Zwergschnauzer: Kleines Kraftpaket mit großem Herz
Geschichte und Herkunft: Vom Rattenfänger zum Gesellschaftshund
Der Zwergschnauzer hat seine Wurzeln im süddeutschen Raum, wo er gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Mittelschnauzer gezüchtet wurde. Ziel war es, einen Hund zu schaffen, der das Aussehen und das unerschrockene Wesen des Schnauzers besitzt, aber klein genug ist, um in Haus und Hof wendig als „Rattler“ zu fungieren.
Früher war er ein unverzichtbarer Begleiter in Pferdeställen, wo er unermüdlich Ungeziefer wie Ratten und Mäuse vertilgte. Durch diese Aufgabe entwickelte er seine enorme Aufmerksamkeit und Schnelligkeit. Im Jahr 1899 wurde er erstmals als eigenständige Rasse vom Pinscher-Schnauzer-Klub anerkannt. Heute hat er seinen festen Platz als intelligenter Begleit- und Familienhund gefunden, ohne dabei seine robuste, ursprüngliche Art verloren zu haben.
Wesen und Charakter: Temperament in kompakter Form
Der Zwergschnauzer steht dem Wesen seiner größeren Verwandten in nichts nach. Tatsächlich ist er oft sogar etwas temperamentvoller und mutiger als seine größeren Vettern. Er zeichnet sich durch eine Mischung aus hoher Intelligenz, Unerschrockenheit und absoluter Loyalität aus.
In der Familie ist der Zwergschnauzer treu, anhänglich und äußerst verspielt. Er liebt es, im Mittelpunkt zu stehen und an allen Aktivitäten teilzunehmen. Mit Kindern verträgt er sich in der Regel sehr gut, da er robust und nervenstark ist. Wie alle Schnauzer ist er zudem ein exzellenter Wachhund. Er ist wachsam und meldet Fremdes zuverlässig an, wobei er Fremden gegenüber zunächst eine abwartende, distanzierte Haltung einnimmt. Einmal ins Herz geschlossen, ist er jedoch ein Freund fürs Leben.
Haltung: Der anpassungsfähige Allrounder

Der Zwergschnauzer
Der Zwergschnauzer lässt sich aufgrund seiner Größe sehr gut in einer Stadtwohnung halten. Er ist jedoch kein klassischer "Schoßhund", sondern ein aktives Tier, das Auslastung braucht. Er ist äußerst anpassungsfähig: Er genießt gemütliche Spaziergänge im Park ebenso wie lange, fordernde Wanderungen in der Natur.
Ein großer Vorteil bei der Haltung in der Wohnung ist, dass der Zwergschnauzer bei fachgerechter Pflege kaum Haare verliert. Er ist zudem sehr lernwillig und lässt sich für viele Hundesportarten begeistern. Ob Agility, Obedience oder Dog Dancing - der Zwergschnauzer ist mit Eifer dabei. Wichtig ist ein enger Familienanschluss, da er Einsamkeit nicht schätzt.
Fell und Pflege: Bart und Brauen als Markenzeichen
Das Haarkleid des Zwergschnauzers ist drahtig, hart und dicht mit einer guten Unterwolle. Das markanteste Merkmal sind zweifellos der lange Bart am Fang und die buschigen Brauen, die ihm seinen charakteristischen, fast menschlichen Gesichtsausdruck verleihen.
Die anerkannten Farben:
- Reinschwarz: Mit schwarzer Unterwolle.
- Pfeffer und Salz: Eine gleichmäßige Pfefferung mit grauer Unterwolle und dunkler Maske.
- Schwarz-Silber: Schwarzes Deckhaar mit silbrigen Abzeichen über den Augen, an Kehle, Pfoten und unter der Rute.
- Reinweiß: Mit weißer Unterwolle.
Die Pflege ist anspruchsvoll: Damit das Haar seine drahtige Struktur behält, muss der Zwergschnauzer regelmäßig getrimmt (nicht geschoren!) werden. Dabei wird abgestorbenes Haar ausgezupft. Wird er nur geschoren, verliert das Fell seine Farbe und seine wetterfeste Funktion.

Erziehung: Konsequenz mit Humor
Zwergschnauzer sind hochintelligent und lernfreudig, besitzen aber auch einen gewissen Eigensinn. Sie hinterfragen Kommandos gerne mal, wenn sie keinen Sinn darin sehen. Die Erziehung erfordert daher liebevolle Konsequenz und Abwechslung.
Da sie zur Wachsamkeit neigen, sollte von Anfang an darauf geachtet werden, dass das Melden von Geräuschen nicht in dauerhaftes Kläffen ausartet. Mit anderen Haustieren verträgt er sich bei guter Sozialisierung meist problemlos. Aufgrund seines Erbes als Rattenfänger kann jedoch bei Kleintieren ein gewisser Jagdtrieb vorhanden sein, der frühzeitig in geordnete Bahnen gelenkt werden sollte.
Gesundheit & Rassetypische Krankheiten
Der Zwergschnauzer gilt als robuste Rasse. Dennoch gibt es einige gesundheitliche Aspekte, auf die Züchter und Halter achten sollten:
- Augenerkrankungen: Wie PRA (Progressive Retinaatrophie) oder Katarakt.
- Harnsteine: Die Rasse hat eine gewisse Neigung zur Bildung von Blasensteinen.
- Schnauzer-Komedo-Syndrom: Eine Hauterkrankung, die vor allem am Rücken auftreten kann.
- Patellaluxation: Wie bei vielen kleinen Rassen gelegentlich ein Thema.
Häufige Fragen (FAQ) zum Zwergschnauzer
Ist der Zwergschnauzer für Allergiker geeignet?
Da er kaum haart, wird er oft von Allergikern gut vertragen. Wichtig ist jedoch das regelmäßige Trimmen, um Schuppen und loses Haar zu entfernen.
Bellt der Zwergschnauzer viel?
Er ist ein aufmerksamer Wächter. Er schlägt an, wenn Besucher kommen, lässt sich aber mit guter Erziehung schnell wieder beruhigen.
Wie viel Bewegung braucht er?
Obwohl er klein ist, ist er kein Couch-Potato. Er braucht täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden Bewegung und geistige Beschäftigung.
Ist er ein guter Anfängerhund?
Ja, sofern man bereit ist, eine Hundeschule zu besuchen und die nötige Zeit in die Fellpflege zu investieren.
Zwergschnauzer Bildergalerie
Erleben Sie den Zwergschnauzer in all seinen Farbvarianten:











das sind die besten hunde überhaupt , bin ihnen groß geworden und das in allen größen . Sie sind einfach optimal für alle lebenslagen.