Shetland Sheepdog (Sheltie): Das intelligente Energiebündel aus dem Norden

Kurzinfos & Steckbrief
Der Sheltie ist weit mehr als nur ein „Collie im Kleinformat“. Er ist ein eigenständiger, hochintelligenter Arbeitshunde-Profi, der durch Schnelligkeit, Anmut und unbändigen Lerneifer besticht.
- Herkunftsland: Großbritannien (Shetland-Inseln)
- FCI-Standard: Gruppe 1.1 (Schäferhunde) / Nr. 88
- Größe: Idealhöhe Rüden: 37 cm | Hündinnen: 35,5 cm (+/- 2,5 cm)
- Gewicht: ca. 5 bis 10 kg
- Besonderheit: Extrem lernwillig und wendig („Schattenhund“)
Geschichte: Der kleine Helfer von den rauen Inseln
Der Shetland Sheepdog stammt von den stürmischen Shetland-Inseln nördlich von Schottland. In dieser kargen Landschaft war alles etwas kleiner: die Schafe, die Ponys und eben auch die Hunde. Ursprünglich halfen die Vorfahren des Shelties den dortigen Farmern dabei, das Vieh von den Gärten und Feldern fernzuhalten.
In seine heutige, elegante Form wurde der Sheltie erst im 20. Jahrhundert durch die Einkreuzung des Langhaarcollies (Rough Collie) gebracht. Ziel war es, die optische Schönheit des Collies mit der Robustheit und Wendigkeit der kleinen Inselhunde zu vereinen. Seit 1914 wird er offiziell als eigenständige Rasse anerkannt. Heute hat er seinen festen Platz als einer der beliebtesten Familien- und Sporthunde weltweit gefunden.
Erscheinungsbild: Edle Optik mit üppiger Mähne
Der Sheltie ist ein Hund von großer Schönheit. Er wirkt harmonisch und elegant, wobei sein üppiges Fell ihm eine fast majestätische Ausstrahlung verleiht. Sein Gesichtsausdruck ist sanft und aufgeweckt zugleich.
Fell und Farbenpracht: Das Haarkleid des Shelties ist ein wahres Wunderwerk der Natur und schützt ihn vor widrigstem Wetter.
- Struktur: Er besitzt ein doppeltes Fell. Das Deckhaar ist lang, gerade und von harter Textur. Die Unterwolle ist weich, kurz und sehr dicht. Besonders auffällig sind die üppige Mähne und die Halskrause sowie die buschige Rute.
- Farben: Die Palette ist vielfältig:
- Zobel (Sable): Von hellem Gold bis zu dunklem Mahagoni.
- Tricolour: Tiefschwarz am Körper mit lohfarbenen (braunen) und weißen Abzeichen.
- Blue Merle: Silberblau mit schwarzen Tupfen und Marmorierung.
- Schwarz-Weiß / Schwarz mit Loh: Seltenere, aber anerkannte Farbschläge.
- Pflege: Trotz der Fellmenge ist die Pflege weniger aufwendig als gedacht. Das Haar neigt kaum zum Verfilzen (außer hinter den Ohren). Einmal wöchentliches gründliches Bürsten reicht meist aus, um die Pracht zu erhalten.
Wesen: Hochsensibel und blitzgescheit

Der Sheltie gilt als einer der intelligentesten Hunde überhaupt. Er ist extrem lernfähig und möchte seinen Menschen stets gefallen („Will to please“). Sein Temperament ist lebhaft, aber er ist kein nervöser Hund. Er reagiert sehr fein auf die Stimme und die Stimmung seines Besitzers.
Innerhalb der Familie ist er ein anhänglicher Schmusehund, der am liebsten immer dabei ist. Er wird oft als „Schattenhund“ bezeichnet, da er seinen Menschen gerne von Zimmer zu Zimmer folgt. Fremden gegenüber ist er typischerweise reserviert - er braucht einen Moment, um aufzutauen, ist dabei aber niemals aggressiv. Seine Wachsamkeit ist ausgeprägt; er meldet Besucher zuverlässig mit seiner hellen Stimme.
Haltung: Ein Sportler durch und durch
Ein Sheltie ist klein, aber er ist kein Schoßhund. Er ist ein aktiver Arbeitshund, der körperlich und vor allem geistig gefordert werden will. Ein gelangweilter Sheltie kann dazu neigen, alles zu „hüten“, was sich bewegt - von Autos bis zu Schatten.
Ideal für Hundesport: Es gibt kaum eine Disziplin, in der der Sheltie nicht glänzt:
- Agility: Durch seine Wendigkeit und Schnelligkeit ist er in den Small- und Medium-Klassen oft unschlagbar.
- Dogdancing: Sein Lerneifer und seine Eleganz machen ihn zum Star im Ring.
- Obedience & Rally-Obedience: Präzise Ausführung von Kommandos liegt ihm im Blut.
- Therapiearbeit: Dank seines einfühlsamen Wesens ist er ein wunderbarer Begleiter für Menschen in Heimen oder Schulen.
Erziehung: Motivation statt Härte
Die Erziehung eines Shelties ist für Menschen, die gerne positiv arbeiten, eine reine Freude. Er versteht neue Kommandos oft schon nach wenigen Wiederholungen. Er ist jedoch ein sehr sensibler Hund. Ein zu lautes Wort oder grober Druck können ihn verunsichern und sein Vertrauen nachhaltig stören.
Wichtig ist eine konsequente, aber sanfte Führung. In der Welpenzeit sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Sozialisierung legen, damit seine natürliche Reserviertheit nicht in Ängstlichkeit umschlägt. Auch das Training der „Ruhe“ ist wichtig, da Shelties dazu neigen, bei Aufregung sehr bellfreudig zu werden.
Gesundheit: Wichtige genetische Checks
Shelties sind generell langlebig und erreichen oft ein Alter von 12 bis 15 Jahren. Es gibt jedoch einige rassespezifische Dinge, die Käufer wissen sollten:
- MDR1-Defekt: Viele Shelties (und andere Hütehunde) haben eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Arzneistoffen (z.B. Ivermectin). Ein Gentest gibt hier Sicherheit.
- Dermatomyositis: Eine vererbbare Haut-Muskel-Erkrankung, die bei der Zuchtauswahl beachtet wird.
- CEA (Collie Eye Anomaly): Eine angeborene Erkrankung der Netzhaut, auf die Welpen untersucht werden sollten.
- Übergewicht: Shelties sind oft gute Futterverwerter. Da Übergewicht die Gelenke belastet, sollte man die Portionen im Auge behalten.
Häufige Fragen (FAQ) zum Shetland Sheepdog
Ist der Sheltie ein Mini-Collie?
Optisch ja, genetisch und vom Charakter her ist er jedoch eine eigene Rasse. Er ist meist agiler, reaktionsschneller und "quirliger" als sein großer Cousin.
Bellt ein Sheltie viel?
Er ist ein gesprächiger Hund. Er meldet alles Ungewöhnliche. Mit guter Erziehung lässt sich dies jedoch in geordnete Bahnen lenken.
Ist er für Anfänger geeignet?
Ja, sehr gut sogar! Seine Kooperationsbereitschaft macht ihn zu einem tollen Ersthund, sofern man bereit ist, ihn sportlich und geistig auszulasten.
Wie viel Auslauf braucht er?
Er braucht täglich etwa 1,5 bis 2 Stunden Bewegung. Viel wichtiger ist jedoch die Kopfarbeit durch Tricks, Spiele oder Training.
Bildergalerie: Shetland Sheepdog
Impressionen der charmanten Hütehunde:
Besuchen Sie die Fanseite zum Thema Sheltie.










Hallo leute möchte mir einen Sheltie zulegen, ich wollte fragen wie die beschäftihung ist also ich bin bereit meinen Hund geistig und körperlich fit zu halten :). Doch wie viel beschäftigung braucht ein Sheltie? Ich will ja nicht meinen hund über/unterfordern, würde mich auf Antworten freuen 🙂
Wie oben erwähnt habe ich einen Sheltie. Meine ist schon sehr aktiv aber doch nicht so fordernd wie es mein Australian Shepherd ist. Ich clicker mit ihr täglich und beim gassi wird der Ball apportiert- ich laufe so 1,5-2 Std am Tag mit ihr. Gehe aber noch 2-3 x in der Woche joggen/skiken. Hundesport bräuchte sie bei mir nicht. Aber ich mache es aus Spaß 1x in der Woche.
Mein Rat behandle einen Sheltie wie du einen großen Hund behandeln würdest Shelties sind keine Schoßhunde!
Ich liebe alle Hunde (habe selber einen Dalmatiner), und informiere mich über alle Rassen aber wie würdet ihr den Sheltie einschätzen wenn er ausgewachsen ist?
Klein Mittel oder Groß?
Bitte um Antworten!
LG euer HundeFan14!
Das kommt auf die Eltern an mein Sheltie ist relativ groß fast 40 cm würde sie aber immernoch bei „klein“ ansiedeln da sie sehr zart ist (7kg). Es gibt aber auch kleinere mit 33 cm.