Tibet Spaniel: Der „kleine Löwe“ aus den Klöstern des Himalayas

Kurzinfos & Steckbrief
Der Tibet Spaniel ist kein Spaniel im klassischen Sinne, sondern ein kleiner, würdevoller Begleiter mit einer jahrtausendealten Geschichte. In seiner Heimat Tibet wurde er als Glücksbringer und aufmerksamer Wächter hoch oben auf den Klostermauern geschätzt. Er vereint das stolze Erbe eines Löwen mit dem Charme eines treuen Familienhundes.
- Herkunftsland: Tibet (Patronat: Großbritannien)
- FCI-Standard: Gruppe 9 (Gesellschaftshunde) / Nr. 231
- Größe: ca. 25,5 cm
- Gewicht: Ideal 4,1 kg bis 6,8 kg
- Besonderheit: Katzenähnliches Verhalten und enorme Wachsamkeit
Geschichte: Gebetsmühlen und Klostermauern
Die Geschichte des Tibet Spaniels ist eng mit dem Buddhismus und den abgelegenen Klöstern des Himalayas verknüpft. Dort wurden die kleinen Hunde über Jahrhunderte von den Mönchen gezüchtet. Ihre Aufgabe war zweigeteilt: Zum einen dienten sie als lebende Wärmflaschen und Gesellschafter, zum anderen waren sie hochgeschätzte Wächter.
Dank ihrer geringen Größe und ihrer Vorliebe für erhöhte Plätze saßen sie oft auf den Klostermauern und hielten Ausschau. Wenn sie herannahende Fremde oder wilde Tiere entdeckten, warnten sie die großen Tibet-Doggen, die dann den aktiven Schutz übernahmen. Tibet Spaniel wurden nie verkauft, sondern nur als wertvolle Geschenke an Klöster in China oder andere befreundete Adelshäuser weitergegeben. Erst im späten 19. Jahrhundert gelangten die ersten Exemplare durch britische Reisende nach Europa, wo die Rasse schließlich ihren heutigen Namen erhielt.
Erscheinungsbild: Kompakt, flink und elegant
Der Tibet Spaniel ist ein kleiner, aktiver und sehr wendiger Hund. Sein Körperbau ist etwas länger als hoch. Er strahlt Selbstbewusstsein und Würde aus, ohne dabei schwerfällig zu wirken.
- Struktur: Das Deckhaar ist seidig, mittellang und liegt glatt am Körper an. Darunter befindet sich eine feine, dichte Unterwolle. Besonders schön ist die Mähne am Hals (vor allem bei Rüden) und die „Hosen“ an den Rückseiten der Läufe.
- Farben: Ein Paradies für Vielfalt! Alle Farben und Kombinationen sind erlaubt. Von Cremefarben über Sable (Zobel) mit schwarzer Maske bis hin zu Schwarz-Loh (Black and Tan) oder fast weiß ist alles möglich.
- Gesicht: Er hat einen leicht gewölbten Schädel und einen kurzen Fang, der jedoch keine Atembeschwerden verursachen sollte. Der Ausdruck ist aufgeweckt und fast menschenähnlich.
Wesen: Ein Hund mit dem Charakter einer Katze
Wer einen Tibet Spaniel kennenlernt, bemerkt schnell eine Besonderheit: Er verhält sich in vielen Situationen fast wie eine Katze. Er liebt es, auf erhöhten Plätzen wie Fensterbänken oder Sofalehnen zu sitzen und sein Territorium zu beobachten. Er ist sehr sauber und putzt sich oft ausgiebig.
Sein Wesen ist eine Mischung aus Loyalität und Unabhängigkeit. Er ist seinem Besitzer treu ergeben, bewahrt sich aber immer ein Stück Eigenständigkeit. Er ist kein Hund, der bedingungslosen Kadavergehorsam zeigt - er möchte als Partner ernst genommen werden. Fremden gegenüber ist er anfangs oft reserviert. Er braucht Zeit, um jemanden kennenzulernen, ist dann aber ein herzlicher Freund. Seine Wachsamkeit ist enorm; er entgeht keinem Geräusch, ohne dabei ein nervöser Kläffer zu sein.
Haltung: Anpassungsfähig und lebensfroh
Der Tibet Spaniel ist ein äußerst anpassungsfähiger Hund. Er fühlt sich in einer Stadtwohnung genauso wohl wie in einem Haus auf dem Land, solange er bei seinen Menschen sein darf.
Besonderheiten im Alltag:
- Bewegung: Er ist ein flinker und ausdauernder Wanderer. Er liebt tägliche Spaziergänge und Erkundungstouren. Er ist kein reiner Schoßhund, sondern ein kleiner Abenteurer.
- Familienleben: Er passt gut zu Singles, Paaren oder Familien mit älteren Kindern. Für sehr turbulente Haushalte mit Kleinkindern ist er manchmal etwas zu eigenständig und sensibel.
- Alleinbleiben: Da er sehr menschenbezogen ist, sollte er nicht den ganzen Tag alleine gelassen werden. Er braucht die Interaktion mit seinem „Rudel“.
Erziehung: Einfühlungsvermögen statt Drill
Die Erziehung eines Tibet Spaniels erfordert Fingerspitzengefühl. Er reagiert sehr empfindlich auf harte Worte oder grobe Behandlung. Mit Geduld, Liebe und vielen Belohnungen erreicht man bei ihm hingegen fast alles.
Es ist wichtig, die Sozialisation früh zu beginnen, damit seine natürliche Reserviertheit gegenüber Fremden nicht in übermäßiges Misstrauen umschlägt. Er ist intelligent genug, um Tricks zu lernen oder im Agility für kleine Hunde zu glänzen, sofern er darin einen Sinn sieht. Er ist ein Hund für Menschen, die seinen Stolz respektieren und ihn als Persönlichkeit schätzen.
Pflege und Gesundheit
Das Fell des Tibet Spaniels ist überraschend pflegeleicht. Obwohl er recht haarig aussieht, neigt sein Fell nicht zum übermäßigen Verfilzen.
- Bürsten: Einmal bis zweimal wöchentliches Bürsten reicht aus, um das seidige Haar in Schuss zu halten. Die befederten Stellen hinter den Ohren und an den Beinen verdienen etwas mehr Aufmerksamkeit.
- Gesundheit: Der Tibet Spaniel ist eine robuste Rasse mit einer hohen Lebenserwartung von oft 15 Jahren und mehr. Dennoch gibt es rassetypische Themen:
- Patellaluxation: Wie bei vielen kleinen Rassen kann die Kniescheibe herausspringen.
- PRA (Progressive Retinaatrophie): Eine Augenerkrankung, auf die seriöse Züchter testen lassen.
- HD: Auch bei kleinen Hunden sollte die Hüftgesundheit nicht ignoriert werden.
Häufige Fragen (FAQ) zum Tibet Spaniel
Ist der Tibet Spaniel mit dem Cavalier King Charles Spaniel verwandt?
Nein. Der Tibet Spaniel ist genetisch eher mit dem Pekingesen und dem Shih Tzu verwandt. Der Name „Spaniel“ wurde ihm im Westen lediglich aufgrund seiner Ähnlichkeit zu kleinen englischen Jagdhunden gegeben.
Bellt der Tibet Spaniel viel?
Er bellt nur, wenn er einen Grund sieht - meistens, um jemanden anzukündigen. Er ist ein exzellenter „Alarmanlage“, aber kein Dauerkläffer.
Ist er für Senioren geeignet?
Absolut. Durch seine Anpassungsfähigkeit und seine moderate Größe ist er ein idealer Begleiter für ältere Menschen, sofern die täglichen Spaziergänge gesichert sind.
Bildergalerie: Tibet Spaniel
Einblicke in die Welt der kleinen Exilanten:










Ein großer Hund im kleinen Körper .ER hat nähmlich Schäferhund Charakter und das ist kein scherz sie sollten klare regeln aufstellen bevor sie den kleinen daheim haben. Sehr treuer immer wachsamer Freund . Braucht aber regelmäßig bewegung 1 std. spaziergang 2x und 2x 0,5 std am Tag in einem ruhigen tempo also wirklich spazieren gehen nicht rennen oder joggen dafür sind die kleine mäuse nicht geeignet . Wo bei manchmal mag unser etwas springen und rennen aber das dauert dann 5 min.
Ein Tibet Spaniel ist ein sehr belastbarer Hund mit einigen Fähigkeiten wie z.B. Wände hochrennen, Bomben entschärfen, Taliban töten, Gilad-Bomb tragen und die Nachbarn mit Scheiße verpesten, besonders die Omma!!! Außerdem kann er sehr weit springen/fliegen!!! °-° .D
Ich habe diesen Test aus reiner Neugier gemacht, da unsere Familie bereits stolzer Besitzer eines Tibet Spaniels ist. Es hat mich sehr gefreut, dass durch meine Angaben die Auswahl unter anderem auf eine Rasse fiel, welche wir berücksichtigt hatten. Das der Test kostenlos ist finde ich toll. Auch die Angaben/Charakterzüge welche über die Rasse gemacht wurden, stimmen mit dem Wesen unseres Hundes gut überein. Danke und weiter so! mfG