel blickt auf eine jahrhundertelange, glamouröse Geschichte zurück. Bereits im 13. und 14. Jahrhundert tauchten seine Vorfahren auf den Gemälden bedeutender Meister wie Tizian, Watteau oder Fragonard auf. Ursprünglich war die Rasse als "Epagneuil Nain" bekannt und war der absolute Liebling an den europäischen Königshöfen, insbesondere in Frankreich und Belgien.

Die ursprüngliche Form war der Phalène (Nachtfalter) mit den eleganten Hängeohren. Erst wesentlich später, etwa gegen Ende des 19. Jahrhunderts, trat die Variante mit den großen Stehohren, der Papillon (Schmetterling), in den Vordergrund und eroberte die Herzen der Hundeliebhaber im Sturm. Heute ist er weltweit für seine Intelligenz und sein elegantes Äußeres bekannt.


Zwei Varianten: Papillon vs. Phalène

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Schlägen liegt ausschließlich in der Ohrform, während der restliche Körperbau identisch ist:

  • Papillon (Stehohren): Die Ohren sind hoch angesetzt und weit geöffnet. Die Ohrmuschel ist seitlich ausgerichtet und erinnert in ihrer Form - verstärkt durch die langen Fransen - an die Flügel eines Schmetterlings.
  • Phalène (Hängeohren): Die Ohren sind oberhalb der Augenlinie angesetzt und werden hängend getragen. Sie wirken dadurch etwas ruhiger im Ausdruck, sind aber dennoch sehr beweglich und reich behaart.

Wesen: Ein großes Herz in einem kleinen Körper

Papillon Kontinentaler Zwergspaniel

Der Papillon (Kontinentaler Zwergspaniel)

Der Papillon ist alles andere als ein langweiliger Schoßhund. Er ist lebhaft, extrem intelligent und besitzt ein fröhliches Temperament. Er gilt als einer der klügsten Kleinhunde überhaupt und belegt in Intelligenz-Rankings oft Spitzenplätze. Seine Neugier und sein Eifer, Neues zu lernen, machen ihn zu einem wunderbaren Partner für aktive Menschen.

Er ist sehr familienbezogen und anhänglich, braucht aber auch seine geistige und körperliche Auslastung. Fremden gegenüber zeigt er sich oft erst einmal reserviert, taut aber schnell auf, wenn er merkt, dass keine Gefahr droht. Er ist ein wachsamer Begleiter, der Veränderungen in seiner Umgebung sofort meldet, ohne dabei jedoch ein aggressiver Kläffer zu sein.


Haltung: Flexibel und sportlich

Der Kontinentale Zwergspaniel passt sich seinem Umfeld hervorragend an. Er kann problemlos in einer Stadtwohnung gehalten werden, fühlt sich aber auch in einem Haus mit Garten wohl. Wichtig ist ihm nicht die Quadratmeterzahl, sondern die Zeit, die man mit ihm verbringt. Trotz seiner geringen Größe liebt er ausgiebige Spaziergänge und ausgedehnte Spieleinheiten.

Besonderheit: Kinder und Senioren
Der Papillon ist ein idealer Begleiter für ältere Menschen, die gerne draußen unterwegs sind. Auch für Schulkinder ist er ein toller Freund. Für Haushalte mit Kleinkindern ist er jedoch nur bedingt geeignet: Durch seinen zierlichen Körperbau und sein sensibles Wesen könnte er durch grobe Kinderhände verletzt werden oder sich gestresst zurückziehen.


Erziehung: Motivation statt Strenge

Dank seiner hohen Intelligenz ist der Papillon sehr leicht zu erziehen. Er versteht schnell, was man von ihm möchte. Wichtig ist jedoch, dass die Erziehung auf Lob und positiver Bestärkung basiert. Auf grobe Worte oder Strenge reagiert dieser sensible Zwerg mit Rückzug und Unsicherheit.

Da er so sportlich und lernwillig ist, glänzt er in Sportarten wie Agility für Kleinhunde, Dog Dancing oder beim Erlernen von unzähligen Tricks. Er möchte gefordert werden - ein unterforderter Papillon könnte sich sonst eigene, weniger erwünschte Beschäftigungen suchen.


Fell und Pflege: Erstaunlich unkompliziert

Obwohl sein seidiges, langes Fell sehr edel und pflegeintensiv aussieht, hält sich der Aufwand in Grenzen. Das Haar ist gewellt, glänzend und besitzt keine Unterwolle. Das hat zwei große Vorteile: Er haart vergleichsweise wenig und neigt kaum zu dem typischen "Hundegeruch".

  • Bürsten: Einmal pro Woche gründliches Ausbürsten reicht meist aus.
  • Ohrenpflege: Die feinen Fransen an den Ohren sollten öfter kontrolliert und gekämmt werden, da sie am ehesten verfilzen können.
  • Schneiden: Das Fell muss nicht getrimmt oder geschoren werden. Lediglich das Haar zwischen den Ballen kann bei Bedarf gekürzt werden.

Farben und Zeichnung

Die Grundfarbe des Papillons ist immer Weiß. Auf diesem weißen Untergrund sind alle Farben zugelassen (z.B. Schwarz, Braun, Rot, Zobel). Wichtig ist, dass das Weiß am Körper und an den Läufen überwiegt. Eine weiße Blesse am Kopf ist sehr beliebt, da sie das schmetterlingsartige Aussehen unterstreicht.


Gesundheit und Lebenserwartung

Mit einer Lebenserwartung von bis zu 18 Jahren gehört der Papillon zu den langlebigsten Hunderassen. Er gilt als sehr robust, dennoch gibt es einige Punkte, auf die man achten sollte:

  • Patellaluxation: Wie bei vielen kleinen Rassen kann die Kniescheibe instabil sein.
  • PRA (Progressive Retinaatrophie): Eine Augenerkrankung, auf die seriöse Züchter testen lassen.
  • Fontanelle: Bei sehr kleinen Welpen muss darauf geachtet werden, dass die Schädeldecke fest geschlossen ist.


Häufige Fragen (FAQ) zum Papillon

Ist der Papillon ein Kläffer?
Er ist wachsam und meldet Fremdes, aber mit konsequenter Erziehung ist er kein Dauerbeller.

Frieren Papillons im Winter?
Da sie keine Unterwolle haben, sind sie empfindlicher gegen Kälte. Bei Minusgraden oder Nässe kann ein Hundemantel durchaus sinnvoll sein.

Wie viel Beschäftigung braucht er?
Er braucht mehr als nur drei kurze Runden um den Block. Er liebt Kopfarbeit und aktive Spiele, ist danach aber ein sehr ruhiger Schmuser im Haus.

Verstehen sie sich mit anderen Hunden?
Meistens ja. Sie sind sozial und kommen auch in Gruppen gut zurecht. Bei sehr großen Hunden sollte man aufgrund der Verletzungsgefahr beim Spielen jedoch vorsichtig sein.


Bildergalerie: Papillon & Phalène

Lassen Sie sich von der Grazie der kleinen "Falter" verzaubern:

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3 Gedanken zu „Papillon“

  1. Ich hab mal ne frage
    Also der papillon passt zurzeit zu mir und meinen Lebensumständen gut,
    aber hat die Hunderasse einen starken Jagdtrieb bzw Jagdtrieb, denn er ist doch ein Spaniel?
    Es wäre nicht schlimm da der Hund leicht zu erziehen ist und ich es umlenken würde aber das wäre So eine Frage denn ich hatte noch nie einen Hund
    Und was ist der Unterschied zwischen dem phalene und dem papillon (charakterlich)?
    Ich weiß das der phalene hänge- und der Papillon Stehohren hat aber gibt es noch mehr Unterschiede
    Zu den Leuten die einen papillon gehalten haben bzw halten: er haart doch nicht oder? Ich hab gelesen er besitzt keine unterwolle
    Aber dann wurde mir gesagt der phalene haart
    Das wäre auch nicht so schlimm aber nur so als Frage!?

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